6.6.2019 – Die Küken sind allein zu Haus

Der Tag begann mit heißen Temperaturen. Schon morgens um acht Uhr zeigte das Thermometer 25 Grad. Doch bis zum Abend sollte sich das ändern.

Unseren Küken war es heute Nacht auch zu warm. Ständig waren sie wach und hielten Papa Ben auf Trab.

 

 

 

 

Währenddessen war Leni auf dem zweiten Horst zu sehen, den sie gegen vier Uhr verließ, um einige Stunden später wieder „zu Hause“ aufzutauchen.

 

 

 

Gegen halb zehn saßen unsere Wonneproppen für zwanzig Minuten alleine im Nest und hielten Ausschau nach Mama und Papa oder anderen interessanten Wesen.

 

 

Leni erinnerte sich dann aber doch irgendwann ihrer Küken und flatterte zurück ins Nest.

 

 

 

Familienidylle im Storchennest:

 

 

 

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Am frühen Nachmittag waren die dreißig Grad wieder erreicht, gleichzeitig zogen Wolken auf und der Wind verstärkte sich. Papa Ben versammelte seinen Nachwuchs vorsorglich unter seinen Flügeln.

 

 

Leni brachte gegen 14 Uhr Futter vorbei, war aber nach fünf Minuten wieder vom Nest verschwunden. Die folgenden zwei Stunden verbrachten die Storchenküken alleine im Nest. Der Himmel war komplett zugezogen, daher konnte ihnen die Sonneneinstrahlung nichts anhaben. Der Wind frischte allerdings stark auf und man konnte nur hoffen, dass sich die zwei Vogelkinder flach ins Nest legen, damit ihnen nichts passiert.

 

 

Während an anderen Orten die Gewitter losbrachen, kühlte sich bei uns nur die Luft um mehrere Grad ab. Wäre zu dieser Zeit ein Gewitter gekommen, wären die Küken auf dem Nest schutzlos gewesen.

 

Wo steckt Leni?

Als Papa Ben gegen 16 Uhr einflog, staunte er nicht schlecht, seine Storchenkinder alleine vorzufinden. Es ist völlig untypisch, den Storchennachwuchs im Alter von zwei Wochen so lange alleine auf dem Nest zu lassen. Normalerweise entfernen sich beide Elternteile erst dann gleichzeitig von den Jungen, wenn diese 4-5 Wochen alt sind. Aber da in unserem Nest die „normalen“ Dinge nicht gelten, nehmen wir einfach zur Kenntnis, dass Leni ihren Küken das Alleinsein zutraut oder die Kleinen eben nichts dagegen machen können :).

 

 

 

 

Eine Stunde später kam der Regen. Ein friedlicher Sommerregen, ohne Blitz und Donner. Genau richtig für die Storchenfamilie.

Es war für Ben gar nicht einfach, seine Sprösslinge unter die Flügel zu bekommen. Beide saßen auf einer Seite und richteten sich ständig auf, sodass sie unter dem Flügel hervorlugten.

 

 

 

 

 

 

Nach zwanzig Minuten war das Regengebiet durchgezogen und die Jugend wollte wieder unter den Flügeln hervorkommen.

 

 

Nachdem es sich abgekühlt hatte und das Nest etwas nass war, wollten sich die Küken gegenseitig als trockenes Kopfkissen nehmen. Die Frage war nur, wer durfte seinen Kopf auf wen legen?

 

 

 

Papa Storch nahm seine Küken nach kurzem Frischluftaufenthalt wieder unter die Flügel und die Ministörche durften ein wenig mit ihm kuscheln.

 

 

 

 

Leni tauchte gegen 21 Uhr mit dem Abendessen auf…

 

 

… und deckte ihre Küken anschließend mit den Flügeln zu. Anscheinend hat sie heute Nachtwache :).

 

 

Wieder ist ein Tag geschafft und die große Afrikareise kommt ein Stückchen näher. Schlaft gut und sicher, ihr kleinen Storchenkinder.

 

 

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