30.03.2020 – Ben ist eingeschneit

Heute wartete Ben bis halb sieben, bevor er aufstand. Allerdings ließ er sich wenige Minuten später wieder auf den Bauch fallen. Es  war noch nicht die richtige Zeit zum Aufstehen. Dafür konnte er jetzt die wunderbare Färbung des Morgenhimmels in aller Ruhe genießen.

 

 

 

 

 

Kurz nach sieben verließ der Storch doch sein Nest.

 

 

Ben wird verfolgt

Wenige Minuten später flatterte er wieder ein und zeigte seine prächtigen Schwingen. Er klapperte nur einen kurzen Moment und ließ sich dann auf den Nestboden fallen. Er war nämlich nicht alleine zum Nest zurückgekehrt. Anscheinend war Ben in Pritzerbe oder der näheren Umgebung unterwegs gewesen und hatte die Störche aufgescheucht, denn ein anderer Storch folgte ihm auf dem Fuße.

 

 

 

 

Der Verfolger sauste einmal um das Nest herum, während sich Ben platt ins Nest presste. Dann verschwand der andere Storch und unser Storch atmete wieder durch. Die Verfolgung war glimpflich abgelaufen und Ben hatte keinen Ärger bekommen.

 

 

Ben ließ sich heute mehrmals aus direkter Nähe ablichten.

 

 

 

„Ja, was gibt es denn da zu sehen?“

 

 

Dabei konnte man die Nasenlöcher am oberen Schnabelansatz gut erkennen.

 

 

Bis um elf Uhr beschäftigte sich der Storch auf dem Nest. Von Stroh- und Futtersuche war nichts zu sehen, Ben putzte sich lieber und schaute in die Ferne.

 

 

 

 

 

„Ich weiß zwar nicht, dass ich gefilmt werde, aber ich mache trotzdem mal ein intelligentes Gesicht.“

 

 

Um elf Uhr nahm er langsam Anlauf, um das Nest zu verlassen.

 

 

 

 

Unser Storch machte nur einen kleinen Ausflug, um frisches Gras zu holen und war nach wenigen Minuten wieder im Nest anwesend.

 

 

 

Ein wenig grüne Farbe ins Nest gebracht und siehe da, schon sieht alles viel freundlicher aus. Allerdings sollte Ben die kommende Nacht im Stehen verbringen und nicht auf seinem weichem Bett.

 

 

Weihnachten kann kommen  – es schneit!

Um halb eins begann es zu regnen und Ben ertrug die Dusche mit gelassener Ruhe.

 

 

 

Der Regen ging in Schnee über und das Nest färbte sich innerhalb von Minuten weiß. Vorsichtshalber zog Ben ein Bein in die Höhe, um nur mit einem zu frieren.

 

 

 

Es schneit…

 

 

… und schneit. Ben beäugte den Nestboden und sein darunterliegendes warmes Bett.

 

 

„Ich will mein Bett zurück.“
Er stocherte im Schnee und zerrte das darunterliegende Stroh an die Oberfläche. Er betrachtete sein nasses Bett und kam zu dem Schluss, dass es sich nicht lohnte, das Unterste zuoberst zu kehren. Er verließ kurzerhand das Nest, der Schnee würde sicher von selbst schmelzen.

 

 

14 Uhr im schneebedeckten Nest.

 

 

Halb drei und die weiße Schicht beginnt zu tauen.

 

 

Drei Uhr und Bens Bett ist wieder zu sehen.

 

 

Halb vier und Ben ist noch immer unterwegs. Das Nest ist ja noch nicht abgetaut, also gibt es keinen Grund, schon zurückzukehren.

 

 

Um fünf Uhr war die Winterpracht fast verschwunden. Immerhin können wir jetzt sagen, dass wir 2020 Schnee hatten.

 

 

Um fünf Uhr trudelte Ben wieder ein, um sich ein Bild von seiner Wohnung zu machen. Der Schnee war fast weg, sein Bett war wieder zum Vorschein gekommen und Ben nahm sein Nest sehr gründlich unter die Lupe.

 

 

 

Richtig zufrieden schien er nicht, denn er flog nach nur wenigen Minuten wieder davon.

 

 

Um sieben Uhr war Ben immer noch unterwegs. Immerhin war der Schnee mittlerweile komplett verschwunden.

 

 

Ben flatterte um acht Uhr wieder ein. Das Nest war noch nass und unser Storch hatte keine Lust, sich einen feuchten Bauch zu holen. Deshalb verbringt er wohl die gesamte Nacht im Stehen.

 

 

Schlaf gut Ben, auch im Stehen. Alles Liebe für dich.

 

 

 

 

 

 

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