31.05.2025 – Tropische Hitze und quälender Durst

Sommerliche Temperaturen in Fohrde und Ungarn, Elli und Szofi machen Nestputz und Macus hat eine Idee für ein neues Sonnenschirmmodell. Das Wichtigste an diesem Tag? Wasser gegen den quälenden Durst.

Es sollte ein sonniger und sehr warmer Tag werden. Elli machte die Betten und probierte gleich aus, ob die Polsterung noch ausreichte. Sie wurde für gut befunden und diesmal hielt die Störchin ein kleines Morgenschläfchen.

 

 

 

Otto war eine ganze Weile unterwegs gewesen, aber als er nach Hause kam, kehrte sich die Situation wieder um. Herr Storch lag im Nest und wurde von Elli gekrault.

 

 

 

Hausputz bei der Wärme?

Schon am frühen Morgen war es warm und Otto war nur halbherzig bei den Aufräumarbeiten. Im Stehen war es zu anstrengend, also zog er die kniende Position vor. Da ist der Aktionsradius auch beschränkt und man muss nicht so viel machen.

 

 

Ohne ein paar aufmunternde Streicheleinheiten ging es wohl nicht und Elli versuchte sich bei Otto als “Motivationstrainerin”. Das klappte auch, aber anders als anscheinend geplant. Elli ist ein toller Entspannungscoach, denn Otto machte sich dank ihrer Ansprache komplett lang.

 

 

 

 

Tja, was soll man da sagen, Elli??

 

 

Um halb neun segelte die Störchin vom Nest, in der Hoffnung, eine produktivere Aufgabe als Otto zu finden. Das tat sie auch, denn sie kehrte wenige Minuten später mit Ästen zurück.

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Es wurde immer wärmer und die Temperaturen stiegen bis auf sommerliche 27 Grad. Ob es da die beste Idee war, in der prallen Sonne auf dem Nest zu stehen? Die beiden hielten es jedenfalls eine ganze Weile auf dem Nest aus, ehe sie zur Futtersuche ausflogen.

 

 

 

Kurz vor 12 Uhr und 14 Uhr flog unser Storchenpaar für jeweils eine Stunde vom Nest. Neben der Futtersuche stand ganz sicher auch ein Bad auf dem Programm. Da in der Umgebung noch einige Wiesen etwas unter Wasser stehen, ließ sich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.

 

 

 

Otto verschenkt Federn

Da hat doch Otto eine Feder verloren! Allerdings griff sich der Wind dieses Andenken und hatte es schnell vom Nest geweht.

 

 

Um 16:00 Uhr standen Elli und Otto wieder weithin sichtbar im Nest und gönnten sich eine halbe Stunde Auszeit. In freier Wildbahn ist es nicht sicher, sich einfach mal hinzusetzen und auszuruhen. Das weiß Otto und deshalb muss eine Pause auf dem Nest gemacht werden.

 

 

 

Eine halbe Stunde später verließen die beiden erneut den Horst und waren bis 22:00 Uhr unterwegs. Erst in der Dämmerung kehrten sie zurück und wurden von einem lautstarken Froschkonzert begleitet.

 

 

 

Was tut man nicht alles für EIN Foto

Peter hatte heute stundenlang dem Schwarzstorch aufgelauert, der das natürlich mitbekam und sich deshalb nicht zeigte. Stattdessen schickte er ihm Elli und Otto für dieses tolle Foto vor die Kamera, die sich am Pritzerber See die Füße kühlten und mehr als genug Futter in sich hineinstopften.

 

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Bis morgen, ihr beiden!

 

 

Sommerhitze auch in Ungarn

Früh am Morgen ließ es sich auch in Ungarn noch aushalten. Das Nest lag im Schatten und die Temperaturen sollten erst im Laufe des Tages auf ca. 26 Grad klettern.

 

 

Deshalb beschloss auch Szofi, dass heute Putztag sei. Und wie Elli war auch sie dabei sehr gründlich. Sie fuhrwerkte im Nestboden herum und alles, was nicht ihren Vorstellungen entsprach, wurde erbarmungslos entsorgt.

 

 

Gras und Heu flogen durch das Nest und landeten auf den Küken.

 

 

Es half nicht viel, mit den Flügeln zu wedeln, denn schon rieselte die nächste Fuhre Nestboden durch die Luft. Die Küken konnten nur abwarten, bis Mama der Meinung war, dass das Nest vollständig gereinigt sei und die Störchin zur Futtersuche ausflog.

 

 

 

Eine Stunde später gab es zuerst Futter und nach dem Schichtwechsel wurde geduscht.

 

 

Das war dringend notwendig, denn jetzt stand das Nest in der prallen Sonne und die Jungtiere hatten großen Durst und bettelten ständig um Wasser.

 

 

Die heutige Hauptaufgabe bestand darin, Wasser zum Duschen und Trinken bereitzustellen. Mehrmals am Tag waren die Küken patschnass und abgekühlt zu sehen.

 

 

 

 

Mittags wurde zugefüttert. Bei der Hitze machte es auch Szofi keinen Spaß, durch die Gegend zu fliegen und Futter zu suchen. Daher war die Störchin heute öfter und länger als sonst auf dem Nest und im Badeteich zu sehen. Und die zusätzliche Fütterung aus Menschenhand nahm auch sie dankbar an.

 

 

 

 

 

Sonnenschutz nach Storchenart

Zu viel Sonne ist nicht gut, deshalb standen heute nicht nur beide Elternteile oft gemeinsam im Nest. Macus spendierte auf eigene Art etwas Schatten. Alles zum Wohl der kleinen Störche.

 

 

 

Die Storcheneltern nutzten ihre Putzpause, um ein schattiges Fleckchen im Nest zu schaffen. Die Küken nahmen es dankbar an und verlagerten regelmäßig ihre Position, um den Körper aus der Sonne zu bekommen. Ein schattenspendender Baum wäre hier sehr willkommen.

 

 

 

Und wenn ein Elternteil auf Futtersuche geht, springt ein Küken als Sonnenschutz ein. Mittlerweile ist der Nachwuchs bereits so groß, dass auch sie einen Schatten werfen können.

 

 

Kurz nach 16:00 Uhr saßen die Küken wieder frisch geduscht im Nest und hatten ihren Durst gestillt. Szofi hatte das Wasser aus dem Trog über den Küken verteilt, sodass diese für eine Weile durchatmen konnten.

Futter schien heute nicht so wichtig, aber die Küken waren ständig auf der Suche nach dem roten Schnabel, um an Wasser kommen. Wenn sie wüssten, dass sie das kostbare Nass direkt neben sich im Nest haben und bereits jederzeit trinken können. Hier arbeitet die Natur noch nicht ganz ausgeklügelt.

 

 

 

Endlich Schatten!

Um 18:00 Uhr stand das Nest endlich wieder komplett im Schatten und nicht nur die Küken atmeten auf. Sie streckten sich zufrieden im Nest aus, ließen sich trocknen und waren wenig später auch bereit, etwas zu fressen und sich den Bauch für die Nachtruhe zu füllen.

 

 

 

Das erwartete Abendmahl blieb auch nicht aus und so konnte dieser anstrengende Tag zufriedenstellend zu Ende gehen.

 

 

Vor dem Schlafengehen war noch diese lustige Szene zu beobachten:

Zuerst lagen alle Küken im Nest. Dann stand eines auf, schlug mit den Flügelchen. Nun war Nummer zwei dran. Aufstehen und mit den Flügeln schlagen. Nummer drei folgte seinen beiden Geschwistern. Jetzt standen drei der Storchenkinder im Nest. Und das vierte Küken?

Es macht alles anders! Nichts mit Herdentrieb oder Gruppenzwang. Es blieb einfach sitzen und schaute sich seelenruhig an, was seine Geschwister da trieben. Ein wenig Individualität darf ja auch sein.

 

 

 

 

Wir wünschen eine kühle Nacht zum Entspannen und Erholen. Alles Liebe bis morgen.

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

 

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ganz toll geschrieben. Ich freue mich täglich auf neue Berichte von euch .
Liebe Grüße aus Marne, Dithmarschen