01.08.2020 – Ehekrach im Storchennest?

Nachdem Lilly die Nacht außer Haus verbracht hatte, begann der Betrieb im Storchennest trotzdem um 5 Uhr. Junior flog umgehend vom Nest, während Ben noch überlegte, wo Lilly abgeblieben war.

 

 

 

 

 

 

Wo steckt Lilly??

Deshalb machte der Storchenpapa einen Abstecher zum ersten Nest. Vielleicht war Lilly ja hier? Aber Fehlanzeige, auch dieses Nest war leer. Was hatte er bloß falsch gemacht, dass der Haussegen schief hing?

 

 

 

Seine Gedankengänge wurden jedoch unterbrochen, da Junior Ben erspäht hatte und sofort eintrudelte. Allerdings bekam er Ben gleich von unten zu sehen, denn der große Storch begab sich sofort auf die Kamera und verschwand auch von dort nach wenigen Augenblicken.

 

 

 

 

Um 7:44 Uhr sah die Rollenverteilung immer noch so aus, dass Ben im zweiten Nest hockte und Junior sein Kinderzimmer bewachte. Von Lilly gab es jedoch weit und breit keine Spur.

 

 

 

Um halb neun kam Junior nachschauen, was Ben so trieb und ob dieser Langeweile hätte. Doch dieser wollte nicht gestört werden und machte sich sofort ins erste Nest auf.

 

 

Jetzt hatte Junior das zweite Nest für sich und keine Lust mehr, dem Altvogel hinterherzufliegen. Höflich war Papa Ben ja nicht gerade. Da sollte er auch alleine auf dem ersten Nest schmoren.

 

 

 

 

Das tat der große Storch auch und ließ sich von der Sonne braten.

 

 

 

Lilly im Anflug, doch der Haussegen hängt schief!

Bis er in der Ferne die anfliegende Lilly entdeckte.

 

 

 

10:23 Uhr und Familie Storch war wieder (glücklich?) vereint? Doch es gab ein kleines Problem. Anscheinend hatte Ben es geschafft, die Laune der Störchin zu trüben, weshalb diese die Nacht außerhalb verbracht hatte. Und richtig zufrieden war Lilly immer noch nicht, wie sich gleich zeigen sollte.

 

 

 

Vielleicht wollte Ben sich „entschuldigen“ oder einfach nur nett sein, jedenfalls umschmeichelte er die Störchin mit den typischen Auf- und Abbewegungen des Kopfes.

 

 

 

Zuerst schien Lilly noch ganz friedlich, aber plötzlich änderte die Störchin ihre Meinung. Ohne Vorwarnung gab es einen heftigen Schnabelhieb, der Ben völlig überraschend traf und fast vom Nest bugsierte. Der arme Kerl wusste nicht, wie ihm geschah – er war doch ganz lieb gewesen! Lilly hatte jedoch keine Lust auf Zärtlichkeitsbekundungen und hielt Ben kurzerhand auf Distanz.

 

 

 

 

Und hier das Drama im Schnelldurchlauf smile

 

 

 

Gleich darauf herrschte wieder Frieden. Lilly hatte ihre Meinung kundgetan und Ben hatte keine andere Wahl, als diese zu respektieren.

 

 

 

„Na gut, dann troll ich mich mal.“ Gesagt, getan und Ben hopste auf die Kamera, die jetzt zu einem Zufluchtsort vor Lilly wurde.

 

 

Da sich Ben abgeseilt hatte, machte Lilly einen Besuch auf dem zweiten Nest, wo sie von Junior empfangen wurde.

 

 

 

 

Lange nicht gesehen

Immerhin hatte die Störchin ihren Nachwuchs seit dem gestrigen Nachmittag nicht mehr gesehen, da konnte sie schon ein spätes Frühstück spendieren.

 

 

 

 

 

Mehr kam aber nicht zustande, denn nach der Fütterung war Lilly sofort verschwunden. Junior hielt es selbst bei den sommerlichen Temperaturen bis halb zwei auf dem Horst aus, dann machte er einen Abstecher zum ersten Nest, in dem sich Lilly einquartiert hatte.

 

 

 

Junior landet im ersten Nest und zeitgleich verabschiedet sich Lilly, um auf das zweite Nest zu fliegen. Deutlicher kann man es nicht mitgeteilt bekommen, dass man unerwünscht ist…

 

Schon wieder diese Störenfriede!

Beide Störche verbrachten eine Stunde auf getrennten Nestern, dann hatte sich Junior zur Futtersuche verabschiedet. Doch um halb drei trafen alle drei Störche wieder im Nest, denn man hatte es mit den täglich vorüberfliegenden Feinden zu tun.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend verabschiedete sich zuerst ein Alttier und wenige Augenblicke später der zweite Storch. Und Junior saß wieder alleine im Nest.

 

 

 

„Jaja, sitzt du mal auf deiner Kamera…“

 

 

Fünf Minuten später waren alle drei Störche schon wieder komplett versammelt und probten erneut den Aufstand.

 

 

Junior kannte mittlerweile das Ritual und ließ sich vorsichtshalber nieder. Die Eltern würden das auch gut alleine hinbekommen.

 

 

Wie erwartet verschwanden die Eltern umgehend, als die Luft im wahrsten Sinne des Wortes wieder rein war.

 

 

 

Junior sucht Anschluss

„Na gut, ich flieg dann mal los, vielleicht kümmert sich anderswo jemand um mich…“

 

 

 

Der Ausflug dauerte nur eine Runde ums Nest, dann war Junior wieder da. Lilly hatte sich nämlich in das Nest begeben und diese Chance wollte sich Junior nicht entgehen lassen. Futter gab es nicht und deshalb flog das Küken jetzt endgültig aus, um den knurrenden Magen zu besänftigen.

 

 

 

 

 

„Wir gehen dann mal ans Wasser…!“

Von 16 – 19 Uhr waren alle Störche unterwegs. Bei der Hitze macht es auch keinen Spaß, in der prallen Sonne zu stehen. An den Wiesenrändern gibt es viele Baumreihen und kleine Tümpel, die Schatten spenden und zum Kühlen der Füße einladen. Warum dann auf dem Nest bleiben, wenn man das Paradies praktisch vor dem Schnabel hat.

 

 

Junior tauchte um 19 Uhr wieder im Nest auf und jetzt ließ es sich dort gut aushalten, denn der Himmel war bewölkt und ab und zu purzelte ein Wassertröpfchen aus den Wolken.

 

 

 

 

Kurz vor 20 Uhr gab es ein Krümelchen Abendbrot, mehr hatte das Alttier nicht zu bieten.

 

 

 

 

Da musste Junior nochmals ausfliegen, denn es brauchte schon etwas mehr, um das Küken zufriedenzustellen.

 

 

Kommt ein Vogel geflogen…

Junior machte es sich leicht und landete im zweiten Nest. Fragen kostet nichts und vielleicht hatte Lilly noch etwas im Angebot. Die Störchin ließ Junior ebenfalls abblitzen und wechselte nach seiner Ankunft umgehend das Nest.

 

 

 

 

„Jetzt ist es aber genug! Wenn ihr so gemein seid, dann besetze ich eben euer Nest. Sollt mal sehen, wo ihr heute Nacht schlaft! Manno!“

 

 

Junior richtete sich auf dem zweiten Nest ein, während Ben und Lilly ab halb neun auf getrennten Ebenen ihre Nachtruhe antreten wollten. Aber da musste Junior doch nochmal stören. Sooo einfach geht das nämlich nicht mit dem Abschieben.

 

 

 

 

 

 

Ben und Lilly waren nicht überrascht, als das Küken einflog. Aber sie hatten die bessere Strategie. Junior war auf dem ersten Nest und Nest zwei stand jetzt leer, was die Storcheneltern natürlich sofort nutzen.

 

 

 

 

Ehe es sich Junior versah, war er wieder alleine und Ben war zum anderen Nest geflogen, während sich Lilly die Position auf der Kamera gesichert hatte.

„Mist, das war so gar nicht geplant!“

 

 

 

„Dann mache ich mal noch einen Flug. Ist das anstrengend, an Futter zu kommen!“

 

 

Junior war bei Ben gelandet, hatte diesen aufgescheucht und hoffte auf ein größeres Abendbrot. Der Altstorch begann, wie üblich seine Kreise um das Jungtier zu ziehen.

 

 

“ Ja Papa, das kenne ich schon. Lauf du nur deine drei Runden und ich warte.“

 

 

 

Ben hatte schon nach der zweiten Runde keine Lust mehr und verzog sich auf den Hochsitz. Wieder kein Glück für Junior.

 

„Na toll! Mama sitzt auf der Kamera und Papa liegt in meinem Nest. Das ist einfach ungerecht!!“

 

 

 

Ben hatte es sich in Juniors weichem Stroh gemütlich gemacht, während es Junior etwas härter unter seinem Bauch hatte. Das zweite Nest ist nicht wirklich gepolstert, wie das Küken spüren musste.

 

 

Die Schlafzimmer werden getauscht

Um 22 Uhr herrschte immer noch die gleiche Nestverteilung. Ben und Lilly hielten im ersten Nest ihr Schläfchen und Junior hatte das zweite Nest besetzt. Das sollte sich auch die gesamte Nacht über nicht ändern. Da konnte Junior immerhin die Erfahrung machen, wie es ist, im anderen Nest zu schlafen. Ob ihm das gefallen hat??

 

 

Gute Nacht, ihr Störche und schlaft gut im verkehrten Nest. smile

 

 

 

 

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Thanks for all your explanations of the daily adventures in life of Junior and his mom and dad. Again here I am from California. I have been watching every single day since early May.

Thanks for the praise! We are happy if you like it! Greetings to California!

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