Während überall bereits fleißig Eiertrudeln in den Nestern gespielt wird, sind die ostziehenden Störche noch auf ihrem Rückweg. Immerhin erhöhen sich die Chancen auf westziehende Störche, je länger die Klimaveränderung anhält. Es müssten dann immer mehr Westzieher in östliche Regionen vorstoßen, um ein freies Nest zu finden und davon haben wir hier ja einige. Doch wo sind unsere Ostzieher jetzt?
Letzte Nestvorbereitungen in Ungarn
Szofi in Ungarn ist heute seit einer Woche zurück. Die beiden Störche haben zwar keine Ambitionen, ihr Nest zu einer Burg zu erweitern, aber die Veränderungen sind zu erkennen. Inmitten der großen Nestfläche wurde mit Ästchen und kleinen Zweigen ein rundes Areal abgegrenzt. Kein Vergleich zu dem Aufbau, den wir in Fohrde bereits genießen durften. Aber Szofi und Macus lieben anscheinend die minimalistische Einrichtung und investieren nur den Aufwand, der wirklich notwendig ist. Die spannende Frage: Werden es noch März-Eier oder wird es ein April-Gelege?
Wo sind die Ostzieher jetzt?
Seitdem Ben vor vier Jahren seinen Wohnsitz gewechselt hat, gibt es im Februar oder März nur die kurzen Besuche von unserem Lieblingsstorch. Bis zum Zeitpunkt zwischen Ende März bis Anfang Mai wartet das Fohrder Storchennest nun auf seine Gäste. Das ist ein langer Zeitraum voller Möglichkeiten, aber ganz anders als früher. Damals wusste man: wenn Ben angekommen ist, dauerte es noch vier Wochen, bis ein Weibchen (Ostzieher) auftauchte. Alles war planbar, jetzt müssen wir uns überraschen lassen.
Viele Informationen, wo die Ostzieher gerade stecken, gibt es nicht. Aber auf der NABU- Seite, auf der Kai-Michael Thomsen berichtet, werden wir fündig. Die Informationen über die Senderstörche, die den östlichen Heimweg nehmen, lauten dort wie folgt:
Am 15.03.25 sendete Sporty bereits aus der Türkei.
Am 17.03.25 befand sich Else kurz vor Istanbul.
Am 17.03.25 erreichte Sonja den Bosporus.
Eva war am 17.03.25 am Rand des Westjordanlandes angekommen. Hier ist zu sehen, dass sich die Tiere zu sehr unterschiedlichen Zeiten auf den Weg machen bzw. unterwegs Unterstellung lange Rastzeiten einlegen. Aber – sie sind unterwegs und teilweise schon in direkter Nähe.
https://blogs.nabu.de/stoerche-auf-reisen/
Wann also dürfen auch wir uns wieder vom Fohrder Storchengeklapper wecken lassen?
Keine Ahnung
Es kann morgen soweit sein. Es kann aber auch noch weitere vier Wochen dauern, in denen wir uns mit einem Blick in die anderen Storchennester des Landes begnügen müssen. Aber Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Unsere Küken zählen dann landesweit zu den jüngsten Bewohnern eines Storchennestes. Das ist doch auch ein Alleinstellungsmerkmal.
Üben wir uns also in Geduld. Immerhin bieten unsere Turmfalken bereits beste Unterhaltung. Euch allen einen schönen Tag.
Hier noch einmal der Link zum Belegungskalender der letzten Jahre:
https://www.storchennest-fohrde.de/belegungskalender/
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/
Quelle:
https://blogs.nabu.de/stoerche-auf-reisen/
https://www.youtube.com/@BirdMania-Madarpark



