29.06.2020 – Mama und Papa blieben daheim und die kleinen Meisen starten in die große Welt

Heute sollte angenehmes Storchenwetter werden – warm, ab und zu Sonnenschein und Regen, um die Würmer aus der Erde zu locken. Aber zuerst saß Junior wieder alleine im Nest und wartete auf seine morgendliche Verpflegung.

 

 

 

 

Die ließ auch nicht lange auf sich warten, denn Ben tauchte um halb sieben mit frischem Stroh und Frühstück auf.

 

 

 

 

 

Lilly hatte eine Stunde später das Nest übernommen. Wenn Mutter und Kind wie im Bild nebeneinandersitzen und ein Schnabel nicht zu sehen ist, könnte man Junior schon für ein erwachsenes Tier halten. Er oder sie ist nur ein wenig sauberer. smile

 

 

 

Junior und die Spinne

“Du krabbelst den ganzen Tag in meiner Nähe herum. Bist du eigentlich etwas zu fressen??”

Das Küken saß heute Vormittag mit zur Seite gelegtem Kopf, schaute direkt in die Kamera und beobachtete anscheinend die Spinne bei ihrer Netzweberei. Könnte Junior schon auf die Kamera hopsen, wären Agathes Tage wahrscheinlich gezählt.

 

 

Weg war die Spinne und es gab wieder freie Sicht auf das Küken.

 

 

Heute verbrachten beide Storcheneltern viel Zeit bei ihrem Nachwuchs. Sehr zur Freude des Kükens. Es ist auch viel schöner, Zuschauer bei seinen Dehnungs- und Flugübungen zu haben.

 

 

 

Gibt es noch meeeeeehr???

Zwischendurch gab es Nachschub für das Bäuchlein. Das Riesenbeutetier müsste eine Ratte gewesen sein, denn Maulwürfe sind kleiner. Aber selbst das reichte Junior nicht. Er hätte lieber drei oder gar vier Stück verdrückt und angelte gierig nach dem Schnabel des Alttieres, als dieses einen kleinen Rest der Beute in den eigenen Magen wandern ließ.

 

 

 

Nach dem reichlichen Frühstück herrschte einträchtige Ruhe im Storchennest. Lilly und Junior verdauten ihr Futter und das Küken sackte in einen halbstündigen Verdauungsschlaf.

 

 

 

Anschließend übernahm Ben die Wache im Storchennest. Nach einer Viertelstunde war vom Storchenpapa nichts mehr zu sehen, aber der Schatten am linken Nestrand verriet seinen Standort. Ben hatte den Kamerasitzplatz bezogen und hütete von dort oben seinen Nachwuchs.

 

 

 

 

 

25 Minuten später flatterte er wieder in das Nest hinab, um Lilly zu begrüßen, die gerade im Anflug war.

 

 

 

 

Alles wieder wie früher smile

Lilly verbrachte den Vormittag beim Küken und Junior schien die Zeit mit der Mutter sichtlich zu genießen. Der Himmel war wolkenverhangen, ab und zu kamen einige Sonnenstrahlen hervor und wärmten die Störche, aber die große Hitze blieb heute glücklicherweise aus, sodass sich die Störche pudelwohl fühlen konnten.

 

 

 

 

Um halb zwölf breitete Junior wieder seine Schwingen aus und flatterte im Nest umher. Bisher stand das Küken bei diesen Flugversuchen fest auf dem Boden, jetzt beginnt es, dabei auch in die Luft zu hüpfen.

 

 

 

Auch wenn man schon fliegen kann, muss man sich um Flügel und Beine kümmern. smile

 

 

 

 

Bergeweise Futter

Aber es ist viel interessanter, wenn Mama ihren Schnabel öffnet. Das Mittag war gegen 13 Uhr schon längst verdaut, daher zauberte Lilly aus ihrem Schnabel eine Horde Heupferdchen hervor. Junior schlug aufgeregt mit den Flügeln, denn diese Form von Proteinen scheint zu seinen Lieblingsspeisen zu gehören.

 

 

 

 

 

Inzwischen war Ben wieder eingeflogen und auf diesem Bild sieht man, wie “dünn” seine weißen Rückenfedern geworden sind. Dem Küken ist es aber egal, wie Papa Ben auf der Rückseite aussieht, Hauptsache er ist anwesend. smile

 

 

 

Dafür zeigte ihm Junior, wie sicher er schon auf seinen immer länger werdenden Beinen war und flatterte ihm einige Flugübungen vor.

 

 

 

Duschen – aber diesmal ungewollt

Eine halbe Stunde später erwischte es beide Störche auf dem Nest. Der erste von zwei heftigen Regengüssen ging über Fohrde nieder. Nach zwanzig Minuten wurde das Wasser wieder abgestellt und Ben machte sich auf den Weg, um fressbare Sachen zu organisieren.

 

 

 

 

 

Noch ein wenig mit den Flügeln schlagen, um das Wasser aus den Federn zu schleudern und dann wartete Junior auf ein paar Sonnenstrahlen, die seine Federn trockneten.

 

 

 

Die bekam der kleine Storch auch, denn die Wolkendecke riss auf und trocknete das Nest samt Küken.

 

 

 

Um 16 Uhr war das Küken wieder hergestellt und spähte in die Umgebung, ob ein großer Storch zu sehen sei, der Futter bringt. Es musste sich noch eine halbe Stunde gedulden, dann bekam es mehrere Ratten und Mäuse serviert.

 

 

 

 

 

 

 

Nur nicht verschlafen!!

Satt, zufrieden und bewacht machte es sich das Storchenkind im Nest gemütlich und verschlief die nächsten dreißig Minuten. Dann musste es schnell aufwachen, um den nächsten Schichtwechsel nicht zu verpassen, der immer Futter bedeutet.

 

 

 

Ben brachte pünktlich das Abendbrot vorbei und das Küken hatte auch für heute ganz sicher sein Futtersoll erhalten und überstiegen.

 

 

 

 

Bis 18 Uhr hatte das Wetter gehalten, dann zog der nächste Regen auf. Ben flog pünktlich ein, um dem Küken Gesellschaft zu leisten und wartete mit ihm den nächsten Regenguss ab.

 

 

 

 

 

 

Anschließend waren beide Störche außer Haus und Junior musste sich den restlichen Abend alleine im Nest amüsieren. Die Storcheneltern flogen los, um den eigenen Magen für die Nacht zu füllen.

 

 

 

 

Lilly landete erst kurz vor halb elf auf dem Nest, während Ben schon früher zurückgekehrt war.

 

 

Der Storchenpapa war bereits um neun Uhr im zweiten Nest gelandet und hatte von dort einen Blick auf das Küken.

 

 

Um zehn Uhr zeigte die Kamera, dass nur das Küken die Stellung in den Fohrder Storchennestern hielt. Lilly flog eine halbe Stunde später zur Nachtruhe ein und verbrachte diesmal wieder die ganze Nacht beim Küken, wie der Blick durch das Spinnennetz erkennen ließ. Ben hatte also heute Nacht sturmfreie Bude und konnte nach Herzenslust ausschlafen smile.

 

 

 

Wir wünschen eine gute und trockene Nacht!

 

 

 

Noch ein Blick ins Meisennest:

Heute Morgen hatte die erste Meise das Nest verlassen. Anschließend herrschte helle Aufregung im Nistkasten. Alle Tiere wollten das kleine Loch erreichen, das in die Freiheit führte. Die restlichen sieben Vögelchen hopsten durcheinander, flatterten zum Ausflugsloch empor, purzelten wieder hinunter und benutzten sich gegenseitig als Trampolin und Landematte.

 

Zwischen zehn und zwölf Uhr gelang es weiteren vier Jungtieren, das Loch zu erklimmen und aus dem Nistkasten zu fliegen. Die restlichen drei Meisen hatten plötzlich viel Platz im Nest und waren (noch) nicht sonderlich an einem Ausstieg interessiert. Sie machten es sich diese Nacht noch einmal im Nest gemütlich, um ohne Platzmangel eine trockene und warme Nacht zu verbringen. Auch zu dritt wurden sie weiterhin von den Eltern gefüttert, die sich ihre Arbeit heute aufteilen mussten. Fünf Meisenkinder wurden draußen versorgt, die drei Nachzügler bekamen Futter im Nest. Morgen werden sicher auch sie in die Freiheit entfliegen.

 

 

 

 

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