19.06.2020 – Was fällt euch denn ein, mich alleine zu lassen???

Die hohen Temperaturen hatten sich verabschiedet, dafür hatte Familie Storch jetzt wieder ein nasses Nest. Irgendwie passt es einfach nicht smile. Und Papa Ben scheint sein Küken auf das Alleinesein zu trainieren, denn um 4:53 Uhr verließ er wieder das Nest, obwohl Lilly noch nicht anwesend war. Die Storchenmutter flog aber um 4:54 Uhr ein, sodass sie schon im Anflug gewesen sein musste, als Ben vom Nest abhob.

 

 

 

 

Lilly brachte dem Küken das erste Frühstück und blieb bis um sechs Uhr auf dem Nest.

 

 

Die Bildqualität leidet

Durch den Regen war auf den Fotos kaum etwas zu sehen und da sich das Wetter bis in den späten Morgen nicht änderte, gab es nicht viel zu sehen. Zusätzlich zu den Regentropfen befindet sich jetzt auf der Kamera ein Fleck, der im rechten oberen Bereich bei jedem Bild für unscharfe Aufnahmen sorgt.

 

 

Lilly flog in den Regen hinaus und Ben widmete sich dem Küken.

 

 

Es sah alles ein wenig trostlos aus – ein nasses Nest, zwei triefende Störche und Dauerregen. Die Störche standen die meiste Zeit bewegungslos da. Glücklicherweise hat Junior jetzt schon einige Federn, an denen das Wasser abperlen kann. Dadurch geht der Regen nicht mehr bis auf die Haut durch, wie es noch vor einer Woche der Fall war.

 

 

Regenwetter und Langeweile

Um sieben Uhr hatte Lilly das Nest übernommen. Die beiden Störche warteten das Ende des Regens ab und gegen acht Uhr gab es wieder klare Sicht auf die Störche. Nun hieß es, auf etwas Wind und ein paar Sonnenstrahlen warten, die die Federn trocknen würden. Aber am Vormittag riss die Wolkendecke nicht auf.

 

 

 

 

Um zehn Uhr waren alle drei Störche für eine halbe Stunde gemeinsam auf dem Nest versammelt. Anschließend flog Lilly auf Futtersuche.

 

 

 

 

Kurz vor elf Uhr wurde das Küken mit Würmern gefüttert, die im Moment wieder reichlich zu bekommen sind.

 

 

 

Anschließend stand Lilly im Nest, während das Küken mit seinen Stehübungen beschäftigt war. Seine Toilettengänge werden immer sicherer und es schafft den Hin- und auch den Rückweg ohne Umfallen. Aber noch sind die Bewegungen wackelig und das “leichte” Übergewicht trägt seinen Teil dazu bei. Im Sitzen ist die Welt noch immer am sichersten.

 

 

 

 

Fressen mit Nachschlag

Um halb eins konnte man sehen, dass das Nest zu trocknen begann. Das Küken bekam erneut etwas Fressbares und bettelte den Storchenpapa um einen Nachschlag an. Die erste Portion war etwas klein gewesen, sodass das Küken mehr verlangte und auch bekam. Anschließend ruhte sich der Krümel bei einem Mittagsschläfchen aus. Das Stroh war schon ein wenig trockener und das Küken legte sich der Länge nach hinein.

 

 

 

 

 

Die Pause dauerte nicht lange und das Küken war wieder munter. Jetzt begann Ben, das Nest zu untersuchen und an den Ästen zu rütteln. Das Küken machte es ihm nach und mit vereinten Kräften stellten Storchenpapa und Nachwuchs die Astordnung wieder her. Lilly würde stolz auf sie sein.

 

 

 

 

 

Junior legte eine Verschnaufpause ein, während Ben auf Lilly und die Ablösung wartete. Die Störchin kehrte kurz nach zwei Uhr ins Nest zurück, weshalb Junior seinen Mittagsschlaf spontan beendete. Mama sollte das mitgebrachte Essen ja nicht selbst verdauen.

 

 

 

Lilly verringert den Heupferdchenbestand

Die Störchin kämpfte wieder mit dem Ausschütten der Nahrung, während das Küken versuchte, ihr ständig in den Schnabel zu greifen. Lilly müsste nur ihren Schnabel öffnen und Junior würde sich alles selbst herausholen. Als Heupferdchen auf den Nestboden purzelten, ließ das Küken vom Schnabel der Storchenmutter ab und diese konnte ohne weitere Schnabelhiebe ihre Beute hervorwürgen.

 

 

 

Alle erwischt?

Lilly und Junior hatten noch eine ganze Weile zu tun, um das Futter restlos einzusammeln. Zwischen den Strohhalmen fand sich immer wieder ein einzelner Happen, der beim gierigen Fressen übersehen wurde. Die Frage war nur, wer beim Suchen und Finden schneller war, denn Lilly stopfte sich auch alles in den Schnabel, was auf den Nestboden herumlag.

 

 

 

Die graue Wolkendecke riss auch am Nachmittag nicht auf. Zudem kam Wind auf, der die Störche richtig durchpustete und dafür sorgte, dass das Nest teilweise ins Wackeln kam.

 

 

Junior legte sich sicherheithalber flach auf den Nestboden, um so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten.

 

 

 

Als der Wind ein wenig nachließ, versuchte sich Junior mit einigen Flugübungen. Der Storch klappte aber sehr schnell seine Flügel wieder ein, nachdem ihn der Wind fast vom Nest tragen wollte. Für seine Übungen sollte er sich windstille Tage aussuchen, die ungefährlich sind.

 

 

Der Vorteil vom Schlafen im Stehen

Lilly und das Küken gönnten sich einen Blick in die Umgebung, um zu schauen, ob es dort unten auch so nass wie bei ihnen war smile. Die Störche konnten nur abwarten und sich die Zeit auf dem Nest vertreiben. Lilly blieb lieber stehen, um sich keinen nassen Bauch zu holen, während das Küken sich zum Schlafen hinlegen musste.

 

 

 

 

Ben löste Lilly um halb fünf ab und das Küken bekam ein Trostpflaster in Form von Futter. Solange es nicht regnet und Futter gibt, scheint alles einigermaßen in Ordnung.

 

 

 

 

Na, was haben wir denn da? Juniors heutige Freizeitbeschäftigung bestand ausschließlich darin, Futterreste auf dem Nestboden zu suchen. Lilly half ihm dabei, aber das wollte Junior gar nicht. Er hätte die Reste lieber für sich alleine gehabt und Mama sollte sich eine eigene Beschäftigung suchen.

 

 

 

 

Heftige Windböen

Nachdem der Nestboden gründlich gesäubert worden war, probierte Junior noch einmal das Flügelschlagen. Der Wind hatte am frühen Abend wieder nachgelassen, sodass keine Gefahr für das Küken bestand. Interessanterweise frischt der Wind immer aus dem Nichts auf, lässt das Nest erzittern und eine Stunde später ist nicht ein Lufthauch zu spüren. Immerhin blieb der Regen heute trotz dicker Wolken aus, sodass Familie Storch wenigstens ein einigermaßen trockenes Nest für die Nacht hatte.

 

 

Schon wieder, Papa!!

Was fällt denn unserem Storchenpapa nur ein? Um halb neun ließ er das Küken wieder alleine im Nest sitzen und diesmal war Lilly weit und breit nicht in Sicht. Ben scheint das Junggesellenleben zu gefallen – die Nächte verbringt er auf dem zweiten Nest, das Küken lässt nur er alleine… Was den Storch da wohl gebissen hat??

 

Ben flatterte um 20:26 Uhr aus dem Nest und bis 20: 40 Uhr saß Junior alleine im Stroh und harrte der Dinge, die da kommen oder eben auch nicht.

 

 

 

Lilly verbrachte den Abend mit dem Küken im Nest, während sich Ben im Umland herumtrieb und anschließend für die Nacht im zweiten Nest Quartier bezog.

 

 

 

Wir wünschen eine gute Nacht und sind morgen wieder bei euch!

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