12.7.2019 – Swimmingpool für die Küken und Futter im Teich


Nachts um drei Uhr begann es fürchterlich zu regnen. Über 1,5 Stunden schüttete es vom Himmel. Dementsprechend gebadet sahen unsere Störche am Morgen aus.

 

 

 

 

Als Leni kurz nach sechs Uhr mit etwas Heu im Nest auftauchte, wurde sie von zwei pitschnassen Küken empfangen. Für das Füttern war das heutige Regenwetter jedoch vorteilhaft. Die Storcheneltern sammelten vormittags die Würmer nur im Schnabel ein und schütteten diese den Küken dann vor die Füße. So war ihr Kopf immer in Sicherheit.

 

 

 

 

 

Eine halbe Stunde später ließ auch Ben die großen Würmer auf die Küken regnen.

 

 

 

So hübsch sah unser Storchennachwuchs am Vormittag aus:

 

 

 

Leni brachte noch mehr Stroh mit, das aber ebenso nass wie das Nest war.

 

 

So richtig wussten die Küken nichts damit anzufangen – sollte es als Spielzeug dienen und zur Renovierung des Nestes?

Papa Ben brachte noch einen Zweig vorbei. Würmer natürlich auch. An denen waren die Küken sichtlich mehr interessiert, als an der Pflanze.

 

 

 

 

 

Trocknen vor dem nächsten Guss

Bis zum Mittag trockneten die Jungen und das Nest. Zeitweilig kam die Sonne durch und wärmte die Storchenkinder. Eigentlich war jetzt ausreichend Regen gefallen, aber die Natur bescherte mittags den nächsten Regenguss und damit eine erneute Dusche für die gerade gereinigten und getrockneten Störche.

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Schauer dauerte zum Glück nur eine halbe Stunden, danach schien sofort wieder die Sonne. Und das nächste Mittagbrot kam auch eingeflogen.

 

 

 

 

 

 

Gut gesättigt kümmerten sich die Storchenkinder am Nachmittag um die Gefiederpflege. Alle Federn mussten geordnet und gefettet werden. Die Sonne trocknete die Störche und das Nest und alles schien perfekt.

 

 

 

 

 

 

 

Bis sich die nächsten Wolken zu einem Gewitter zusammenzogen.

 

 

 

 

 

Bevor die Katastrophe hereinbrach, gab es es noch schnell etwas Futter.

 

 

 

 

Land unter im Storchennest

Das war auch gut so, denn ihre nächste Mahlzeit würden die Küken sich aus einem Teich fischen müssen. Kurz nach vier Uhr brach das Unwetter los. Es begann, wie aus Kübeln zu schütten. Anfangs standen die Küken noch aufrecht im Nest, aber durch den aufkommenden Wind wurden sie selbst im Sitzen umgepustet. Da hieß es, sich flach auf den Boden legen und abwarten.

 

 

 

 

Das Nest wurde immer nasser und plötzlich begann sich im Nest ein Teich zu bilden. Erst entstand nur eine kleine Pfütze in der Mitte des Nestes – dort wo sich die Kuhle befand, in der die Küken immer liegen. Dann wurde es mehr Wasser und mehr Wasser und noch mehr Wasser, das nicht ablief. Bis beide Küken ihren eigenen Swimmingpool im Nest hatten.

 

 

 

 

 

Das Gewitter war nach gut einer Stunde abgeklungen, aber es nieselte weiter vor sich hin. Die Küken saßen im Wasser und sahen sich die Bescherung an.

 

 

 

Leni tauchte sofort im Nest auf und brachte Futter, flog anschließend aber sofort wieder los und ließ die Küken in ihrem Badeteich zurück. Beim Füttern hatte sie das Problem, dass es keinen trockenen Fleck für das Essen gab, daher landete der größte Teil im Wasser. Die Küken durften heute also die Erfahrung machen, wie man sich sein Essen im Wasser sucht. Ein wenig waten – mit dem Schnabel ins Wasser stechen – und mit etwas Glück etwas Fressbares aus dem Wasser fischen.

 

 

 

 

Trinkwasser zur freien Verfügung

An Wasser zum Baden mangelte es heute also nicht. Trinkwasser war durch den Teich im Nest auch reichlich vorhanden. Allerdings versickerte das Wasser innerhalb einer Stunde wieder und mit ihm die Badestelle.

Das Nest war nun völlig durchweicht und die Küken sahen aus, als hätten sie geduscht und sich anschließend im Schlamm gewälzt.

 

 

 

 

 

 

Leni begutachtete in der Zwischenzeit das elterliche Nest, das ebenso durchweicht, aber ohne eigenen Hausteich war.

 

 

Unsere Küken saßen sehr unzufrieden in ihrem nassen Nest, aber heute Nacht heißt es, die Schnäbel zusammenbeißen. Das Wasser im Nest war kurz nach fünf Uhr abgelaufen, dann war es „nur noch“ schlammig.

 

 

 

 

 

Für morgen wünschen wir ganz viel Sonne, um die Nester zu trocknen. Schlaft gut, ihr vier Störche.

 

 

 

 

 

 

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Brigitte

Das war ja gestern ein aufregender Tag für die Störche, klitschnaß geworden. So doll wie in Fohrde hat es bei uns nicht geregnet. War bestimmt nicht sehr angenehm in der Nacht. Danke wieder für die schönen Bilder und die Kommentare von Ev. Heute scheint gottseidank die Sonne, die Störche und das Nest werden wohl trocken werden. smile

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