15.8.2019 – Ein fremder Storch geht baden

Um halb sechs standen die Küken aufgeplustert im Nest. Temperaturen um die 14 Grad waren nicht gerade kuschelig warm, also musste man etwas nachhelfen.

 

 

 

Der Himmel zeigte sich dick verhangen und ließ keine Sonnenstrahlen durch.

 

 

 

 

Daher flogen die Küken um halb sieben vom Nest. Vielleicht sah die Welt anderswo etwas sonniger aus?

 

 

 

Einfliegen zum Frühstück!

Um neun Uhr tauchte Leni im Nest auf. Die Küken, die sich auf der angrenzenden Wiese aufhielten, hatten die anfliegende Mutter erspäht und folgten ihr auf das Nest. Kaum war das erste Küken gelandet, schwang sich Leni wieder vom Nest, während das zweite Küken ebenfalls im Landeanflug war.

 

 

 

 

 

Drei Minuten später war Leni wieder da. Sie hatte schnell noch einen Abstecher auf die Pferdekoppel gemacht, auf der Strohhaufen aufgeschüttet liegen. Dort mauste sie von dem Stroh und brachte es mit in das Nest.

 

 

 

Fünfzig Minuten später lieferte Ben brav sein Frühstück im Nest ab. Auf dem Speiseplan stand proteinhaltige Kost in Form von Larven und Heuhüpfern. Man kann ja nicht jeden Tag Maus und Ratte servieren 😃.

 

 

Nach zweimal Frühstück blieben die Küken trotzdem auf dem Nest. Man kann ja nie wissen 😄. Söckchen nahm wieder seinen Lieblingsplatz ein und hopste auf die Kameraabdeckung. Dort hielt es eine halbe Stunde aus, bis es sich dann doch in Richtung Wiese verabschiedete. Das ältere Küken schloss sich an und segelte ebenfalls vom Nest.

 

 

 

 

 

Das Mittag wurde kurz vor zwölf Uhr ins Nest geflogen. Heute standen vorrangig Proteine auf dem Speiseplan, denn auch das Mittag setzte sich aus kleinen Würmern und den grünen Heupferdchen zusammen.

 

 

 

 

Gleich nach der Fütterung verließen beide Küken das Nest und es dauerte eine Stunde, bis sie wieder einflogen. Wobei das ältere Küken mit einer fast artistischen Leistung landete.

 

 

 

 

 

Die Küken sind mittlerweile riesig

Anschließend wurde gekuschelt. Beide Küken sehen mittlerweile „riesig“ aus, wenn sie auf dem Boden liegen und zu zweit fast das ganze Nest ausfüllen. Vor knapp drei Monaten war es ein Erlebnis, wenn man ein wackelndes Köpfchen über der Grasmulde auftauchen sah. Zu dritt oder viert hätten die Küken jetzt kaum noch Platz in dem großen Nest.

 

 

 

 

Um halb drei waren die Küken wieder ausgeruht und munter. Deshalb nichts wie in die Luft und auf die Wiesen. Neben den Fütterungen durch die Eltern macht sich ein Happen zwischendurch doch sehr gut.

 

 

 

Ein fremder Badegast

Um drei Uhr bekam das Storchennest Besuch von einem fremden Storch. Der Beinfarbe nach zu urteilen, muss es sich um einen fremden Jungstorch gehandelt haben, der bei seinen ersten Fischfangzügen komplett ins Wasser gefallen war. Bens Storchenbeine haben einen viel intensiveren Rotton und unser älteres Küken war es auch nicht, weil das Rot der Beine bei dem fremden Storch schon mehr verteilt war, als es bei Junior 1 der Fall ist.

 

 

Der nasse Storch versuchte, das Wasser aus den Federn zu schütteln. Mit ausgebreiteten Flügeln stand er im Nest oder lief dort seine Runden, um zu trocknen. Er muss wirklich komplett baden gewesen sein, denn er war an allen Stellen des Körpers bis auf die Haut durchnässt.

 

 

 

 

 

 

Um halb vier flogen unsere Küken wieder ein, nachdem der fremde Storch das Nest verlassen hatte. Die Storchenkinder nutzten das Nest aber nur für einen kurzen Stopp und waren drei Minuten später schon wieder verschwunden.

 

 

 

Keiner zu Hause

Als Ben um sechs Uhr abends das Abendbrot bringen wollte, war niemand zu Hause. Die Küken hatten den Nachmittag außerhalb des Nestes verbracht. Ben schaute sich um, wartete zehn Minuten und flog dann vom Nest. Natürlich trudelten die Küken nur drei Minuten später ein, aber da war Ben schon wieder verschwunden.

 

 

 

 

 

Da der Storchenvater nicht mehr zurückkam, legten sich die Küken sicherheitshalber ins Nest. Die Fütterung verpassen? Das geht gar nicht.

 

 

 

 

Halb sieben:

 

Halb acht:

 

Acht Uhr:

 

Halb neun:

 

Die Küken waren eisern. Das Nest wurde nicht mehr verlassen. Aufstehen nur in Ausnahmesituationen, wobei sich Söckchen zum Austreten rückwärts an den Nestrand vorarbeitete und dann fast vom Nest fiel, weil der letzte Schritt ins Leere ging.

 

 

 

 

Um halb zehn war Zapfenstreich. Mama Leni flog ein letztes Mal ein, um ihren Küken einen vollen Bauch zu bescheren. Immerhin waren sie heute wieder den ganzen Tag unterwegs gewesen und hatten sich in der Futtersuche geübt.

 

 

 

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