29.07.2025 – Der Vorbesitzer hat die älteren Rechte

Elli ist putzmunter und taucht nach wie vor regelmäßig im Fohrder Storchennest auf. Das Trio in Ungarn musste heute “seinen” Horst für eine Weile an seinen Vorbesitzer aufgrund älterer Rechte abtreten und Macus und Szofi genießen noch ein wenig die Ruhe vor dem Abschied.

 

 

Kurz vor drei war Elli auf dem Nest zu sehen und auch kurz vor fünf waren ihre Umrisse in der Dämmerung erkennbar.

 

 

 

Nachdem die Sonne aufgegangen war und den Himmel in klarem Blau erstrahlen ließ, werkelte Elli am Nestrand herum.

 

 

 

Nachdem alles zu Ellis Zufriedenheit ausgefallen war, gönnte sich die Störchin ein kleines Schläfchen, das sie bis kurz vor 8 Uhr ausdehnte.

 

 

 

Anschließend stand das Putzen der Federn auf dem Programm, dem sich Elli mit Hingabe widmete. Die Sonne schien, im Nest wehte ein kleines Lüftchen, sodass sich Elli sicher sehr wohl fühlte.

 

 

 

Bis um 9 Uhr waren alle Federn geglättet und Elli überlegte, in welche Richtung sie diesmal fliegen sollte. Sie entschied sich, zuerst auf dem Scheunendach einen Zwischenstopp einzulegen und flog auf direktem Weg dorthin. von dort ging es dann zu einem weiteren Tagesausflug mit Übernachtung.

 

 

 

Und was geschah in Ungarn?

Das jugendliche Trio stand und saß zufrieden im Junggesellennest. Anscheinend hatten die Tiere gut ausgeschlafen und überlegten nun, ob sie ihrem Heimatnest einen Besuch abstatten sollten.

 

 

 

Auffällig war wieder, dass einer der jungen Störche vorwiegend im Nest lag. Das dürfte dann das jüngste Storchenkind sein, das schon im Heimatnest nur selten stehend anzutreffen war.

 

 

Waren die Flügelschläge jetzt für das Gleichgewicht gedacht oder wollte das Storchenkind vom Nest abheben?

 

 

Einen Moment später wurde der Storch in die Luft emporgehoben und drehte sofort nach rechts ab, während die anderen beiden ihm nachsahen.

 

 

 

Dann hob das zweite Storchenkind ab und wenig später verschwand auch das dritte Jungtier vom Nest.

 

 

 

Der Ausflug der drei kleinen Störche dauerte jedoch nicht lange, denn nach kurzer Zeit hatten es sich zwei der Tiere wieder im Nest bequem gemacht. Zur Futtersuche blieb noch den ganzen Tag Zeit, jetzt war Kuschelzeit.

 

 

 

 

Ältere Rechte – die Jungtiere werden gestört

Kurz nach 10 Uhr räumte auch das letzte Jungtier erneut das Nest. Allerdings nicht ganz freiwillig. Denn eines der Alttiere, die hier zuvor gebrütet hatten, war wieder mal im Anmarsch und forderte seine Rechte.

 

 

Ob es nun die Störchin oder der Storch war, ist nicht ersichtlich. In jedem Fall musste sich die Junggesellenwohnung vorübergehend auflösen. Allerdings zog das Alttier bereits eine halbe Stunde später weiter, sodass die Jugend am Abend wieder in ihrem Nest schlafen konnte.

 

 

 

In den Nestern im Garten sah es ruhig aus. Macus verbrachte viel Zeit alleine. Ab und an kam eines der Jungtiere aus dem anderen Nest vorbei.

 

 

 

Auch Szofi tauchte am Nachmittag auf und gesellte sich zu Macus, während die Drillinge wieder ihr Nest bezogen hatten. Alle Storchenkinder sind zwar noch in der Nähe, aber sie leben bereits ihr eigenes Leben. Jetzt braucht es nur einen Schwarm Störche, die über die Nester hinwegziehen, und die Jungtiere werden sich diesem anschließen.

 

 

Schade, dass hier bald wieder alles still sein und nur Macus durch den Garten streifen wird. Genießen wir also die letzten Bilder dieses Wunders, das mit einer Handvoll Storch begann und innerhalb von zwei Monaten zu einem selbstständigen Tier heranwuchs. Gute Nacht, ihr Lieben. Wir hoffen, wir sehen euch morgen wieder.

 

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

 

 

 

 

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