29.6.2019 – Wenn die Maus wieder rauskommt…

 

Der Morgen begann nicht mit einer Mahlzeit, sondern mit dem Auswürgen unverwertbarer Beutetierbestandteile :). Das eine Küken sperrte plötzlich seinen Schabel auf und begann, wie die Alttiere zu würgen. Das zweite Küken verfolgte das Geschehen sehr interessiert – vielleicht kam da ja was zu Fressen aus dem Schnabel des Geschwisterkükens? Man kann ja nie wissen.

 

 

 

 

 

 

Der rote Klumpen vor dem Küken ist das hervorgewürgte „Gewölle“, also die Knochen und das Fell der aufgefutterten kleinen Säugetiere. Da die letzte Maus schon drei Tage her ist, dauert die Verwertung doch ihre Zeit. Interessant ist auch, dass diese Gewölleklumpen weiterhin im Nest liegen bleiben und die Störche diese nicht hinausbefördern, obwohl sie unverwertbar sind. Außer eventuell als Spielzeug.

 

 

 

Nachdem im Bauch Platz geschaffen worden war, konnte das Frühstück kommen.

 

 

Die folgenden beiden Bilder zeigen, dass die Küken auf ihren Beinchen immer sicherer werden. Jetzt stehen sie häufig zeitgleich im Nest, dabei lässt sich die Veränderung der Beinfarbe gut erkennen. Noch lassen sich die Storchenkinder genau daran unterscheiden. Das eine Küken hat seine „Söckchen“, bei dem anderen entwickelt sich schon das gesamte Bein von der grauen Färbung zu einem orangefarbenen Farbton.

 

 

 

Vormittägliche „Raubtierfütterung“

Die Spannweite der Flügel hat in der letzten Woche enorm zugelegt. Mit ausgebreiteten Schwingen reichen die Jungen vom äußeren Nestrand bis über die Mitte des Nestes hinaus. Auch beim Fressen ist es nicht mehr so einfach, denn mit den langen Flügeln kommen sich die Jungen oft gegenseitig ins Gehege.

 

 

 

Großwerden kann ja soooo anstrengend sein. Man muss das Treiben in den umliegenden Gärten beobachten…

 

 

 

 

… und langsam wird der Sport immer intensiver. Mama und Papa machen das mit den Flügeln und den Beinen auch immer so. Bloß nicht dabei umfallen und das Gleichgewicht verlieren.

 

 

Gut, dass es nach so viel Anstrengung immer etwas Gutes zu fressen gibt. Die Storcheneltern haben anscheinend eine Wurmpipeline ausfindet gemacht, denn die letzten beiden Tage gab es ausschließlich Würmer für die Küken. Und das, obwohl es seit Tagen nicht geregnet hat und Würmer in trockenen Gefilden eher schwierig zu finden sind.

 

 

 

Anschließend fand wieder eine Flugübungsstunde statt.

 

 

Außerdem beobachteten die Storchenkinder einen am Himmel kreisenden Storch und versuchten mit Trockenübungen schon ganz erwachsen auszusehen.

 

 

 

Der Lieferdienst funktioniert bestens

Ben war heute anscheinend wieder für die Wasserlieferung zuständig. Zuerst wurde das frische Heu ausgebreitet, dann gab es ein Schlückchen Wasser…

 

 

 

 

… und zuletzt wurde wieder gefuttert.

 

 

 

 

 

Am interessantesten ist der rote Schnabel der Eltern. Sobald die Küken diesen zu sehen bekommen, wird der Futterreflex ausgelöst und sie stürzen sich auf die Eltern.

 

 

 

 

 

 

Apropos futtern: Es war wieder höchste Zeit für einen weiteren kleinen Imbiss.

 

 

Es braucht nämlich eine Menge Kraft, um die ellenlangen Flügel eingeklappt zu halten.

 

 

 

Deswegen ist zwei- oder dreimal Abendbrot optimal :).

 

 

Und auf einem Bein stehen klappt auch schon ein wenig.

 

 

Würde man den beiden ein Notenblatt vor den Schnabel legen, könnte sich daraus sicher ein musikalisches Duo entwickeln. Die richtige Sitzhaltung haben sie in jedem Fall schon raus.

 

 

Aber was sich unter dem Nest abspielt, ist viel spannender.

 

 

Die Geduld der Küken wird immer belohnt. Die Eltern sind mit ihrem Anflug meist schon aus der Ferne zu erkennen und die Jungen werden dann ganz unruhig.

 

 

 

 

 

 

Nur mit einem vollen Bäuchlein lässt es sich gut schlafen. Unsere Storchenkinder sind bis oben mit leckeren Würmern gefüllt und können entspannt kuscheln.

 

 

 

 

 

 

In regelmäßigen Abständen dringt ein leises Geklapper vom zweiten Nest zu ihnen herüber und sagt ihnen, dass die Storcheneltern ihr eigenes Schlafzimmer bezogen haben, aber ganz in der Nähe sind. Schlaft gut in den nächsten Tag!

 

 

 

 

 

 

 

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Erika Janzen

Liebe Grüße vom Niederrhein. Ich verfolge die Kommentare vom Storchennest mit großer Spannung. Man erfährt vom Grosswerden der Störche viel. Man guckt ja nur in größeren Abständen ins Nest. So wird alles viel verständlicher. Wir haben auch einige Storchennester im Umkreis. Ich finde Störche einfach toll und hoffe, dass alle Störche gut durch die Hitze und Unwettergefahren kommen. Liebe Grüße und ganz herzlichen Dank für die schönen Kommentare. ☺️
Erika Janzen aus Wesel

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