Fragen & Antworten (FAQ)

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Allgemeines

Sind Störche ihrem Partner ein Leben lang treu also monogam?

Dazu ein klares Nein! Etwas genauer gesagt, Störche sind treu, diese Treue gilt aber nicht ihren Partnern sondern ihren Horsten. Die Meisten versuchen jedes Jahr wieder den Horst aus dem Vorjahr zu besetzen und sollte sich dann zufällig wieder das gleiche Männchen bzw. Weibchen einfinden, kann es sein, dass sich beide wieder paaren. Allerdings sind sich Störche im Normalfall während der Brutsaison treu, man spricht deshalb auch von einer Saisonehe.

Stimmt es dass der Storch nur Frösche frisst?

Der Weißstorch ist ein sogenannter Nahrungsopportunist, dass heißt er ist auf keine Nahrung spezialisiert, sondern frisst Beute, die häufig vorhanden, die nicht zu klein, nicht zu groß und leicht zu erbeuten ist. Auf der Speisekarte landen so Fische, Froschlurche, Mäuse, Ratten, Maulwürfe, Schlangen, Eidechsen, Insekten, Regenwürmer und Krebstiere.

Ein Weißstorch benötigt bei einem mittleren Körpergewicht von 3,5 kg täglich etwa 500 g Nahrung, Jungstörche sogar bis zu 1200 g. In den ersten Wochen werden die Jungen u.a. mit Regenwürmern, Mäusen, Fröschen oder Heuschrecken gefüttert, später dann auch größere Beutetiere wie Schlangen oder Eidechsen.

In den Wintermonaten halten sich Störche heutzutage auch häufig auf offenen Mülldeponien im Süden z.B. in Spanien oder Frankreich auf und beziehen dort ihre Nahrung. Hier können sich Störche allerdings vergiften oder erleiden Verletzungen.

Warum haben die Störche im Sommer weisse Beine?

Störche haben keine Schweißdrüsen und können deshalb nicht schwitzen wie wir Menschen. Wenn ihnen zu heiß ist, hecheln sie, ähnlich wie Hunde. Ist ihnen aufgrund der Sonneneinstrahlung dann immer noch zu warm, bespritzen ihre Beine mit Kot, durch den feuchten Kot wird bei dessen Verdunstung Körperwärme entzogen und das Sonnenlicht besser reflektiert, dem Storch wird kühler. Dieses Wissen wird dem Nachwuchs bereits in den ersten Lebenswochen von den Eltern beigebracht.

Warum klappert der Storch?

Der Weißstorch kann, wie die meisten seiner Artverwandten, außer Zischlauten und Schnabelklappern keine Töne von sich geben. Die Stimme bzw. der Stimmapparat ist nur sehr schwach ausgeprägt.
Das Klappern dient einerseits der Verständigung untereinander, etwa zur Begrüßung des Partners am Nest und dem Balzritual als dem Vorspiel für die Paarung, andererseits zur Verteidigung gegen Eindringlinge. Der Ton beim Klappern wird erzeugt, wenn beide Schnabelhälften schnell aufeinander geschlagen werden. Auch die Jungen fangen bereits im Nest mit dem Klappern an, es ist ihnen angeboren.

Warum nennt man den Storch auch Adebar?

Das Wort Adebar ist ein volkstümlicher Name für den Storch und ist seit dem 11. Jahrhundert bekannt. Ein Ursprung könnte hier die Deutung des Vogels als Glücksbringer sein, abgeleitet vom germanischen “auda” was so viel wie Glück/Heil bedeutet und “bera” was tragen/gebären heißt.

Wie alt werden Weißstörche?

Der Weißstorch kann in einzelnen Fällen über 30 Jahre alt werden, der älteste dokumentierte Ringfund war sogar 35 Jahre. Störche, die das erste Lebensjahr überstanden haben, werden im Durchschnitt etwa 8-10 Jahre alt.

Wie groß werden Störche?

Der Storch ist stehend etwa 80 bis 100 cm hoch und wird 2,5 bis 4,5 kg schwer. Die Flügelspannweite beträgt 200 bis 220 cm und die Schnabellänge etwa 14 bis 19 Zentimeter. Schnabel und Beine des Storches sind rötlich, bei Jungtieren schwarz. Das Federkleid ist bis auf die schwarzen Schwungfedern weiß.

Wie unterscheidet man männliche und weibliche Störche?

Die Geschlechter sind bei Störchen nur sehr schwer zu unterscheiden, der Schnabel des Männchens ist meist etwas länger und stärker auch befindet sich das Männchen beim Paarungsakt meist oben, aber auch davon gibt es Abweichungen. Entscheidend ist beim Paarungsakt nicht, wer oben ist sondern dass beide Kloaken übereinander sind. Die Kloake (lat. cloaca “Abzugskanal”) ist ein gemeinsamer Körperausgang für die Verdauungs-, Geschlechts- und Exkretionsorgane.

Wieviele Eier legen die Störche, wie lange brüten sie und wie lange wachsen die Kleinen auf?

Die Störche legen in der Regel 3 bis 5, in Einzelfällen auch bis zu 7 Eier. Beide Partner brüten gemeinsam, die Brutdauer beginnt meist mit dem zweiten Ei und beträgt 30-32 Tage. Die eigentliche Nestlingszeit der Jungen sind dann etwa 2 Monate. Das Futter wird im Kehlsack zum Nest getragen und dann ausgewürgt, bei Trockenheit und Hitze bringen die Eltern auch Wasser.

Technik

Was für Kameras verwendet ihr in Fohrde?

Auf unseren Nestern setzen wir Kameras des Modells IN-9008 POE vom Hersteller Instar ein. Bei den anderen Livestreams setzen wir aber auch Kameras von Reolink oder anderen Herstellern ein. Mehr dazu findet ihr auf unserer Technik-Seite.

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