29.03.2020 – Von Nesträubern und Hagelkörnern

Heute stand Ben schon um halb sechs im Nest, hellwach und bereit für den ersten Ausflug.

 

 

Kurz nach halb sechs war er schon aus dem Nest verschwunden.

 

 

Um sieben Uhr tauchte Ben gestärkt und mit frischem Heu auf. Anschließend zerrte er kleine Ästchen aus dem Nestrand und versuchte, diese neu zu ordnen. Mit mäßigem Erfolg.

 

 

 

 

 

 

Würde er sein Baumaterial an Ort und Stelle liegenlassen, könnte der Bau Fortschritte machen. Ben zerrt allerdings jeden Tag bereits abgelegte Zweige wieder hervor, um sie an anderer Stelle unterzubringen.

 

 

 

 

 

Um halb acht war Bens Arbeitsprogramm beendet und er gönnte sich eine kleine Pause. Wenige Minuten später stand das Nest wieder leer.

 

 

Die Nesträuber kommen

Kaum war der Hausherr ausgeflogen, tauchten gefiederte Besucher auf.

 

 

Erst einer,…

 

 

… dann zwei…,

 

 

…drei, vier, fünf. Bis das Nest voll war.

 

 

 

Die ungebetenen Gäste nahmen kleine Stöckchen in den Schnabel und zupften Strohhalme aus Bens “Fußboden”.

 

 

 

Alles wurde genau untersucht.

 

 

 

 

 

Hier gibt es die Nestbesucher im Video zu sehen:

 

Der Hausherr fliegt ein

Um neun Uhr flog Ben wieder ein, kurz nachdem sich der Besuch verabschiedet und einige Utensilien mitgenommen hatte.

 

 

 

Das Wetter war heute sehr wechselhaft und erinnerte an typisches Aprilwetter. Es gab einen Mix aus Sonne und Regen. Am späten Nachmittag kam sogar ein Hagelschauer dazu. Doch zuerst bekam unser Storch eine kleine Dusche, dann wurde er vom Wind durchgeweht.

 

 

 

Anschließend flog Ben wieder aus und sammelte Stroh von der Koppel ein.

 

 

 

Ben vertrieb sich den Vormittag mit Hin- und Herfliegen. Stroh holen, ins Nest zurückkehren, wieder ausfliegen und wieder im Nest landen.

 

 

 

Bei der letzten Runde brachte Ben frisches Grün mit ins Nest. Anschließend sah es schon etwas nach Ostern in seinem Horst aus. Der Storch ließ sich auch gleich darauf nieder und machte einen sehr zufriedenen Eindruck.

 

 

 

 

Kurz vor elf zogen die nächsten Regenwolken auf. Der Wind wurde böig und unser Storch hatte extreme Schwierigkeiten, nicht vom Nest geweht zu werden. Deshalb besser klein machen, um wenig Angriffsfläche zu bieten.

 

 

 

In der Luft war es anscheinend sicherer, deshalb hob Ben wieder vom Nest ab.

 

 

 

Bens Ausflug dauerte 1,5 Stunden, dann flatterte er wieder im Nest ein.

 

 

 

 

Regen bedeutet Futter

Sein Abstecher im Nest war nur von kurzer Dauer. Eine Viertelstunde später verschwand er wieder vom Horst. Anscheinend fühlte er sich heute auf dem Boden sicherer und nutzte die Zeit, um sich den Bauch vollzuschlagen. Der Regen lockt die Würmer an die Oberfläche und auf den umgegrabenen Feldern gab es bestimmt viel zu futtern. Jedenfall hat Ben zurzeit immer rabenschwarze Füße, die vom Herumspazieren auf den Felder kommen können.

 

 

Den frühen Nachmittag über ließ sich der Storch nicht auf dem Nest blicken. Er flog erst um drei Uhr wieder ein. Dann war genügend Zeit für ein Nachmittagsschläfchen vorhanden.

 

 

 

 

 

 

Im Vergleich zum gestrigen Tag war der Nachmittag völlig entspannt. Keine besonderen Vorkommnisse, keine fremden Störche und keine interessanten Nestbauversuche. Ben machte eine Stunde im Nest Station, anschließend flog er zur abendlichen Futtersuche aus.

 

 

 

Halb fünf – ein leeres Nest.

 

 

Halb sechs – immer noch ein leeres Nest.

 

 

Aprilwetter mit Regen und Hagel

Es war nach halb sieben und der blaue Himmel schaute ein wenig zwischen den grauen Wolken hervor. Gleichzeitig ging ein Hagelschauer auf das Storchennest nieder. Innerhalb von Sekunden war das Nest mit weißen Hagelkörnern übersät. Lange hielt die Eispracht aber nicht an, innerhalb von Minuten war das weiße Wunder wieder getaut.

 

 

 

Abendstimmung am Storchennest. Ben flog heute erst um acht Uhr wieder ein, um seine Nachtruhe anzutreten. Die Sonne scheint immer länger und der Storch nutzt das Sonnenlicht, um seine abendlichen Ausflüge immer mehr auszudehnen.

 

 

Wünschen wir unserem Storch für morgen wieder wärmenden Sonnenschein, frisches Stroh und ein kleines Storchenabenteuer.

 

 

 

 

 

 

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