12.6.2019 – Gewitter, Regen und jede Menge Futter

In der Nacht war ein Gewitter über Fohrde gezogen. Es schüttete aus Kübeln und blitzte ohne Unterlass. Selbst der Störchin, die sich auf dem zweiten Nest nur um sich selbst kümmern musste, schien das Gerumpel am Himmel zu viel. Währenddessen hatte Ben auf dem ersten Nest alles im Griff.

 

 

 

 

Auch wenn alles nass und durchgeweicht war – Regen bedeutet Futter in Masse. Leni machte frühmorgens den Anfang und überschüttete die Küken mit Würmern.

 

 

 

So macht Storchsein Spass :). Eine Stunde später tauchte Ben mit vollem Schnabel auf. Auch wenn die Speisekarte heute etwas einseitig ausgerichtet war, lieber nur ein Gericht, dafür in Hülle und Fülle.

 

 

 

 

Zehn Minuten später tauchte Mama Leni schon wieder auf – sehr zur Freude der Küken. Diesmal konnte man zuschauen, wie sie immer mehr mit Ruhe fraßen. Die Bäuchlein waren schon voll und auch das kleinere Küken war diesmal rundum satt.

 

 

 

 

Kurz vor acht Uhr begann Leni mit dem Körperpflegeprogramm. Dazu wurden die Küken liebevoll und sanft mit dem Schnabel bearbeitet. Auf diese Weise werden Parasiten abgesammelt, gleichzeitig dient das „Beschnäbeln“ auch der Bindung unter den Störchen. Ein Küken saß ganz verzückt da und schien die Behandlung wie eine Massage zu genießen. So einfach lässt sich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Die Küken haben es genossen und Leni schien in ihrem Element.

 

 

 

 

 

 

Schichtwechsel

Halb zehn gab es einen erneuten Schichtwechsel. Und etwas Platz schien auch schon wieder in den Bäuchlein der Küken vorhanden zu sein.

 

 

 

Die Küken hatten noch nicht einmal alles verschlungen, als Papa Ben entschwebte.

 

 

 

Er hatte das Nest aber nicht verlassen, sondern seinen Platz auf der Kamera bezogen. Der Blick vom zweiten Nest lässt den Storchenpapa auf seinem erhöhten Ausguck erkennen.

 

 

Den Küken war das herzlich egal. Die Würmer ringelten sich nach wie vor im Nest, während die Storchenkinder eifrig nach ihnen auf die Suche gingen. Ben beobachtete das Geschehen aus der oberen Etage und alle waren zufrieden.

 

 

Als Ben von seinem Hochsitz wieder ins Nest flatterte, machte ein Küken seine Bewegungen sofort nach.

 

 

Unter Papas Aufsicht wurde noch ein wenig geturnt und darauf gewartet, dass die Sonne das Nest trocknete.

 

 

 

Um halb eins erhielt Leni unerwarteten und vor allem unerwünschten Besuch. Einer der Fremdstörche war so dreist, das Storchennest in geringer Distanz zu umkreisen, obwohl das zweite Nest leer war.

 

 

 

 

Ben tauchte wenig später auf, da war der Fremdstorch aber schon verschwunden. Das Mittagessen war die vierte oder fünfte Mahlzeit an diesem Tag, die von den Jungen auch diesmal begeistert verschlungen wurde.

 

 

 

Auf dem folgenden Bild lassen sich die vier schwarzen Federn erkennen, die später die schwarze Rückenfärbung ausmachen werden.

 

 

Nachmittags waren Temperaturen von über dreißig Grad im Schatten erreicht. Durch den Regen der vergangenen Nacht und die Hitze entwickelte sich ein feuchttropisches Klima, bei dem nur Regen helfen konnte. Und dieser kam.

 

 

Regen, Gewitter und jede Menge zu futtern

Gegen fünf Uhr am Nachmittag wurde der Himmel schwarz. Zuerst regnete es nur. Über eine halbe Stunde und in Verbindung mit Hagel, der in erbsengroßer Form zu Boden prasselte. Anschließend klarte der Himmel auf, aber nur um kurz danach ein Gewitter loszutreten. Während dieser Zeit war Leni auf dem Nest und versuchte, beide Jungtiere unter ihre Flügel zu bekommen.

 

  

 

Hier „diskutiert“ Leni mit dem Regen und dem Gewitter.

 

 

 

 

 

Vor dem Gewitter lugte ein Küken aus den Federn hervor, um zu schauen, ob die Luft wieder rein sei.

 

 

 

 

Die Küken hatten den Regen, Hagel und das Gewitter gut überstanden. Leni hatte sich alle Mühe gegeben, ihre Küken vor Wind und Wetter zu schützen, auch wenn es manchmal nicht einfach war.

 

 

 

Kurz vor acht Uhr waren die Küken erstmals wieder alleine auf dem Horst. Für eine Stunde waren beide Altvögel unterwegs, um bei diesem Wetter alle freigespülten Würmer mitzunehmen.

 

 

Nach dem Gewitter tauchte Ben wieder auf. Ihm hing eine schwarze Feder aus dem Gefieder. Er zog sie mit dem Schnabel aus seinem Gefieder und „verbaute“ sie in die Nestumrandung.

 

 

 

 

Während die Kleinen den Sonnenuntergang genießen konnten, waren die Eltern noch einmal unterwegs. Man sollte ja nicht mit leerem Magen ins Bettchen gehen. Und da der Regen schon alle Leckerbissen aus der Erde geholt hatte, brauchten Ben und Leni diese nur noch schnell einsammeln.

 

 

 

Schnell noch ein Abendimbiss und dann ins Bettchen.

 

 

 

 

Gute Nacht und auf das es morgen wieder regnet.

 

 

 

 

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