Macus gewöhnt sich bereits an sein Singledasein, während die Storchenkinder die luftigen Höhen vorziehen, auch wenn sie dabei in einer Waschküche verschwinden.
Bereits kurz vor 5 Uhr drehte Macus seine erste Runde durch den Garten. Es war allerdings nur ein kurzer Spaziergang, denn nach wenigen Minuten war der Hausherr wieder zurückgekehrt.
Um halb 6 Uhr kehrte auch Szofi ins Nest zurück, nachdem sie die Nacht auswärts verbracht hatte. Sicher stand sie in der Nähe auf einem Dach und beobachtete, ob ihr Nachwuchs sich richtig verhielt.
Jetzt war ein Schläfchen angesagt, während Macus auf der Wiese unterwegs war und sein Frühstück suchte.
Mittlerweile fehlt im zweiten Storchennest die Wasserkiste. Die Temperaturen sind nicht mehr ganz so tropisch und die jungen Störche müssen lernen, sich ihr Wasser selbst zu suchen. Da der See aber ganz in der Nähe ist, dürfte das kein Problem sein.
Ein entspannter Nachmittag
Seit die Jungtiere fliegen können, herrscht Ruhe im Garten. Auch heute Nachmittag standen nur Szofi und Macus regelmäßig im Nest, vom Nachwuchs schaute nur manchmal jemand vorbei.
Es ist ja auch viel spannender auf Hausdächern herumzuklettern oder im Nest hoch über dem Erdboden zu sitzen. Das muss noch ausgiebig ausprobiert werden, bevor bald tagelang über Wiesen und Felder geflogen wird, um in südlichere Gefilde zu gelangen.
So ist es viel schöner. Blauer Himmel mit Schäfchenwolken und eine Auszeit auf dem Dach – so lieben es die kleinen Störche. Es zieht sie automatisch in die Höhe, um den perfekte Überblick zu haben. Das der Untergrund nicht besonders trittsicher und fußtechnisch auch ein wenig unbequem ist, stört dabei wenig. Und dass die Gegend abends in eine Waschküche verwandelt werden würde, auf die Idee kam bei dem schönen Wetter niemand.
Diese drei haben mit ihrem eigenen Nest den Haupttreffer gelandet. Die Storchen-WG trifft sich nicht nur zum Übernachten im gemeinsamen Nest. Auch der Tag wird hier oben verbracht, ab und an wird die Futterfindung geübt und manchmal flattern die drei hinunter zu ihren Eltern, um zu zeigen, dass es ihnen gut geht und sie schon selbstständig sind.
Wer schlafen möchte, darf das tun und wer sich die Umgebung anschauen möchte, tut das. Nur ein Futterexpress sollte sich ab und an zeigen, das wäre schön und die drei wären im siebten Himmel. Aber ein wenig eigenständiger Einsatz darf schon sein, sonst wäre es auch in diesem Nest zu langweilig.
Wie in einer Waschküche
Die Dunkelheit kroch heran und plötzlich standen die drei Jungtiere in einer Waschküche. Nebel zog auf, der die drei nur noch erahnen ließ. Daher eine gute Nacht für alle Störche und bis morgen.
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?v=TFMYz75fSmQ





















