13.04.2020 – Ostermontag ohne Osterei

Der Ostermontag zeigte sich anfangs von seiner grauen Seite. Es regnete in der Nacht und es regnete am frühen Morgen. Unsere Störche wurden geduscht, obwohl sie danach sicher nicht verlangt hatten. Der Natur tat es nach wochenlanger Trockenheit gut, das Storchennest war dafür klatschnass.

 

 

 

Ben wagte sich zuerst vom Nest, Lilly blieb lieber stehen und wartete auf Bens Rückkehr.

 

 

 

Rollentausch um kurz vor sieben Uhr. Ben versuchte, den Regen aus den Federn zu bekommen, während Lilly ihre erste Runde drehte.

 

 

Um sieben Uhr standen beide Störche wieder im Nest und der Himmel ließ ansatzweise erahnen, dass sich das Wetter heute noch ändern könnte.

 

 

 

Falsches Baumaterial

Ben brachte von seiner zweiten Runde etwas Müll in den Horst. In dem Stroh klebte wahrscheinlich ein Papierklumpen, so richtig war das Ganze nicht zu erkennen. Auf jeden Fall war das nichts, was Familie Storch im Kinderzimmer brauchen konnte und Ben hatte nicht zwischen natürlichen Baustoffen und Menschenmüll unterschieden.

 

 

 

 

Der Müll wurde auch etwas abseits gelagert und für noch nicht einsatzfähig befunden.

 

 

 

Da Lilly ihre nächste Runde drehen wollte, musste sich Ben zuerst liebevoll von der Störchin verabschieden.

 

 

 

Als Lilly vom Nest geflogen war, nahm sich der Storch des Müllproblems an. Er deponierte es an der Stelle, an der auch sonst alle Äste in die Tiefe stürzen. Dass diese Entscheidung sehr gut war, sollte er etwas später mitbekommen.

 

 

 

 

Anschließend flatterte er davon, um Lilly zu suchen.

 

 

Gesucht, gefunden und zusammen heimgekehrt.

 

 

Aber Lilly zog es wieder auf die Wiesen. Wenn es regnet, lässt sich das Futter nämlich viel einfacher finden. Und so blieb Ben wieder alleine im Nest zurück.

 

 

Die Ostersonne hat ein Einsehen

Kurz vor zehn Uhr gab es einen Wetterumschwung. Die grauen Regenwolken lösten sich auf und der blaue Himmel zeigte sich mit Sonnenschein und Wärme. Dazu gab es einen frischen Wind, der das Nest und die Störche umgehend trocknete.

 

 

 

Allerdings war es etwas leichtsinnig, sich in dieser Position an den Nestrand zu stellen – eine Windböe unter das Bäuchlein und unsere Störche wären unfreiwillig davongesegelt.

 

 

Bitte Anschnallen

Normalerweise lässt sich die Windstärke schon etwas am Federkleid ablesen – diesmal hatte sich das Stroh am Storchenbein verfangen und lässt erkennen, welche Windgeschwindigkeiten auf dem Storchennest herrschten. Immerhin hatte der Wind den nutzlosen Müll auch vom Nest geweht, sodass wieder Ordnung herrschte.

 

 

Teilweise war der Wind so stark, dass unsere Störche lustige Posen einnehmen mussten, auch wenn ihnen sicher nicht zum Lachen zumute war. Ben wurde so sehr zur Seite gedrückt, dass er das Gleichgewicht verlor und nur noch auf einem Bein „stand“. Lilly versuchte es mit der Breitbeinstellung, um dem Wind zu trotzen.

 

 

 

Um halb zwölf war das Nest zum größten Teil wieder trocken und beide Störche hoben nacheinander ab.

 

 

 

 

Jetzt wurde möglichst trockenes Stroh besorgt,…

 

 

 

 

… Feinde verklappert und…

 

 

… ein Päuschen gemacht.

 

 

Die Osterruhe

Den restlichen Nachmittag lief alles ganz ruhig. Begrüßen, verabschieden und zwischendurch sonnen – ein perfekter Ostermontag.

 

 

 

 

Zum Abend verdichteten sich zwar wieder die Wolken, aber es fiel kein Regen. Lilly flog um 17 Uhr für eine Stunde aus, aber sie kehrte pünktlich zum Sonnenuntergang zurück und konnte diesmal das ganze Schauspiel von ihrem Hochsitz genießen.

 

 

 

 

 

 

 

Ben flog zu seiner Abendbrotrunde aus, während Lilly das Bett zurechtzupfte und den farbenprächtigen Sonnenuntergang genoss.

 

 

 

 

 

Um halb neun kehrte auch Ben gesättigt zurück und der Storchentag war beendet. Zwar ohne Osterei, aber mit einem entspannten Tag für die werdenden Storcheneltern. Schlaft gut, ihr beiden!

 

 

 

 

 

 

 

 

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