29.7.2019 – Akrobatische Flugversuche

Da war aber jemand müde smile. Man sieht die Störche selten so langgestreckt liegen, meist schlafen sie im Stehen oder im Sitzen. Daher ist solch ein Anblick eher die Ausnahme smile.

 

 

 

Am Vormittag gab es wieder Krauleinheiten für das jüngere Küken. Nur nicht zu viele, sonst schläft es noch im Stehen ein und fällt um smile.

 

 

 

Es war bedeckt, aber schon in den Morgenstunden warm und keiner wollte sich so recht bewegen, …

 

 

 

… bis das Frühstück geliefert wurde. Da wurden beide Küken plötzlich seeeehr munter und wuselten durch das Nest, um die beste Fütterungsposition zu erwischen.

Bei Ben weiß man im Moment nie genau, ob er zum Füttern kommt oder nur mal vorbeischaut, ob alles in Ordnung ist. Um neun tauchte er auf und brachte diesmal auch etwas Fressbares mit.

 

 

 

 

 

Um elf Uhr servierte Leni das nächste Futter, das heute aus Würmern, Larven und Heuschrecken bestand.

 

 

„Könnte man doch nur vom Nest runter!“

 

 

Da lenkt das Futter auch nur ein wenig ab. Beiden Küken ist anzumerken, dass sie jetzt unbedingt vom Nest wollen.

 

 

Anschließend machte Ben gleich noch einen Abstecher zum zweiten Nest. Ob dies nur ein Kontrollbesuch war oder ob er dort Siesta halten wollte – wir wissen es nicht smile.

 

 

Wilde Flugversuche

Um ein Uhr wurde der tägliche Flugunterricht abgehalten. Zuerst sauste das ältere Küken wild durch das Nest, während der jüngere Junior in der Mitte des Nestes saß. Junior 1 hielt plötzlich inne, drehte sich am Nestrand um und steuerte mit einem großen Schritt auf das jüngere Küken zu. Dann stieß er sich ab, flatterte über das andere Küken hinweg und landete sicher auf dessen anderer Seite. Weil es so prima klappte, wurde der Flugsprung gleich noch zweimal wiederholt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während das ältere Küken eine Weile mit ausgebreiteten Flügeln am Nestrand stand und auf die Wiese hinunterschaute, begann auch das zweite Küken im Nest herumzuspringen. Es kommt jetzt schon genauso gut in die Luft wie das erste Küken. Teilweise sieht man auch von ihm nur noch die Füße.

 

 

 

 

Jetzt war der Ehrgeiz bei Junior 1 wieder angestachelt und auch er begann erneut auf- und abzuflattern. Dabei kamen sich die beiden mehrfach ins Gehege.

 

 

 

 

 

 

 

Wer purzelt zuerst aus dem Nest?

Das jüngere Küken setzte dann so dicht am äußersten Rand des Nestes auf, dass es eigentlich hätte abstürzen müssen smile.

 

 

Und beim nächsten Landeversuch wäre es fast mit dem anderen Küken zusammen aus dem Nest gefallen, weil es auf diesem landete.

 

 

Daraufhin wurde eine Pause eingelegt und beide Küken mussten sich etwas erholen.

 

 

Trotzdem standen sie immer wieder mit ausgebreiteten Flügeln am Nestrand. Der Wind war teilweise sehr böig und griff unter die Schwingen der Vögel. In diesen Momenten konnten sie spüren, dass ein Storch nicht für flatternde Aufwärtsbewegungen geboren ist, sondern in der Luft gleitet.

 

 

 

Kurz nach drei Uhr gab es wieder eine Fütterung im Storchennest, bei der sich die drei Störche im Kreis drehten. Leni landete auf der rechten Seite des Nestes und begann mit der Fütterung. Die Jungen wechselten ständig ihren Platz und sorgten mit ihren kräftigen Flügelschlägen dafür, dass die Storchenmutter diesen ausweichen musste, wollte sie nicht ständig „weichgeklopft“ werden. Dadurch wechselten die drei ständig ihren Standort bzw. Sitzplatz und drehten sich im Kreis.

 

 

 

 

 

Fliegen, fliegen, fliegen

Das ältere Küken war den ganzen Nachmittag mit Flugversuchen  beschäftigt. Das jüngere Küken hatte seinen Spaß beim Zusehen und musste nur aufpassen, dem Geschwisterküken nicht in die Quere zu kommen, denn dann wurde dieses ungehalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen halb sechs zogen die ersten Gewitter auf. Es blitzte und donnerte, aber die Wolken zogen über das Storchennest hinweg, ohne ihren Regen freizugeben. Die Temperaturen gingen von über 30 Grad auf angenehme 24 Grad runter. Den Störchen stand damit eine trockene und kühlere Nacht bevor.

 

 

 

 

 

Kurz vor neun Uhr brachte Leni ihre Abendration im Kükennest vorbei. Sie hatte den heißen Nachmittag anscheinend im und am kühlenden Wasser verbracht, denn ihr Bauch und Hals waren nass. Anschließend flog sie in „ihr“ Nest, ruhte sich etwas aus und brach dann auf, um sich ihr eigenes Abendbrot zu suchen.

 

 

 

 

 

 

 

Wenige Minuten später tauchte Ben im Nest auf, um auch seine Abendration an die Küken zu verteilen. Anschließend flog auch er zum zweiten Nest, um dort auf Leni zu warten.

 

 

 

 

Die Jugend schläft, die Eltern turteln noch ein wenig miteinander – eine gute Nacht für alle Störche 😉

 

 

 

 

 

 

 

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3 Kommentare
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Sehr einfühlsames Tagebuch,freue mich immer darauf,die Neuigkeiten zu lesen.

Ich freue mich jeden Tag auf dieses wunderschöne Tagebuch. Es wird immer so nett harmonisch kommentiert, was lese ich nur,wenn die Störche ausgeflogen sind???? Vielen Dank für die tolle Arbeit.

Wunderbare “Standbilder” der Flugversuche und dazu die passenden Kommentare ! Vielen Dank !

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