26.07.2020 – Sooo viel Besuch!

Heute Morgen gab es einen wunderschönen Sonnenaufgang, den unsere Störche live und pur genießen konnten. Junior war ebenfalls wach und konnte das Naturschauspiel von seinem Nest verfolgen.

 

 

 

 

Ben startete um 5:15 Uhr und flatterte auf direktem Weg auf die Wiese.

 

 

 

Junior brauchte noch eine Viertelstunde, um in die Gänge zu kommen. Dann war auch er vom Nest verschwunden und zur Frühstückstour gestartet.

 

 

 

 

Nur keine Hektik

Lilly ging es heute gemütlich an. Normalerweise verlässt sie das Nest zuerst, aber heute startete sie erst um 6 Uhr. Da die Eltern das Küken nur noch ab und an füttern, hat sich auch der morgendliche Dienstplan verschoben. smile

 

 

Weit kam sie aber nicht, denn ihr Flug endete auf dem ersten Nest. Dort prüfte sie den Nestrand, zerrte an verschiedenen Ästen herum und und ließ sich schließlich nieder, um auf einen der beiden anderen Störche zu warten.

 

 

 

 

 

Um 6:40 Uhr standen Lilly und Ben zusammen im ersten Nest und waren neugierig, wann ihr Nachwuchs zurückkommen würde und ob er es geschafft hatte, eine Maus zu fangen oder einen Wurm zu finden.

 

 

 

Ein Elternteil nahm den gewohnten Überwachungsplatz auf der Kamera ein. Der andere Storch inspizierte das Nest. Lilly und Ben hatten die Rechnung aber nicht mit ihrem Sprössling gemacht. Denn Junior stand quitschfidel im zweiten Nest und beobachtete seine Eltern. Er sah aber nicht so aus, als ob er hinüberfliegen wollte.

 

 

 

 

Ein Elterntier hatte entschieden, die Warterei aufzugeben und startete vom Nest. Der Flug ging direkt auf das zweite Nest zu, aber das Alttier steuerte an diesem vorbei. Junior war schon in Abwehrposition gegangen, konnte aber nur zusehen, wie Ben oder Lilly an ihm vorbeisauste.

 

 

 

 

Frisch geduscht und neu frisiert

Heute spielte das Wetter nicht mit, denn unsere Störche gingen mehrmals baden. Glücklicherweise war es warm, sodass die Tier nicht frieren mussten und die Nester schnell wieder abtrockneten. Um halb acht stand Junior im leichten Nieselregen und verwandelte sich in einer halben Stunde in einen „neuen“ Storch.

 

 

 

Sieht er nicht süß aus? Junior hat einen neuen Haarschnitt bekommen. smile

 

 

Dem Küken schien die Veränderung nicht zu passen und es versuchte, sich durch Flügelschlagen vom überschüssigen Wasser zu befreien.

 

 

 

 

Der Regen kam und ging am Vormittag. Bis kurz vor 9 Uhr hielt es Junior auf dem zweiten Nest aus, dann flatterte er in Richtung Scheunendach und kehrte um halb zehn ins erste Nest zurück.

 

 

 

 

 

„Ich flieg mal Würmer ausbuddeln!“

Allerdings war es hier genauso nass und trostlos, wie auf dem Elternnest. Daher verließ Junior den Horst nach einer halben Stunde. Wenn es hier oben so nass war wie unten, dann konnte er auch auf der Wiese spazierengehen und dabei Würmer suchen. Das brachte mehr, als sich auf einer Stelle stehend beregnen zu lassen.

 

 

 

Während Junior auf dem ersten Nest gewartet hatte, dass der Regen aufhörte, war auch Ben von seinem Morgenausflug zurückgekehrt. Als Junior startete, hatte Ben ihn im Blick. Das Jungtier ist schon viel alleine unterwegs. Im letzten Jahr standen zu dieser Zeit beide Nester tagsüber leer, weil Familie Storch komplett ausgeflogen war. Ob die Jungtiere die ganze Zeit mit den Eltern zusammen unterwegs waren, lässt sich natürlich nicht sagen.

 

 

 

 

 

Großangriff im Storchennest smile

Um elf Uhr war niemand mehr auf den Nestern zu sehen und es dauerte bis 11:40 Uhr, bis Lilly Stellung auf dem Nest bezog. Dann verschwand die Störchin für drei Minuten, tauchte wieder auf und begann mit einem wilden Geklapper. Wenige Sekunden später landete auch Ben im Nest und stimmte in die Kampfansage ein, während Junior auch noch ins Nest sauste.

 

 

 

 

 

 

 

Familie Storch klapperte gemeinsam, was das Zeug hielt. Lilly hielt es außerdem für nötig, einen Sicherungsflug rund um das Nest zu starten.

 

 

Junior und Ben beobachteten Lilly, wie sie durch die Luft rauschte und gleich wieder im Nest landete, um die nächste Angriffspose einzunehmen.

 

 

Junior kann auch schon ganz schön bedrohlich aussehen. Vor allem der breitbeinige Stand verlieh dem Küken einen „abschreckenden“ Anblick. smile

 

 

 

Der Haufen wildgewordener Störche brauchte genau vier Minuten, um sich wieder zu beruhigen. Der Anlass der Aufregung lag in nur einem einzigen Storch, der im Segelflug das Nest überquerte. Mittlerweile sind alle Jungstörche der Umgebung flügge und der Himmel wird von ihnen regelmäßig bevölkert. Der Gaststorch hatte allerdings den vorgeschriebenen Mindestabstand eingehalten und war nicht in die Privatsphäre der Storchenfamilie eingedrungen. Trotzdem machten unsere Störche einen mörderischen Radau. smile

 

 

 

 

 

 

Feind vertrieben

Der Feind, der gar nichts mit unseren Störchen zu tun haben wollte, war „vertrieben“ und Familie Storch konnte sich wieder dem alltäglichen Geschehen widmen. Das darin bestand, dass Junior Futter haben wollte. Lilly hatte genug auf der Wiese gesammelt und teilte es großzügig mit ihrem Nachwuchs. Dabei wanderte sie wieder durch das halbe Nest und probierte immer neue Fütterungspositionen aus, um ihren Kopf in Sicherheit zu bringen.

 

 

 

 

 

 

 

Junior bekommt einen Badeteich

Junior watschelte noch einige Zeit durch das Nest, um versprengte Heupferdchen ausfindig zu machen. Damit musste er sich beeilen, denn der nächste Regen war im Anmarsch und setzte diesmal das Nest unter Wasser.

 

 

 

Hier hatte sich schon eine kleine Pfütze gebildet, in die Junior sich anschließend stellte. Vielleicht machte er Bekanntschaft mit einer Kneipp-Kur? Zumindest schien das kühle Wasser an seinen Füßen sehr angenehm zu sein.

 

 

Der Badesee war schnell wieder abgelaufen. Junior hatte Glück, dass sein Nest immer noch mit viel Stroh ausgestattet wird. Im letzten Jahr gab es eine ähnliche Situation, nach der die beiden Jungtiere wie Schlammferkel aussahen. Zu dieser Zeit bestand das Nest nur aus festgetretenem Sand, der sich durch den Regen in eine Schlammpfütze verwandelt hatte. Dementsprechend sahen die Jungtiere nach Ablaufen des Wasser dann aus.

 

 

 

 

Um 13:30 Uhr lichtete sich die Wolkendecke und man konnte das Blau des Himmels erkennen.

 

 

Das Regentief war ein Stückchen weitergezogen und nach einer halben Stunde Futtersuche war Junior um 14 Uhr wieder im Nest zu sehen.

 

 

 

 

Zwanzig Minuten später wechselte er den Standort und überließ einem der Alttiere das erste Nest. Anschließend gab es bis 15 Uhr das „Bäumchen-wechsel-dich-Spiel“. Jeder der drei Störche wechselte innerhalb kurzer Abstände die Position und das Nest.

 

 

Junior auf dem zweiten Nest.

 

 

 

Junior auf dem zweiten Nest und ein Alttier im Kinderzimmer.

 

 

Der Nachmittagsspaziergang auf dem Dach

Um 14:45 Uhr war Junior auf dem Scheunendach unterwegs. Er landete wieder etwas unterhalb des Dachfirstes und musste sich dann mühsam zu Fuß zur Dachspitze hocharbeiten. Aber auch das bekommt Junior schon hin. smile

 

 

 

Um 15 Uhr standen beide Alttiere auf beiden Nestern, nur Junior war noch auf dem Dach unterwegs. Als auch Lilly ins zweite Nest wechselte, landete das Küken im ersten Nest. Keine zehn Minuten später waren wieder beide Nester leer.

 

 

 

Zwischenzeitlich tauchte wieder ein am Himmel kreisender Storch auf – das ständige Hin und Her machte den Nachmittag für die Störche abwechslungsreich.

 

 

 

Wer parkt im ersten Nest??

Um halb fünf gab es noch einen Besuch, der sich allerdings nicht an die Abstandsregel hielt. Stattdessen landete ein Fremdstorch direkt im ersten Nest, das zu diesem Zeitpunkt leerstand. Junior tauchte eine Minute später auf und schien sich sogar mit dem Besuch zu verstehen. Aber Lilly war auch schon im Anflug und mit der Störchin ist in Bezug auf unangemeldeten Besuch nicht zu spaßen. Der fremde Storch wechselte schnell ins zweite Nest und flog von dort weiter, denn Lilly hatte auch die Haustür des Elternschlafzimmers nicht für Gäste geöffnet.

 

 

 

Um 17 Uhr hatte sich auch diese Aufregung gelegt und Ben und Junior bewachten die beiden Nester. Damit sich nicht noch jemand verirrte.

 

 

 

 

 

Junior war für heute genug herumgeflogen. Er wartete ab, ob Lilly noch etwas Fressbares bringen würde, denn Ben scheint generell keine Anstalten mehr zu machen, was die Fütterung anbelangt.

 

 

 

 

3x täglich liefern bitte!

Junior musste sich noch bis nach 21 Uhr gedulden, aber dann lieferte der Futterexpress noch einmal eine Portion in sein Nest aus. Lilly servierte eine große Abendportion und das Küken konnte satt einschlafen.

 

 

 

 

 

Ben hatte sich schon zur Nachtruhe verabschiedet und wartete nur darauf, dass Lilly ihre Fütterung beendete. Dann war der nächste Storchentag beendet und wir wünschen den Störchen eine erholsame Nacht. Nach sooo viel Aufregung. smile

Schlaft gut!

 

 

 

 

 

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