24.6.2019 – Getrennte Betten

5 Uhr früh und die Küken sind wach. Ben und Leni sind noch unterwegs und die Storchenkinder müssen sich ein wenig gedulden.

 


 

 

Der wolkenlose Himmel versprach einen sehr heißen Tag, deshalb musste es schnell Frühstück geben, um den Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten. Mama Leni brachte auch ein Frühstück, das aus undefinierbaren Kleinsttieren bestand. Daher bekamen beide Küken eine gleich große Portion und genügend Flüssigkeit.

 

 

 

Als Papa Ben einflog, begutachtete dieser erst einmal eine halbe Stunde die Umgebung, bevor er die Jungen fütterte. Diese beknabberten sich derweil gegenseitig an den Schnäbeln, in der Hoffnung, dass etwas Essbares rauskommen würde.

 

 

 

 

 

 

Immer in Reichweite:

Ein Elternteil steht auf der Kameraabdeckung. Hier sieht man den Schatten von Ben.

 

 

Den restlichen Vormittag gab es niedliche Bilder der Storchenkinder. Der Nestboden wurde von beiden gründlich nach Reststücken des Futters untersucht, jede Blickrichtung wurde ausprobiert und durch das Nest gewatschelt.

 

 

 

 

 

 

Pünktlich zur Mittagszeit tauchte Papa Ben auf. Die Küken bedrängten ihn so sehr, dass er nach der ersten Portion Futter noch einen Nachschlag hervorwürgte. Anschließend verließ er sofort das Nest, um erneut auf Futtersuche zu gehen. Weit brauchten die Störche heute nicht zu fliegen, denn auf den direkt neben dem Horst liegenden Äckern wurde umgegraben. Da brauchte man die Würmer und Kleintiere nur noch einsammeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

Keine zwanzig Minuten später tauchte Leni im Nest auf. Die Jungen stürzten sich auf sie, als ob sie den ganzen Tag noch nichts zu fressen bekommen hätten. Dabei müssen die Storcheneltern häufig derbe Schnabelhiebe der Jungtiere einstecken, die im Eifer des Gefechts oft nicht nur den Schnabel treffen.

 

 

 

 

 

 

Anschließend stürzte sich Leni ebenfalls schnell vom Nest, um wieder Ruhe zu haben.

 

 

Wasser marsch!

Nachmittags wurde es dann richtig warm. Deshalb brachte Papa Ben auch Wasser mit, das die Küken dankbar annahmen.

 

 

 

 

Anschließend wurde auch unter den Flügelchen gelüftet…

 

 

… und dann hieß es auf den Abend und kühle Luft warten.

 

 

Gegen fünf Uhr nachmittags brachte Papa Ben Algen ins Nest. Er war wohl an einem Teich unterwegs gewesen und brachte neben Wasser auch „Grünzeug“ mit. Auch er hatte Würmer, Käfer und feuchte Nahrung mitgebracht, um den Flüssigkeitsverlust bei den tropischen Temperaturen auszugleichen. Auf den Bildern lässt sich gut erkennen, wie sehr die Flügel in den letzten Tagen gewachsen sind. Im ausgestreckten Zustand erreichen sie schon eine beträchtliche Spannweite.

 

 

 

 

 

 

 

Nach so viel Fresserei muss man den Bauch aber wirklich ausruhen…

 

 

 

 

… denn auch das Abendbrot muss noch hinein.

 

 

 

 

Trotz sengender Temperaturen – die Küken stehen sehr gut im Futter. Und haben sich die heutige Nachtruhe redlich verdient smile. Mama Leni und Papa Ben bevorzugen heute ein von den Küken getrenntes Schlafzimmer, aber ihnen sei die Zweisamkeit nach so viel Versorgungsarbeit von Herzen gegönnt smile.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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