Elli ist auf Urlaubsreise und das Fohrder Storchennest steht leer. In Ungarn gibt es Wasser aus der Pipette, die Gruppenzahl wurde umstrukturiert und die kleinsten Störche haben eine prima Kuschelfläche.
Im Fohrder Storchennest herrscht gähnende Leere, denn Elli ist wieder unterwegs. Daher können wir ihr nur einen schönen Sommertag und eine gute Nacht wünschen und schwenken sofort nach Ungarn.
Sind noch alle Küken da?
Bei den Temperaturen ist es sicher angenehm, draußen zu schlafen. Aber sind morgens auch noch alle Küken da?
Einmal durchzählen bitte. Aber keine Sorge, alle Küken sind noch vorhanden.
Dieses Jungtier von Szofi und Macus stellte schon mal seine Spannbreite der Flügel zur Schau. Es dauert nicht mehr lange, da werden die Jungtiere ihre Flügel ausbreiten und über der Station in der Luft kreisen.
Wenige Sekunden später begann das Storchenkind, in die Höhe zu hopsen. Noch ist der Zusammenhang zwischen schlagenden Flügeln und der Aufwärtsbewegung nicht klar. Deshalb wird gehopst und erst dann geflattert. Aber dieser Nachwuchs kam bereits bis zu 20 Zentimeter in die Höhe.
Macus oder Szofi hatte eine schöne schwarze Feder verloren. Macus brachte sie ins Nest und sofort waren die Küken Feuer und Flamme. Jeder wollte die Feder halten und so kam es, dass sich die Küken das Objekt der Begierde gegenseitig aus dem Schnabel rissen.
Womit man kleine Strochenkinder begeistern kann. Allerdings nur für eine gewisse Zeit. Dann muss etwas Neues her, um unterhalten zu werden.
Die große Feder lag achtlos im Nest, als Szofi einflog und Futter mitbrachte.
Der Sommer hat schon eine Weile Einzug gehalten. Doch mit der Wasserkiste ist das kein Problem. Mittlerweile können alle Küken trinken, daher werden sie in Freiheit keine Probleme haben, Wasser aus einem Fluss oder einem See zu schlürfen. Dort können sie auch richtig planschen, wozu die Wasserkiste nicht ganz ausreicht. Aber für ein Fußbad ist sie immer willkommen.
Mittagszeit im Storchennest
Was “besprechen” die Jungstörche denn da? Geheimnisse können es nicht sein, denn wenige Minuten später war das Nest voll. Und in Anwesenheit der Eltern bespricht man nichts Geheimes.
Tante Gans war schon wieder unterwegs und sauste vor der Voliere hin und her. Ob die Storcheneltern ihr Beifall klapperten und sie anfeuerten, ist nicht ganz klar. Das Geklapper könnte auch anderen Störchen gegolten haben, die das Nest überflogen.
Um halb zwei wurde geduscht und Szofi bestand darauf, dass das Wasser nicht nur im Schnabel landete. Aber man kann ja auch beides haben. Ein wenig Wasser in den Schnabel (den Rest holt man sich eben selbst aus der Wasserkiste) und ganz viel Wasser über die Federn.
Anschließend heißt es brutzeln und trocknen. Ebenfalls unter Mamas wachsamen Augen.
Die Kindergartengruppe ist komplett
Nanu, es wurde schon wieder umdisponiert? Jetzt saßen alle Küken in einem Nest, aber da zwei der Storchenkinder noch sehr klein sind, gab es keine Platzprobleme. Wenn die Größeren später ausfliegen, haben die Kleine genug Platz, um umherzuhopsen.
Wasser kann man auch füttern. Wie zum Beispiel hier mit einer großen Pipette. Die kleinsten Jungtiere sind noch nicht so pfiffig, um das Wasser aus der Kiste in den Hals zu bekommen. Deshalb wird etwas nachgeholfen. Und wenn die Größeren dabei auch ihren Teil abbekommen, müssen sie sich das Wasser nicht selbst aus der Kiste angeln.
So ist die Welt in Ordnung. Die Kleinen kuscheln mit den Großen und freuen sich, dass immer ein neues Geschwisterchen zum Anlehnen zur Verfügung steht.
Man kann sich auch auf die Großen legen, denn die sind schön weich und bieten viel mehr Kuschelfläche als so ein kleiner Krümel.
Es können auch alle zugleich den Kopf in die Wasserkiste stecken. Zu welchem Zweck auch immer. Irgendwas gibt es anscheinend immer zu lernen. Auch in dieser Pose.
Kurz vor 17 Uhr wurde sich zu einem kurzen Schläfchen sortiert, bei dem die merkwürdigsten Schlafstellungen zu sehen waren. Wäre das Wasserbecken größer, wäre eines der Küken ganz sicher im Wasser gelandet. Aber dort schläft es sich sicher sehr erfrischend.
Abendfütterung
Die Kleinen sind von Anfang an weniger Fütterungen gewöhnt, bekommen aber pro Mahlzeit viel mehr als in einem normalen Storchennest. Dort müssten sie das Futter mit den Geschwistern teilen. Hier im Nest bekommen sie so viel, bis sie satt sind.
Anfangs geht das Verschlingen sehr schnell, doch dann wird es ruhiger. Das restliche Fleisch wurde genauestens beäugt und ausgewählt. Wenn man nicht mehr hungrig ist, sucht man sich eben das Beste aus.
“Na, noch ein Nachschlag gefällig?”
Die letzten Fleischstückchen wurden vom Boden aufgepickt, die Wasserkiste kam ins Nest zurück und heute durften alle Küken zusammen im Nest übernachten.
Es macht ja auch keinen Spaß, alleine im Nest zu schlafen. Das Küken, das die gestrige Nacht alleine auf dem anderen Nest verbrachte, hatte sich anscheinend beschwert und wurde von den beiden Jüngsten unterstützt. Denn diese freuen sich auf mehr Kuschelfläche.
Prompt wurde darauf eingegangen und heute Nacht schlafen alle Küken zusammen. So ist die Kuschelfläche für die Kleinen noch größer. Vier zu zwei. So muss das sein.
Gute Nacht und schlaft gut.
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ









































