30.05.2025 – Hängt der Haussegen schief?

Im Storchennest Fohrde hängt anscheinend der Haussegen schief. Die ungarischen Küken haben einen Wachstumsschub und brauchen immer mehr zu fressen. Der Altersunterschied der Küken lässt sich mittlerweile an den Waden feststellen. 

 

Wie sah denn heute morgen das Nest aus? Nass, schmuddelig und wenig einladend war es. Es hatte geregnet, daher haben sich unsere beiden Störche schon frühzeitig vom Nest verkrümelt.

 

 

Um 5:44 Uhr waren beide Tiere wieder eingeflogen, eine Viertelstunde später hatte Elli das Nest bereits wieder verlassen. Nasse Füße konnte man sich auch woanders holen.

 

 

 

Eine halbe Stunde später war auch Otto mit dem Putzen fertig und folgte seiner Störchin.

 

 

Elli kehrte zuerst zurück, war aber erneut unterwegs, als Otto im Nest landete.

 

 

 

Dieser richtete sich bis um 12:00 Uhr alleine auf dem Nest ein. Er stocherte im Nest herum, kontrollierte alle Äste und hielt Ausschau nach Elli. Die zog es anscheinend nicht nach Hause und so hatte Otto einen freien Vormittag.

 

 

 

 

Im Fohrder Storchennest hängt der Haussegen schief?

Dieser wurde zur Mittagszeit schlagartig beendet. Elli kam um 12:00 Uhr wie der Teufel persönlich ins Nest gesaust. Otto hatte sie anfliegen sehen und war etwas zurückgetreten. Elli schien nicht abzubremsen, setzte mit voller Geschwindigkeit auf dem Nestboden auf und überrannte Otto mit vorgestrecktem Schnabel und in Angriffshaltung.

 

 

Otto war so perplex, dass Elli ihn vom Nest jagte, dass er sich fallen ließ und davonflog.

 

 

Elli drehte eine Runde um das Nest und hatte sich dann etwas beruhigt. Zumindest ließ sie auch Otto landen, der die ganze Situation nicht verstand. Hatte er gerade Ehekrach, von dem er gar nichts wusste?

 

 

 

Um halb eins war der Haussegen wieder hergestellt. Beide Störche kümmerten sich um den Nestboden und lagen am frühen Nachmittag friedlich nebeneinander. Die tägliche Vormittagsrunde blieb heute aus und auch mittags flogen die beiden nicht vom Nest.

 

 

 

 

Gar nicht so angenehm

Für Elli war die Ruhezeit schon wieder zu lange gewesen und sie stolzierte im Nest umher. Da Otto ihr gerade zu Füßen lag, kletterte sie ihm kurzerhand auf den Rücken. Diesmal musste auch der Storch einsehen, dass diese gymnastische Übung kein Zuckerschlecken für die Halsmuskulatur ist.

 

 

 

 

Erst um halb fünf verließen Otto und Elli für längere Zeit das Nest. Zuvor machte es sich Elli noch auf der Kamera bequem, bevor sie mit Otto den restlichen Nachmittag mit der Futtersuche verbrachte. Wahrscheinlich hatten sich die beiden gestern so vollgestopft, dass sich die ersten Hungergefühle erst am heutigen Nachmittag eingestellt hatten.

 

 

Als Familie Storch bereits um 21:30 Uhr zurückkehrte, war es noch hell. So konnten die Tiere noch den Sonnenuntergang genießen und friedlich kuschelnd einschlafen. Hauptsache, der Haussegen ist wieder gerade gerückt.

Gute Nacht und schöne Träume.

 

 

 

 

Guten Morgen, Ungarn

Um 7:00 Uhr schliefen die Küken schon wieder, aber eine Stunde später saßen alle vier quietschvergnügt im Nest. Auch für den heutigen Tag war kein Regen angesagt und Mama Szofi wurde sehnlichst mit einer Futterlieferung zurückerwartet.

 

 

 

Ein Blick auf die Storchenbeine der Kleinen zeigt deren unterschiedlichen Entwicklungsstand. Zwei der Küken, (wahrscheinlich die beiden, die zuerst geschlüpft sind), haben bereits rötlich gefärbte Waden. Bei den beiden jüngeren Küken sind bisher erst die Füße hell, während die dunkle Beinfarbe noch bis zum Fußansatz geht.

 

 

 

 

Aber die Füße sehen bei allen bereits einheitlich aus.

 

 

Immer mehr Futter

Am frühen Nachmittag wurde Zusatznahrung geliefert. Das erste Fleischstück fing Macus noch auf, dann wurde ihm die Situation doch zu brenzlig und er flüchtete vom Nest. Dabei stolperte er über seine Küken, die zum Glück nichts mitbekamen, weil sie bereits in die Schockstarre gefallen waren.

 

 

 

 

Aus sicherem Abstand sah Macus zu, wie sein Nachwuchs mit Fleisch zugedeckt wurde. Als er wieder ins Nest flatterte, hatten die auferstandenen Küken das Fleisch schon fast vollständig vertilgt, so groß war ihr Appetit gewesen.

 

 

 

 

Das Nest war wieder sauber, die Küken waren umgefallen und Macus gönnte sich ein Schlückchen aus dem Wasserbottich.

 

 

 

 

Szofi flog ein und übernahm die nächste Fütterung. Das ganz rechts sitzende Küken hatte bereits etwas Grünes im Schnabel. Zwei Küken zerrten wieder gleichzeitig an einer Schlange herum, während sich das andere auf die restlichen Beutetiere stürzte.

 

 

 

 

 

 

Wann trinken die Küken selbstständig?

Die Küken waren gesättigt und Szofi zeigte erneut, wozu das Wasser im Nest gut war. Diesmal stand die Kiste quer vor der Störchin, aber auch in dieser Position bekam sie den Schnabel hinein und das Wasser heraus. Die Küken sahen zwar aufmerksam zu, es kam aber noch nicht infrage, es der Mama nachzumachen.

 

 

 

19:30 Uhr und es wurde Zeit, um den Tag langsam zu beenden. Aber die Rasselbande hatte noch kein Bedürfnis nach Schlaf. Erst musste noch ein wenig gespielt und geschnattert werden. Und ein Abendbrot gab es sicher auch noch. Und es war auch noch hell, kein Grund also, den Tag schon zu beenden.

 

 

Um halb neun waren zwar beide Elternteile im Nest zu sehen, der Nachwuchs wollte aber noch nicht schlafen. Erst als es in Richtung 22:00 Uhr ging, fielen den Küken die Augen zu.

Wir wünschen eine gute Nacht und süße Träume.

 

 

 


Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchenn
est Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

 

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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