03.08.2020 – Sommer, Sonne und ein fettes Abendbrot für Junior

Kurz nach 5 Uhr war Junior schon ausgeflogen und damit war er heute früher vom Nest als seine Eltern.

 

 

 

Ben und Lilly waren zwar schon wach, aber die Eltern ließen sich mit dem morgendlichen Putzen Zeit.

 

 

Ordnung muss sein

Lilly flog schnell nachsehen, ob Junior das Kinderzimmer ordentlich hinterlassen hatte. Als die Störchin in die gleiche Richtung wie Junior entschwand, flog auch Ben vom Nest und Lilly hinterher.

 

 

 

 

Junior schien seinen ersten Hunger gestillt zu haben und kehrte kurz vor 7 Uhr wieder zurück. Diesmal machte er einen Abstecher auf das zweite Nest, um zu schauen, ob auch hier alles in Ordnung war. Zu seiner Überraschung landete Lilly plötzlich neben dem Küken.

 

 

 

 

Lilly war baden

Die Störchin kam mit einem nassen Bauch und hatte anscheinend ein morgendliches Bad genommen. Ob Fisch oder Fleisch, Junior war es egal, was Lilly gefangen hatte und ihm nun servierte, Hauptsache es gab Futter, das er sich nicht selbst besorgen musste.

 

 

 

 

Nach der Fütterung flog Lilly ins erste Nest, um dort ihre Ruhe zu haben. Junior blieb brav im anderen Nest. Die Mutter würde ohnehin wegfliegen, wenn er hinterherkam, das war dem Küken mittlerweile klar. smile

 

 

 

Junior flatterte lieber in Richtung Scheunendach und kurz darauf war auch Lilly vom ersten Nest verschwunden.

 

 

Um 10:20 Uhr versammelte sich Familie Storch, diesmal gab es allerdings kein Futter, dafür ein kräftiges Klapperkonzert.

 

 

 

 

Junior nutzte das sonnige Wetter für ein Sonnenbad und rekelte sich zwanzig Minuten in der Sonne.

 

 

 

Dann flog er wieder aus, denn der Magen wollte das nächste Mal gefüllt werden. Keine Zeit also für ein lange dauerndes Päuschen.

 

 

Rauf und runter vom Nest

Es dauerte wieder 1,5 Stunden, bis sich ein Tier im Nest blicken ließ. Ben flog 12:30 Uhr ein und ließ sich für sein Mittagsschläfchen nieder. Wer weiß, wann Lilly heute Abend einflatterte und ihn aus seinem Schlummer wecken würde. Da nutzte er die Zeit und schlief schon ein wenig vor.

 

 

 

 

 

 

Aber er hatte die Rechnung ohne Junior gemacht, denn dieser kehrte wenige Minuten später in sein Nest und damit zu Ben zurück.

 

 

 

Lilly tauchte auch gleich mit auf, damit alle drei erneut einen fremden Storch verscheuchen konnten. Diese Situation wird es wohl noch öfter geben, denn das Nest wird jetzt immer häufiger von fremden Störchen überflogen.

 

 

Und natürlich musste Lilly gleich hinterherfliegen, um das zweite Nest zu sichern und Ben machte es ihr natürlich nach.

 

 

 

Das war dann also wieder nichts mit dem Futter für das Küken und Junior musste den Selbstversorger spielen. Damit wartete das Storchenkind allerdings noch zehn Minuten, erst dann verließ es kurz vor 13 Uhr das Nest. Vielleicht entscheiden sich die Eltern ja noch um??

 

 

 

 

Das taten Ben und Lilly nicht, denn sie bewachten weiterhin das zweite Nest und Juniors Kinderzimmer stand wieder leer.

 

 

Lilly wartet auf Junior

Mama Lilly machte um 16 Uhr einen Abstecher ins erste Nest, aber Junior war nicht anwesend. Also setzte sich die Störchin hin und wartete geduldig.

 

 

 

 

 

Sie wartete bis 17 Uhr. Doch niemand flog ein.

 

 

Es wurde 19 Uhr und kein Küken war zu sehen.

 

 

 

Erst um 19:21 Uhr war Junior wieder im Anmarsch, was mit lautem Geklapper von Lilly quittiert wurde.

 

 

 

 

„Hast du Futter für mich??“

Lilly hatte aber noch keine Fütterung im Sinn. Die Störchin marschierte nur mehrmals durch das Nest, bis sie abflog, statt das immer fressbereite Küken zu füttern.

 

 

 

Und da war er wieder alleine – unser Junior.

 

 

Aber nur für einen Moment, denn Lilly war wieder zurückgekommen. Sie hatte noch eine Abendbrotportion für das Küken vorrätig und war nur durch ein Vogeltier gestört worden, das sie schnell verscheuchen musste. Dann wurde das Futter an Junior ausgeliefert. Zwei Mäuse, zwei Ratten und etwas Kleinzeug. Das sollte für die Nacht reichen und den Appetit des Kükens stillen (vorübergehend).

 

 

 

 

 

„Na, das war doch mal wieder ein richtig leckeres Abendbrot. Das wird morgen zwar ein Gewölle ergeben, aber was soll’s. Es war lecker!!“

 

 

Junior verfolgte auf- und abfliegende Insekten und machte dabei Kopfbewegungen wie beim Tennisspielen. Nur nicht von rechts nach links und umgekehrt, sondern hoch und runter im Wechsel.

 

 

Lilly war noch nicht vom Horst geflogen, wie sich mit einem Blick vom zweiten Nest erkennen ließ. Und nicht nur die Störche hatten heute Flugzeiten, auch anderes Vogelgetier zog ständig über das Nest.

 

 

Ben muss schlafen

Ben hatte seinen Flugverkehr für heute eingestellt und bereitete sich auf die Nacht vor. Dann lag er bis halb neun im Nest, während Junior auf dem anderen Nest auch schon am Einschlafen war.

 

 

 

 

 

Um halb neun wurde Ben von zunehmender Müdigkeit geplagt. Eigentlich wollte er schon längt schlafen, aber Lilly war nochmals vom Nest geflogen und würde Ben garantiert wecken, wenn sie wieder einflog.

 

 

 

Ben wartete bis 22 Uhr, erst dann kehrte Lilly zurück und Ben konnte endlich ungestört sein Nickerchen halten.

 

 

Jeder stand für die Nacht auf dem richtigen Nest und wieder ist einer der wenigen Tage vergangen, die bis zum Abflug der Störche bleiben.

 

 

Träumt schön und habt morgen einen wunderschönen Tag.

 

 

 

 

 

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