Wahnsinn, was für ein seltener Gast!

Wahnsinn, was für ein seltener Gast!

Heute um 11:34 Uhr konnten wir einen Storch mit einem gelben Ring bei uns beobachten. Dank unserer Tina wissen wir jetzt sogar, wer uns da besucht hat:

„Es ist Wilhelm (Ringnummer X41D5)!
​Seine Geschichte ist bewegend: 2024 wurde er im brandenburgischen Wust verletzt aus dem Horst gerettet und zusammen mit seinen Jungen, Willi und Wilma, in die Vogelschutzwarte Loburg gebracht. Während die Kleinen damals schnell in andere Nester vermittelt wurden, konnte Wilhelm nach seiner Genesung im Herbst ’24 wieder in die Freiheit entlassen werden.“

​Aktuell zieht er dieses Jahr zwei eigene Junge in Gollwitz auf. Das Spannende daran: Gollwitz liegt gut 16 Kilometer von Fohrde entfernt! Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, welche enormen Strecken Störche selbst während der intensiven Brut- und Aufzuchtphase zurücklegen, um auf Nahrungssuche zu gehen. Schön, dass du bei uns vorbeigeschaut hast, Wilhelm!

🪶 Freud und Leid im Storchennest: Update zu Anton und Auguste

🪶 Freud und Leid im Storchennest: Update zu Anton und Auguste

Wir haben heute eine gute und eine schlechte Nachricht von unseren beiden Storchenküken Anton und Auguste für euch. Die wichtigste Botschaft vorweg: Beide sind wohlauf und gesund! Allerdings verliefen ihre Wege in ein neues Leben sehr unterschiedlich.

😔 Rückschlag für Anton: Adoption gescheitert

Leider hat die Adoption von Anton nicht geklappt. Er musste schweren Herzens wieder aus dem neuen Horst herausgenommen werden. Der Altstorch und die potenziellen Geschwister waren alles andere als begeistert von dem Familienzuwachs – vielleicht war der kleine Anton auch einfach zu schüchtern.

„Es ist selten, dass eine Adoption nicht klappt, aber eben nicht ausgeschlossen“, erklärt Antje Kaatz vom Storchenhof Loburg. „Über die Jahre gesehen, ist die Methode in 95 % der Fälle erfolgreich. Es gibt aber eben auch Störche, die das aus Prinzip nicht mit sich machen lassen. Oder sie waren vorher schon so gestresst von der Nahrungssituation, dass sie den Neuzugang attackieren.“

Wie geht es weiter für Anton? Ob es noch einen weiteren Versuch geben wird, Anton in einen anderen Horst einzusetzen, kann Frau Kaatz aktuell noch nicht sagen. Erst einmal darf sich der kleine Pechvogel nun auf dem Storchenhof Loburg vom Schreck und dem Stress erholen. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden!

🎉 Happy End für Auguste!

Umso schöner ist die Nachricht von Auguste: Die Auswilderung war ein voller Erfolg! Auguste wurde erfolgreich in einen Horst in Kakerbeck eingesetzt. Dort lief alles harmonisch ab – er/sie wurde auf Anhieb lieb von seinen neuen Storcheneltern und den Geschwistern in die Familie aufgenommen.

Wir drücken Auguste die Daumen für das neue Storchenleben und schicken Anton ganz viel Kraft für die Erholung! 🍀

Auguste wird in den Horst gesetzt - 20.06.2026

 

 

10 Jahre www.storchennest-fohrde.de – Ein Blick zurück auf unsere Anfänge 📸🌿

10 Jahre www.storchennest-fohrde.de – Ein Blick zurück auf unsere Anfänge 📸🌿

Auch wenn in diesem Jahr im Nest leider wieder nicht alles so gelaufen ist, wie wir es uns erhofft hatten, gab es am Freitag einen schönen Grund, still und heimlich ein kleines Jubiläum zu feiern… 🪹🤍

Denn am 15.05.2016 – also genau vor 10 Jahren – ging unsere Webseite www.storchennest-fohrde.de an den Start! 🎉

Angefangen hat eigentlich alles damit, dass Lars das Brutverhalten unserer Fohrder Störche zunächst über Posts auf einer Facebook-Seite festhielt. Doch die Idee, einen echten Livestream bereitzustellen, ließ ihn nicht los. Dafür holte er Julia (damals noch Sebastian) mit ins Boot. Es wurde gemeinsam geplant und getüftelt, bis knapp ein Dreivierteljahr später der große Moment da war: Am 26.02.2017 ging unsere allererste Webcam online! 🎥 Damals hing sie übrigens noch am Baum und gar nicht direkt am Nest.

Dem ersten Livestream folgten bekanntlich viele weitere Kameras, die Webseite wurde gegründet und unser Projekt wuchs immer weiter. Heute blicken wir nicht nur auf 10 Jahre Webseite zurück, sondern auch auf ein großartiges Storchennest-Team, zu dem mittlerweile so viele unersetzliche Helfer und Unterstützer gehören.

Auch wenn die aktuelle Saison auf dem Horst eine unerwartete Wendung genommen hat – wir möchten dieses kleine Jubiläum nutzen, um einfach mal DANKE zu sagen. Danke an alle, die mit anpacken, und danke an euch alle, die uns schon so lange begleiten und mitfiebern! Auf die nächsten Jahre! 🦢🌿

PS: Das Foto zeigt die Ankunft des ersten Storches am 14.03.2016 auf unserem Nest…. 😉

Dohlenglück im Eulenkasten

Dohlenglück im Eulenkasten

Dohlenglück im Eulenkasten

Ursprünglich war der Kasten einmal für Eulen gedacht – aber eben nur gedacht. Denn wenn wir über die Jahre eines in und über Fohrde gelernt haben, dann dieses: Hier ist immer etwas los. Und meistens kommt alles ein bisschen anders als geplant.

Blickt man ein paar Jahre zurück, wurde der Falkenkasten – liebevoll und mit viel Herzblut von unserer Syd dokumentiert – kurzerhand zum Kobel für eine Eichhörnchenfamilie umfunktioniert. Und im Jahr 2026 geht Fohrde gleich mehrere Schritte weiter: Während auf Nest 1 Otto & Jezebel brüten, hat sich direkt daneben eine Stockente niedergelassen. Und in jenem „Eulenkasten“ haben es sich nun Dohlen gemütlich gemacht.

Das Nest wird mit Ästen, Rinde aber auch Haaren ausgekleidet

Seit dem 20. April brütet sie auf sechs Eiern und wird, bei Dohlen üblich, von ihrem Partner rundum versorgt. Ein typisches Gelege umfasst etwa vier bis sechs Eier. Die Brutdauer liegt bei rund 18 bis 20 Tagen, bis die Küken schlüpfen. Vorrausichtlich könnten wir zwischen dem 9. Mai und dem 11. Mai mit dem Schlüpfen rechnen.

Anders als bei Störchen – bei denen sich hartnäckig der Mythos der lebenslangen Monogamie hält – trifft dies auf Dohlen tatsächlich zu: Sie bleiben ihren Partnern meist ein Leben lang treu. Wenn die Brut also erfolgreich verläuft, könnte sich der Kasten durchaus zu einem dauerhaften Zuhause entwickeln. Dohlen können dabei ein beachtliches Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Auch bei der Nahrungssuche zeigen sie sich flexibel und wenig wählerisch. Die Nestlingszeit beträgt etwa 27 bis 30 Tage.  Danach beginnt die Ästlingszeit: Die jungen Dohlen erkunden nach und nach das Fohrder Land, werden aber noch eine ganze Weile von ihren Eltern begleitet und versorgt.

Dohle beim Brüten auf fünf gefleckten Eiern.

Für mich ist das etwas ganz Besonderes. Mein Herz schlägt nicht nur für die Störche – ich finde Raben, Krähen und Dohlen, eigentlich alles aus dieser Familie, unglaublich faszinierend. Und auch für mich ist es die erste Live-Reise mit diesen wunderschönen, diamantäugigen Geschöpfen.

Auf eine schöne gemeinsame Zeit – mit euch und mit den Dohlen.

Eure Cindy

Hier findet ihr die tägliche Dokumentation:

https://www.storchennest-fohrde.de/nistplatz/eulenkasten/

Syd

Eine Ente im Storchennest! 🦆 Keine Sorge um die Küken (Unser Interview bei rbb 88.8)

Eine Ente im Storchennest! 🦆 Keine Sorge um die Küken (Unser Interview bei rbb 88.8)

In diesem Jahr ist bei uns in Fohrde wirklich so einiges los! Wer unsere Webseite regelmäßig verfolgt, hat es natürlich längst entdeckt: Wir haben eine unerwartete Untermieterin. In unserem Storchennest 2 hat es sich eine Stockente gemütlich gemacht!

Das Thema hat nun sogar überregionale Wellen geschlagen. Gestern erreichte uns eine Anfrage der Redaktion von rbb 88.8, wo unsere Livestreams ja bereits seit 2022 morgens im Berliner Fernsehprogramm zu sehen sind. Viele Hörerinnen und Hörer hatten sich besorgt gemeldet: Was passiert mit den Entenküken, wenn sie schlüpfen? Stürzen sie in die Tiefe? Und kann man die Kamera nicht etwas nach unten neigen, um die Ente beim Brüten besser zu sehen?

Heute Morgen um 6:50 Uhr gab es dazu ein Interview in der rbb 88.8 Morgenshow. Im Gespräch mit den Moderatoren Tim Koschwitz und Lydia Mikiforow konnten wir Entwarnung geben. Für alle, die den Beitrag verpasst haben, hier noch einmal die wichtigsten Antworten auf eure Fragen:

Sind die Entenküken in Gefahr?

Ein ganz klares Nein! Wir können alle besorgten Zuschauer beruhigen: Die Küken sind bei einem Sprung aus dem Nest absolut nicht in Gefahr. Dass Stockenten in der Höhe brüten (oft in Baumhöhlen oder verlassenen Nestern), ist völlig natürlich. Als Nestflüchter sind die Kleinen extrem leicht, und ihr weicher Flaum wirkt beim Sprung wie ein kleiner Fallschirm.

Vogelschutzverbände und Tierrettungen bestätigen immer wieder, dass Entenküken selbst Sprünge aus großer Höhe (wie etwa dem 4. Stock eines Hauses) wie kleine Gummibälle völlig unbeschadet überstehen. Sobald die Mutter von unten ruft, springen sie mutig hinterher und watscheln dann gemeinsam zum nächsten Gewässer. Da unser Gelände eingezäunt ist, werden wir das Ganze natürlich im Blick behalten und der Entenfamilie bei Bedarf helfen, sicher zum Wasser zu gelangen.

Warum wir die Kamera nicht neigen können

Oft kam der Wunsch auf, die Kamera am Nest 2 etwas weiter nach unten zu richten. Das ist leider nicht möglich, da unsere Kameras (bis auf Nest 1) fest eingestellt sind. Eine manuelle Änderung am Mast ist während der Brutzeit absolut tabu – die Ente würde durch den Stress ihr Gelege aufgeben. Zudem wäre für jede Justierung ein Hubsteiger nötig. Wir beobachten also weiterhin gemeinsam das, was der aktuelle Bildausschnitt uns verrät. 😉

Informative Quellen zum „Kükensprung“:

Wer sich dazu noch weiter einlesen möchte, findet hier Berichte von Experten:

🎙️ Wer das Interview mit Tim Koschwitz und Lydia Mikiforow heute Morgen verpasst hat, kann sich den Mitschnitt direkt hier unter dem Beitrag anhören.

Unser Storchennest Fohrde im rbb-Heimatjournal

Unser Storchennest Fohrde im rbb-Heimatjournal

Gestern Abend war es so weit: Das rbb-„Heimatjournal“ war in Havelsee zu Gast, und unsere Fohrder Störche durften dabei sein! Wer am Samstag um 19:00 Uhr eingeschaltet hat, konnte unser Projekt vor einem großen TV-Publikum erleben.

Das Kamerateam blickte ausführlich auf unser Webcam-Projekt, das seit 2017 faszinierende Live-Einblicke in das Leben der Tiere ermöglicht und schon seit vielen Jahren gerne in Schulen und Kitas genutzt wird. Ein besonderes Highlight der Sendung war natürlich der Rückblick auf die emotionale Auswilderung von unserem Sorgenkind Otto und seiner neuen Partnerin Jezebel, die erfolgreich den Weg zurück in die Freiheit und auf ihr geliebtes Nest gefunden haben.

Für mich war der gestrige Beitrag aber noch aus einem ganz anderen Grund ein sehr bewegender Moment. Wie viele von euch in letzter Zeit vielleicht schon auf dieser Website und in unseren Netzwerken bemerkt haben, steht hier als Autorin mittlerweile überall der Name Julia. Mein Coming-out liegt noch gar nicht so lange zurück, und die Julia, die diese Zeilen für euch schreibt, hieß früher im Dorf einmal Sebastian. Es war unglaublich schön und erwärmend zu sehen, wie unaufgeregt, wertschätzend und absolut selbstverständlich das „Heimatjournal“ auch diesen ganz persönlichen Lebenswechsel in die Geschichte eingeflochten hat.

Auch wenn der Fokus im Fernsehbeitrag etwas stärker auf mir lag – da das rbb-Team mich an diesem Tag einfach als Journalistin begleiten wollte, um dabei meine Geschichte und die unserer Störche zu erzählen –, möchte ich an dieser Stelle eines ganz dick unterstreichen: Das Storchennest Fohrde ist ein absolutes Teamprojekt! Lars und all die anderen tatkräftigen Helfer im Hintergrund dürfen auf keinen Fall unerwähnt bleiben. Jeder Einzelne in unserer Truppe ist wichtig und bringt seinen wertvollen Anteil ein, damit unsere Kameras laufen und das Projekt lebt.

Apropos Lars und unser tolles Projekt: Haltet euch schon mal den 15. Mai im Kalender frei! Dann feiern Lars und ich nämlich mit www.storchennest-fohrde.de unser großes 10-jähriges Jubiläum! 🥳😅 Wer hätte damals gedacht, was daraus einmal entsteht?

💡 Mein Lese-Tipp: Übrigens, wer nach der Sendung noch tiefer in die Geschichte von Ottos Rückkehr eintauchen möchte, schaut sich gerne mal meinen ausführlichen Beitrag zur Auswilderung an: 👉 Das Wunder von Fohrde: Storch Otto ist zurück – und bringt seine neue Liebe mit

Habt ihr die Sendung verpasst?
Gar kein Problem! Wenn ihr euch den Beitrag über unsere Störche (und natürlich auch über die anderen spannenden Orte in Havelsee) noch einmal in Ruhe ansehen möchtet, findet ihr den Auschnitt mit den Störchen auf unserem YouTube-Kanal. Alternativ könnt ihr auch das komplette Video jederzeit kostenfrei in der ARD Mediathek oder auf der Webseite des rbb-Heimatjournals sowie dem Kanal von Havelsee.de streamen.

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Hier die vollständige Ausgabe des Heimatjournals vom 11. April 2026

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Und hier ein kurzer Mitschnitt aus dem rbb-Fernsehen – „Der Tag“ vom 10.04.2026 (Vorbericht)

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Besucher kam aus Nebelin

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Hallo liebe Storchennest Fohrde-Fans!

Ich weiß, wie schnell Infos im Gästebuch untergehen können, also habe ich Tinas Gästebucheintrag über den beringten Besucher kurzerhand als Beitrag gespeichert. So geht nichts verloren!

Ein riesiges Dankeschön an Tina für die tollen Infos!

Viele Grüße,

Lars

Liebe Nestgucker,

vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere von Euch an den beringten Besucher vom  10. Juli.
Wir haben die Sichtung an die Beringungszentrale Hiddensee gemeldet und jetzt tatsächlich eine Antwort erhalten.

Es ist ein Zweijähriger, der 2023 in der Prignitz geboren ist und mit 3 Geschwistern aufwachsen durfte. Eine Wahnsinnsleistung der Eltern, 4 Junge groß zu kriegen!

Den Geburtsort Nebelin habe ich auch über den Besuch in Fohrde informiert.  Sie freuen sich bestimmt, dass es einem ihrer Storchenkinder gut geht.

Vielleicht hat er sich hier nach einem Horst umgesehen, kommt im nächsten Jahr wieder und brütet hier irgendwo.

Alles Gute, kleiner Nebeliner! ❤️

Otto von Fohrde fliegt! 🙏🏻

Otto von Fohrde fliegt! 🙏🏻

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Alle Infos findet ihr auf der Homepage vom Storchenhof Loburg! https://storchenhof-loburg.de/patentiere-news-details/otto-von-fohrde.html