31.03.20202 – Ben ist eingefroren und bekommt Besuch

In der Nacht war es kalt. So kalt, dass Ben am nächsten Morgen eingefroren war. Nicht nur das Nest war mit weißem Reif überzogen, Bens Federn waren ebenfalls mit einer Schicht Eis bedeckt.

 

 

Auf diesem Bild kann man gut erkennen, dass die äußeren Federn gefroren sind. Fliegen wäre in solch einem Zustand leider nicht möglich. Deshalb musste Ben auf die Sonne warten, um aufzutauen.

 

 

 

Könnte jemand einen Eiskratzer vorbeibringen?

Kurz nach sieben Uhr stand der Storch dann im Nest und versuchte, seine Federn von der Eisschicht zu befreien. Wenn er mit seinem Schnabel über die Flügel fuhr, konnte man sehen, dass diese nicht wie sonst nachgaben, sondern fest zusammenklebten. Die Sonne half aber mit und verwandelte Ben in kurzer Zeit von einem Eisvogel zurück in einen Storch.

 

 

 

Um halb elf demonstrierte Ben, dass er wieder restlos aufgetaut war. Die Monsterposen klappten wieder und diverse Dehnungsübungen bekam er auch wieder hin.

 

 

 

 

 

Ein Storch ist gelandet

Um halb zwölf bekam er unerwarteten Besuch. Ein zweiter Storch landete auf dem zweiten Nest. Möglicherweise ist er ein Durchreisender, der mit den jetzt erwarteten Störchen kam. In dieser Woche sollten die nächsten Störche eintreffen, da die Temperaturen wärmer werden und gute Flugbedingungen bieten.

 

 

 

 

Unser Gast hielt sich nur kurz auf dem Nest auf, inspizierte alles und machte sich wieder zum Abflug bereit. Ben hatte von all dem nicht viel mitbekommen oder sich bewusst abgewendet. Jedenfalls lag er im Nest, hatte die Augen zu und döste vor sich hin.

 

 

 

 

Als unser Gast den zweiten Horst verließ, flog er sehr dicht über der Erde. Am ersten Nest angekommen, stieg er plötzlich in die Höhe und tauchte völlig unerwartet vor Bens Schnabel auf.

 

 

 

 

Dieser war so überrascht, dass er nicht einmal in die Höhe kam, sondern erst dann den Schnabel zum Abwehrklappern aufriss, als der Besucher das Nest schon umrundet hatte.

 

 

 

 

 

Wenn der Storch den Storch überrascht:

 

 

 

Der Storch hatte das Nest schon lange überflogen, da führte Ben seinen Abschreckungstanz auf. Man konnte spüren, dass er verwirrt war. Er hatte den Feind nicht kommen sehen und wurde im Schlaf von diesem überrascht. Der “Angreifer” hatte aber keine bösen Absichten. Er flog in Nesthöhe vorbei und verschwand in den Wiesen. Nur mal kurz Pause machen, einen gefiederten Verwandten begrüßen und weiterfliegen. Ben hatte den freundlichen Akt allerdings verschlafen.

 

 

Über die Mittagszeit blieb der Storch sicherheitshalber im Nest. Wer weiß, wer sonst noch vorbeikommt.

 

 

 

 

Auch Störche können gähnen

Um zwei Uhr hatte Ben sein Mittagstief. Er stand gähnend im Nest und schwankte zwischem einem Mittagsschläfchen und einem Ausflug, um wieder munter zu werden.

 

 

Schnabel öffnen…

 

 

… und noch weiter öffnen…

 

 

…und gähnen…

 

 

… und fertig. Alles wieder gut.

 

 

Anschließend entschied sich der Storch für den Ausflug und verließ das Nest, aber nur für eine kleine Runde.

 

 

 

Um drei Uhr lag er wieder schläfrig in seinem Nest und holte seine Siesta nach. Vorsichtshalber mit Blickrichtung zum zweiten Nest. Solch ein Überraschungsüberflug sollte ihm nicht noch einmal passieren.

 

 

 

Man müsste heute auch mal essen

Um halb fünf hatte er ausgeschlafen und stolzierte im Nest umher. Er war wohl mit der Überlegung beschäftigt, ob er nochmals ausfliegen solle oder nicht. Da er noch ein ausgiebiges Abendbrot vertragen konnte, entschied er sich für den Ausflug und flatterte wieder vom Nest.

 

 

 

Kurz nach sieben war nur eine Elster im Nest anzutreffen, die den Sonnenuntergang genoß.

 

 

 

Ben tauchte um halb acht wieder auf und konnte noch zusehen, wie die Sonne unterging.

 

 

 

Noch ein wenig an den Stöcken herumzerren und dafür sorgen, dass kein Ast quer im Nest liegt, der beim Schlafen stört.

 

 

Mit dieser Pose ging der Tag zu Ende. Ben machte es sich gemütlich und freute sich auf seine Nachtruhe. Wünschen wir ihm, dass er heute Nacht nicht wieder einfriert. Schlaf gut!

 

 

 

 

 

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