27.03.2020 – Wenn die Routine das Leben bestimmt

Heute sah Ben um sechs Uhr schon recht munter aus. Im Liegen sortierte er das Stroh unter seinem Bauch, dann stand er auf und eine Viertelstunde später war das Nest schon leer, während unser Storch seine Morgenrunde drehte.

 

 

 

 

Ein herrliches Bild

Ben landet mit einem Schnabel voller Stroh im Nest, die Schwingen hoch erhoben und die Storchenbeine zu einem eleganten Ausfallschritt formiert. Ein großartiger Anblick!

 

 

Schnell das Bett aufschütteln und anschließend eine Liegepause machen.

 

 

 

Ben beließ es bei einem einmaligen Ausflug, um Stroh zu holen. Bei seinem dreiviertelstündigen Morgenausflug hatte er wohl gleich gefrühstückt, daher verbrachte er den restlichen Morgen im Nest.

 

 

 

 

Heute zeigte Ben wieder seine Sportübungen. Ein Bein hoch und den Kopf nach unten strecken. Dann das Bein nach unten und den Kopf nach oben. Wenn das nicht schön und knackig macht…

 

 

 

Kurz nach zehn schwang er sich vom Nest. Das zweite Frühstück lockte ihn doch auf die Wiesen und er konnte dieser Aussicht nicht wiederstehen. Jetzt hatte es mehrere Tage nicht geregnet und die Würmer sitzen tief in der Erde, daher muss der Storch kleine Säugetiere jagen.

 

 

Jeder Anflug ist besonders

Ben im Anflug. Es sieht aus, als ob der Storch einfach in der Luft hängt.

 

 

Sicher und weich gelandet. Aber anschließend muss ordentlich Krach gemacht werden.

 

 

 

 

Ben ist nicht wiederzuerkennen, wenn er in Angriffsstellung geht. Unter seine Flügel würde noch ein zweiter Storch passen, so aufgebläht erscheint er.

 

 

„War was?“
Ben verwandelt sich in ein völlig anders Wesen, wenn „die Luft raus ist“. Ist das der gleiche Storch, der eben noch ein Monsterwesen war?

 

 

Immer der gleiche Ablauf im Storchennest

Nach seiner Mittagspause stocherte Ben im Nestboden herum und machte es sich auf dem Nestrand bequem. Er stakste durch das Nest, zupfte seine Äste zurecht und machte sich für den nächsten Ausflug fertig.

Ohne ein Weibchen ist der Tagesablauf im Moment recht monoton. Hoffen wir, dass Ben seine Wartezeit bald überstanden hat.

 

 

 

 

Zur Kaffeezeit verließ der Storch sein Nest. Bis um fünf Uhr streifte er erneut in der Umgebung umher.

 

 

Nachdem er wieder in seinem Nest gelandet war, kümmerte er sich um seine Wohnung, sortierte jede seiner Federn und setzte sich in die richtige Position, um diesmal den Sonnenuntergang aus dem Nest zu beobachten.

 

 

 

 

 

Die Sonnenuntergänge werden farblich immer schöner

Zehn Minuten später sauste er allerdings wieder vom Nestrand und verpasste das Farbenspiel erneut. Erst eine Stunde später segelte Ben letztmals an diesem Tag durch die Lüfte heran. Im Hintergrund war der Himmel rosa-gelb gefärbt und unser Storch sah in der Luft einfach nur großartig aus.

 

 

 

Klappern, das Bett aufschütteln und eine Runde flügelschlagend durch das Nest stolzieren – Ben vollzog voller Hingabe sein Abendritual.

 

 

 

 

 

Anschließend rüttelte er noch an einigen Ästen, um zu testen, ob seine Wohnung nach wie vor stabil war, bevor er sich vor dem Farbenspiel des Himmels zum Schlafen legte.

 

 

 

Ein entspannter Tag geht zu Ende. Meist weiß man diese ruhigen Phasen erst dann zu schätzen, wenn es hektisch wird. Gönnen wir dem Storch seine unbeschwerte Singlezeit. Die Paarungszeit wird anstrengend und während des Brütens ist er zeitlich nicht mehr unabhängig.
Genieße deine Zeit Ben, die nächsten fünf Monate werden turbulent.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
2 Kommentare
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Freue mich jeden Tag darauf,liebe Ev,deine Kommentare zu lesen und die tollen Bilder anzuschauen.Herzlichen Dank dafür.Obwohl ich jeden Tag Ben aus unserem Fenster sehen kann.Ein großes Lob.Mach weiter so.Es güßt Karin,die Tante von Lars.

nach oben scrollen