24.04.2020 – Ferien im Storchennest

Der Himmel war heute morgen etwas wolkenverhangen und von der Sonne war noch nichts zu sehen. Ben zählte fix die Eier durch, es muss ja alles seine Richtigkeit haben. Aber alle vier waren da und so konnte er in Ruhe wieder Platz nehmen.

 

 

Lilly stolperte währenddessen durch das Nest. Sie hatte sich beim Herumlaufen in einem Ast verheddert und Ben lag ebenfalls im Weg…

 

 

 

Solche Bilder entstehen nur durch den Einblick mit der Kamera. Unter dem Nest stehend könnten wir so etwas nie sehen. Wären alle Beine deckungsgleich, hätten wir einen Storch mit zwei Köpfen vor uns smile.

 

 

 

 

Lilly durfte bis sieben Uhr brüten, dann tauchte Ben wieder auf. Die Tiere hatten sich aber auch in der Nacht abgewechselt, sodass Lilly nicht zu kurz kam.

 

 

 

Viel hilft viel

Ben wollte ein frisches Bett machen und versenkte Lilly unter dem gemähten Gras. Zuerst stand er auf der vorderen Seite, dann versuchte er, Lilly zu umrunden und stolperte fast über die Störchin, um am Schluss das Gras über Lillys Rücken hinweg doch auf der Vorderseite zu platzieren. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht smile.

 

 

 

 

 

 

 

Gute Arbeit wird belohnt smile

Eine halbe Stunde später flog Ben mit einer Strohladung ein, sodass Lilly genug Material hatte, um sich darunter zu verstecken. Da sich Ben aber so angestrengt hatte, gab sie den Platz auf den Eiern frei und machte unser Storchenmännchen damit sehr glücklich.

 

 

 

 

 

 

Alles Gras und Stroh in die Brutmulde hinein und draufsetzen. Jetzt sind es die perfekten Temperaturen unter dem Bauch.

 

 

 

Zur Abwechslung brachte jetzt Lilly das Stroh. Auch sie machte einen Stolperschritt über Ben hinweg, um das Stroh an der richtigen Stelle abzulegen.

 

 

 

 

Ben zog alles erreichbare Nistmaterial in seine Nähe und schien sich sehr wohl zu fühlen.

 

 

 

 

Hier schien Lilly Ben aufzuscheuchen, denn sie inspizierte alles sehr genau und kurz darauf erhob sich Ben.

 

 

 

Schichtwechsel. Wer nicht brütet, sammelt alles von der Wiese und dem Kuhstall nebenan ein, was er finden kann. Ben war ein guter Finder und so landete ein Stückchen Acker mit Strohhalmen daran im Nest. Kann man immer mal brauchen smile.

 

 

 

So, das dürfte vorerst reichen.

 

 

Bevor Ben dazu kam, den Nestrand wieder auseinanderzunehmen, ließ Lilly ihn lieber brüten. Sicher ist sicher. Wenn dieser Storch erst einen Ast im Schnabel hatte,…

 

 

 

Mit Eiern kann Ben besser und Lilly überließ ihm gerne den Platz.

 

 

 

Eine Stunde später waren beide Störche immer noch gemeinsam auf dem Nest zu sehen. Aber kurz darauf flog Lilly zu einer ausgiebigen Mittagsrunde los.

 

 

 

Lilly und ihre Verehrer

Von halb zwölf bis zwei Uhr konnte sich Ben ganz ungestört seinen Vaterfreuden hingeben. Dann tauchte Lilly wieder auf und beide Störche klapperten den Himmel an. Anscheinend ist Lilly eine gefragte Störchin, denn fliegt sie ein, hat sie meist einen anderen Storch im Schlepptau. Auch heute kreiste ein fremder Storch unmittelbar nach Lillys Rückkehr über dem Nest. Er flog allerdings so hoch, dass er keine Gefahr darstellte, aber die Störche wollten deutlich machen, dass das auch so bleiben sollte.

 

 

 

 

 

 

 

Der Fremdstorch ist am rechten Bildrand am Himmel zu erkennen.

 

 

Alle wieder beruhigt? Dann kann der entspannte Tag mit vorsommerlichen Temperaturen weitergehen. Die Wolkendecke war am späten Vormittag aufgerissen und unsere Störche konnten sich über Sonne satt freuen. Es war ein friedvoller Tag, der ohne Angriffe oder menschliche Belästigung auskam.

 

 

Bis zum Abend sah es so im Storchennest aus:

 

 

 

Um halb sieben wurde gewechselt und Lilly übernahm das Brüten.

 

 

 

Bens letzte Runde endete um halb zehn. Anscheinend spürten die Tiere, dass heute keine Gefahren drohten und machten längere Ausflüge.

 

 

Getrennte Schlafzimmer

Die erste Nachtschicht ging natürlich an Ben, der friedlich auf den werdenden Küken brütete. Lilly flog um zwei Uhr nachts zum zweiten Nest hinüber und quartierte sich sicherheitshalber dort ein. Um fünf Uhr früh verließ sie den Horst und machte sich auf die Suche nach ihrem Frühstück.

 

 

Eine gute Nacht euch beiden!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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