Aus dem weiter entfernten Nest ist noch ein Unfall Küken in die Auffangstation eingezogen. Elli nimmt sich einen Nachmittag Auszeit vom Urlaub und bei den großen Jungtieren knistert es in der Luft.
In den Vormittagsstunden war es diese Voliere, die von der Kamera eingefangen wurde. Bewegungen gab es darin nicht. Also etwas unspektakulär.
Für kurze Zeit erschien dann das entferntere Storchennest. Dazu schrieb mir Sandra, dass eines der Küken im Nest gestorben sei und bereits geborgen wurde. Die Todesursache wird noch untersucht. Das noch verbleibende Küken wurde ebenfalls aus dem Nest genommen, weil dessen Beinchen in Seilen und Angelschnur verwickelt waren. Der kleine Kerl ist jetzt bei András in der Obhut und morgen als neu eröffnete Kindergartengruppe zu sehen.
(Vielen Dank an Sandra!)
Ein Storch steht im Nest in der Bildmitte, ein anderer links auf dem Mast. Anscheinend wird jedes Fleckchen gerne besetzt.
Da stehen die vier Halbwüchsigen im Nest von Szofi und Macus. Nun ist es langsam an der Zeit, das die Jugend die Flügel schwingt und sich selbst auf die Futtersuche begibt. Szofi und Macus beherrschen sich bereits, was die Futtermengen angeht, die sie ihrem Nachwuchs vorsetzen.
Und während es für andere Küken darum geht, vom Nest herunterzukommen, müssen diese vier zuerst hoch in die Lüfte flattern, bevor sie das Segeln üben können.
Na gut, da ist schon etwas Engagement zu sehen. Aber die anderen Küken ließen sich von dieser Energie nicht anstecken. Die Aussicht vom Nest schien interessanter und Mama Szofi stiefelte lieber in die Wasserkiste. Währenddessen hopste das Storchenkind von links nach rechts und umgekehrt. Glücklicherweise wichen die Geschwister an den Rand aus, um nicht über den Haufen gerannt zu werden.
Es liegt was in der Luft!
Obwohl die sommerlichen Temperaturen anhalten, war die Wasserkiste heute weniger frequentiert. Das Trinken klappt bei allen Jungtieren hervorragend, am besten, wenn man gleichzeitig mit beiden Füßen im Wasser steht. Anscheinend hat das positive Auswirkungen auf die Wasserqualität.
Nanu? Die Küken spielen Eisenbahn? Für solche Spiele ist der Nachwuchs eigentlich zu groß. Jetzt ist das Fliegen angesagt, ihr Lieben.
Auch das sieht nicht nach einer Übungsstunde aus. Eher nach gemächlichem Abwarten und etwas Langeweile. Da muss doch was zu machen sein? Aber anscheinend nicht mehr heute.
Am späten Nachmittag kam noch einmal Bewegung in das Nest. Ein wenig. Wahrscheinlich war es der Junior von heute Vormittag, den es wieder gepackt hatte und der unbedingt in die Höhe aufsteigen wollte.
Alle bitte schnell an den Rand des Nestes begeben! Und schon sauste das Storchenkind durch das Nest. Dabei fiel es fast vom Nestrand, weil es seine Geschwindigkeit unterschätzt hatte. Na ja, aller Anfang ist eben schwer. Bloß keinen Unfall inszenieren.
Putzstunde für die Teenager. Das ist nicht so anstrengend wie das Herumflattern. Dabei konnte man sogar Tante Gans zusehen. Aber die war heute nicht in Form und wollte nicht wieder von einer Seite der Voliere zur anderen sausen. Es war eben ein wenig zu warm.
Na gut, zugegeben, das sieht schon gut aus. Zumal sich auch ein zweites Küken anstecken ließ.
Und noch einmal gab es Bewegung im Garten und die Jungstörche reihten sich nebeneinander auf. Sicher ist sicher, auch wenn es nur darum geht, dass die Wasserkiste gesäubert wurde.
Wasser raus, frisches Wasser rein und zwischendurch flogen sogar ein paar Happen durch die Luft. Diesmal aber in Naturformat, was den Storchenkindern spanisch vorkam. Essen wollten sie es jedenfalls nicht.
Nochmal dran riechen – nein danke. DIESES Futter wollen wir nicht. Wir sind noch satt.
Und dann war es Zeit für das Sandmännchen, das auch in Ungarn kommt. Morgen ist ja auch noch ein Tag.
Dann schlaft schön und für morgen die besten Vorsätze.
Hallo Elli! Schön, dich zu sehen!
Da ist sie wieder. Nachmittags um 14 Uhr tauchte Elli wieder im Nest auf. Es war ziemlich windig, daher war es sicherer, den Po auf dem Nestboden zu platzieren.
Und die Flügel bleiben besser zu, sonst ist man schneller unten im Garten, als man bis drei gezählt hat. Aber das Elli glücklicherweise nicht zählen kann, blieb ihr der Absturz erspart.
Ist sie oder ist sie nicht??
Sauberer. Durch den Regen? In der Sonne leuchtet das Gefieder viel heller. Aus der Nähe betrachtet zeigen sich dann aber doch wieder die dunkleren Flecken. Das ist auch gar nicht schlimm, denn so können wir Elli immer gut erkennen. Sie ist eben unser zauberhafter Dreckspatz.
Nana, keine Sorge, so schlimm wird das Unwetter sicher nicht. oder doch?
Der Himmel wurde schwarz. Aber Elli ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Erstmal die Federn richtig frisieren, obwohl der Wind alles umgehend zerzauste. Anschließend musste die Festigkeit des Nestes geprüft werden. Damit die Störchin nicht samt Unterlage abhebt und einen Unfall hat, wenn der Sturm kommt.
Bitte nehmen sie die Sicherheitsposition ein und schnallen sie sich an. Gut, mit dem Anschnallen ist es so eine Sache. Aber das Hinlegen funktioniert prima.
Entwarnung. Elli hatte alles unbeschadet und ohne Unfall überstanden und durfte sich wieder recken und strecken.
Besser noch einmal nachsehen, ob es keine Sturmschäden gibt, denn das Nest sieht ohnehin wieder ziemlich flach aus. Der Wind und die anderen Vögel haben anscheinend viel Nistmaterial und kleinere Äste mitgehen lassen. So wenig hat selbst Emil damals nicht hinbekommen und der hatte als Heimwerker zwei richtig linke Flügel.
Ohne eine Runde auf dem Ausguck fliegt die Elli nicht davon. Gedacht und raufgehopst. Von dort oben lässt es sich auch leichter aussuchen, in welche Richtung man davonfliegt.
Kurz vor 19 Uhr flog Elli wieder ein und brachte etwas Stroh mit. Da hieß es aber, sich ganz schnell drauflegen, sonst wäre es weg gewesen, denn der Wind hatte sich immer noch nicht gelegt.
Elli genoss die Ruhe und dachte sicher an Otto, der bestimmt bald seine nächste Untersuchung haben wird.
Hab eine gute Nacht in deinem Nest, liebe Elli, wir wünschen dir wunderschöne Träume.
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ














































