02.08.2020 – Ein verregneter Sonntag

Heute gab es viel Regen und dementsprechend wolkenverhangen begann der Sonntag. Die Storcheneltern hatten auf dem ersten Nest ausgeschlafen und Lilly startete um halb fünf. Ben blieb noch ein wenig länger, wie jeden Morgen.

 

 

 

 

Er besah sich den Nestrand und entschied sich zu einem weiteren Schläfchen. Es gab ja sonst nichts zu tun.

 

 

 

Aber dann kribbelte es ihm im Schnabel und er musste unbedingt ein wenig herumwerkeln. Wenn Lilly nicht da ist, nimmt ihm nämlich niemand die Stöckchen weg.

 

 

 

Kurz nach 6 Uhr verließ auch er das Nest, während Junior noch immer auf dem zweiten Horst saß.

 

 

 

Junior zieht wieder um

Nachdem Ben das Nest verlassen hatte, machte sich Junior auf den Weg, um sein Kinderzimmer zurückzuerobern. Die nächste Nacht würde er sich sein Nest nicht wieder wegnehmen lassen. Das war viel schöner und komfortabler.

 

 

 

 

Alle sind verschwunden

Dann begann es auch noch, ein wenig zu regnen und alle Störche waren von den Nestern verschwunden. Junior konnte jetzt auf Würmersuche gehen und sich den Bauch vollschlagen. Bis 14 Uhr war niemand auf den Nestern zu sehen, dann flatterten ein Alttier und Junior ein.

 

 

 

 

Schnell auf dem zweiten Nest landen, damit Junior es nicht besetzen kann. Aber der Jungstorch hatte gar keine Lust dazu.

 

 

 

Dann zum ersten Nest fliegen und dort mit dem Trocknen beginnen. Die Tiere hielten sich bis 15 Uhr im Nest auf, dann waren erneut alle Störche verschwunden.

Heute gab es kaum etwas zu berichten. Waren die Tiere daheim, standen sie auf unterschiedlichen Nestern und wurden entweder durch den Regen geduscht oder waren beim Trocknen. Und damit war der Tag auch schon vorbei. smile

 

 

 

 

 

„Hab ich den Futterexpress etwa verpasst??“

Junior tauchte kurz vor 17 Uhr auf und stellte sich ins Nest. Irgendwer würde schon vorbeikommen und ihm einen Happen abgeben. Oder nicht??

 

 

 

 

Das Storchenkind musste sich noch bis kurz nach halb acht gedulden, dann flog Lilly ein und servierte Heupferdchen. Doch dem Küken ging das viel zu langsam, bis alle Heuhüpfer aus dem Hals hervorgekommen waren. Richtig satt dürfte die Miniportion auch nicht gemacht haben und ob das Alttier bei Juniors Attacke alle Tiere ausspucken konnte, bleibt auch fraglich. Der Wicht bleibt einfach nicht geduldig sitzen und wartet auf das Futter, sondern ist mit seinem gierigen Schnabel mittlerweile „gefährlich“.

 

 

 

 

Junior hätte sich sein Futter gerne selbst aus dem Schnabel gefischt. Aber da spielte das Alttier nicht mit. Der Kopf ging immer wieder in die Höhe, wenn Junior den Storch zu sehr bedrängte. Unser Nachwuchs hat Glück, dass seine Eltern die Schnabelattacken noch aushalten.

 

 

„Immer schön 1,50 m Abstand halten, Junior.

 

 

 

Beim Fressen darf auch einmal gekuschelt werden.

 

 

 

 

„Alles aufgefuttert und jetzt?? Wo bleibt der Rest??“

 

 

Jetzt gab es ein Schläfchen im Nest. Mehr passierte heute nicht. Die meiste Zeit waren unsere Störche außer Haus, stromerten in der Gegend herum und versuchten, dem Regen zu entkommen.

 

 

 

 

Regen und ein Fremdstorch – und das am Abend!

Gegen halb neun verfinsterte sich der Himmel und alles wurde verfrüht dunkel. Lilly war beim Küken aufgetaucht, weil sie sich durch einen herumfliegenden Fremdstorch gestört fühlte. Der machte jedoch weiterhin seine Rundflüge und sauste direkt am Nest vorbei. Sehr zu Lillys Leidwesen.

 

 

 

„Mama, der will doch hier nicht etwa landen?!“

 

 

 

„Du sollst den Storch nicht begrüßen, Junior! Das ist nicht Papa!“

 

 

Und hier noch die Szene aus der Baumkameraperspektive

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Störche gegen einen Fremden

Kurz darauf war Lilly im zweiten Nest zu sehen. Noch ein kurzes Klappern und Ben kam auf ihren Ruf sofort herbeigeflogenhatten. Die Tiere standen lange dort und beklapperten den frechen Storch, der es sich einfallen ließ, hier die Ruhe zu stören. Und das zu einer Uhrzeit, zu der Ben schon lange in den Federn liegen wollte.

 

 

 

 

Da musste ein wirklich lautes Geklapper her, denn der Kollege schien von unserem Storchenpaar nur wenig beeindruckt.

 

 

 

 

 

Schlafenszeit

Nach einem wirklich komplett ereignislosen Tag wurde die Nachtruhe eingeläutet. Junior war wieder in seinem Kinderzimmer und Ben und Lilly bezogen das zweite Nest. Alles war wie gewohnt.

 

 

Diesmal stand Lilly um halb zehn mit Ben zusammen im Nest und war nicht auf einem Nachtflug unterwegs. Daher konnte sich Ben sofort schlafen legen und sich von Lilly bewachen lassen.

 

 

Junior starrte dagegen die ganze Zeit zum zweiten Nest hinüber, was da wohl passierte? Mehr Futter würde es heute nicht geben, so viel war klar. Daher klappte auch er nach einer Weile die Augen zu und träumte wahrscheinlich von früheren Zeiten, als es noch Futter ohne Anstrengung und im Überfluss gab. smile

 

 

 

Schlaf gut, kleiner Storch.

 

 

Und habt eine friedliche Nacht, ihr Großen!

 

 

 

 

 

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