24.03.2021 – Mini-Ben und ein entspanntes Junggesellenleben

Ben hielt schon um halb sechs Ausschau. Um diese Uhrzeit war noch nicht viel zu sehen, denn die Dämmerung hatte noch nicht eingesetzt. Ben startete trotzdem zu seiner Morgenrunde. Anscheinend hatte er heute viel vor.

 

 

Wenn man den Schnabel nicht voll genug bekommt

Eine halbe Stunde später tauchte er mit seiner Morgenration Stroh wieder auf und kümmerte sich um sein Bett. Dabei hatte er den Schnabel so tief in den Stroh”ballen” gesteckt, dass ihm die Halme im Schnabel feststeckten. Ballaststoffe zum Frühstück – ob dem Storch das geschmeckt hat?

 

 

 

Es dauerte noch eine Weile, bis Ben alle Halme losgeworden war. Dann stürzte er sich wieder auf einen Ast, den er um einige Zentimeter bewegte. Anschließend verfiel er in Siegesgeklapper. Lassen wir ihm seine Freude, denn jeder hat mal klein angefangen smile.

 

 

 

 

Nach einem kurzen Ausflug schleppte Ben um sieben Uhr die nächste Strohfuhre herbei. Im Nest ist bald kein Platz mehr, aber Meister Adebar scheint das nicht zu stören. Gut, dass im Nest immer ein mäßiger Wind herrscht, der für das mengenmäßige Gleichgewicht sorgt. Nimmt das Stroh überhand, wird es einfach vom Nest verweht. Man nennt das auch Sisyphusarbeit smile.

 

 

 

Immerhin hat es Ben jeden Tag schön weich unter seinem Allerwertesten.

 

 

Und auch unter dem Bäuchlein.

 

 

 

Keine Lust auf Äste und Rundflüge

Den restlichen Vormittag verbrachte der Storch auf dem Nest. Er hatte anscheinend keine große Lust, das Nest zu verlassen und machte es sich auf dem Horst bequem. Das Wetter war passabel, Regenwolken waren nicht in Sicht und Ben wollte anscheinend daheim sein, wenn eine Storchendame den Horst anflog.

 

 

Dazu muss man sich auch in Positur stellen, um möglichst schon aus der Ferne gesehen zu werden. Vielleicht gibt Ben Lilly schon Signale, dass sie sich bitte beeilen soll smile.

 

 

 

Kurz vor ein Uhr startete Ben doch wieder einen Ausflug. Der Hunger schien sich zu melden, also musste der Storch wohl oder übel seinen Sitzplatz verlassen und sich auf Futtersuche begeben.

 

 

Das tat er dann auch ausgiebig, denn Ben kehrte erst gegen fünf Uhr zurück. Mit einem Schnabel voller Stroh…

 

 

“Ich bin richtig gut! Die Sitzgelegenheit im Nest ist ziemlich kuschelig!”

 

 

Ben legte schnell noch ein Freudentänzchen hin, bevor er sich auf dem Nestboden niederließ.

 

 

Flugverkehr über Nest 2

Während es sich der Storch im Stammquartier gemütlich machte, übte ein anderes Flatterwesen den Anflug auf Nest 2. Es kam näher…

 

 

… und näher…

 

 

und landete schließlich auf der Kamera. Unser großer Storch muss sich durch diesen Besucher nicht bedroht fühlen. Das war nur ein Ben in Miniformat smile.

 

 

 

Herr Storch hatte sich heute für eine zeitige Nachtruhe entschieden. Ab fünf Uhr lag er im Nest, beobachtete den Sonnenuntergang, verdaute sein Abendbrot und genoss die abendliche Stille. Während er es sich gemütlich machen kann, ist Lilly noch unterwegs und muss täglich viele Kilometer zurücklegen. Dafür darf sie sich dann beim Brüten ausruhen, denn das übernimmt garantiert wieder Ben.

 

 

Gute Nacht, du schönes Tier. Schlaf gut und lass dich morgen wieder heimlich beobachten smile.

 

 

 

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3 Kommentare
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Hallo, wo ist Ben eigentlich geboren? Weiß das jemand? Lg susanne

Da er nicht beringt wurde, ist meines Wissens unbekannt, wo er geboren wurde. Liebe Grüße, Ev

wo auch immer er das Licht erblick hat jetzt ist er da in Fohrde und macht uns alle große Freude.
In Großenlüder Flog der Storch über denn Kirchturm war Toll anzusehen . Bis ich das Handy hatte war er weg schade