Wie viele Störche gibt es weltweit? Seit 1994 wird alle zehn Jahre gezählt, organisiert vom NABU. So auch im Jahr 2024, als der 8. Internationale Weißstorchzensus stattfand.
Die Zählung der Brutpaare dokumentiert in regelmäßigen Abständen den weltweiten Bestand der Weißstörche. Die Auswertungen dieser Meldungen zeigen, an welchen Stellen sich der Storch bevorzugt ansiedelt und welche Lebensräume für dieses Tier besonders wichtig sind.
Der 8. Internationale Weißstorchzensus
Der 8. Internationale Weißstorchzensus beinhaltet Auswertungen von 55 Ländern, in denen Zählungen vorgenommen wurden. Endgültige Ergebnisse sind erst im Herbst 2025 zu erwarten. Bisher haben 38 Länder vorläufige Ergebnisse der Zählungen gemeldet.
In den 1980er Jahren ging die Storchenpopulation auf einen Tiefstand zurück. Doch seit der Zählung von 1994 hat sich der Bestand um 40 Prozent vergrößert. Weshalb?
1. Viele Westzieher reisen den Winter über nach Spanien und sparen sich den langen und gefährlichen Weg nach Süden. Dadurch bleiben mehr Tiere am Leben.
2. Die Lebensräume des Storches wurden an vielen Orten rekultiviert und Feuchtwiesen wieder hergestellt. Wiesen werden häufiger gemäht, sodass das Futterangebot steigt.
Hier wird wissenschaftlich gearbeitet:
Zählungen müssen an allen Orten auf dieselbe Art und Weise durchgeführt werden. Deshalb gibt es Richtlinien, die beim Erfassen zu berücksichtigen sind. Zu diesen gehören:
Zählung aller Storchenpaare, die ein Nest besitzen.
Storchenfamilien, deren Jungen flügge werden, werden gezählt.
Zählung der Paare, deren Jungtiere nicht ausfliegen.
Anzahl der Storchenpaare, die keinen Nachwuchs hervorgebracht haben.
Alle flügge gewordenen Jungstörche sind relevant.
Mit den zusammengefassten Daten ergibt sich ein aussagekräftiger Entwicklungsbericht. Und dieser bescheinigt eine positive Tendenz. Seit 1994 stieg die Population von weltweit 170.000 auf 280.000 Brutpaare im Jahr 2014. Und es geht weiter in die richtige Richtung.
Ben und Elfriede, Szofi und Macus sowie das zukünftige Fohrder Storchenpaar sorgen auch dieses Jahr dafür, dass der Bestand der Weißstörche in unserem Land wächst.
Deswegen wurden die potenziellen Storcheneier heute in Ungarn wieder fleißig befruchtet. Und die Spannung auf das erste Ei im Storchennest steigt.
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/





