22.07.2025 – So schöne Beine – oder doch nicht??

Elli zeigte auch heute, dass sie ihr Sommernest nicht vergessen hatte. Doch die Beine der Störchin gaben Rätsel auf. Die Jungstörche in Ungarn sind unterwegs und Szofi macht sich langsam für die Abreise fertig.

 

Kurz vor sieben Uhr tauchte Elli auf und war dabei zu beobachten, wie sie sehr aufmerksam ihre Beine anstarrte. Der prüfende Blick ging rauf und runter, aber sie durfte feststellen, dass nach wie vor alles in Ordnung war. Die Beine waren rot und lang und glatt.

 

 

 

 

Heute gab es keine morgendliche Pause, denn Elli untersuchte noch fix das Nest, nahm anschließend eine machtvolle Pose ein, streckte sich und verschwand wahrscheinlich zum Frühstücken vom Nest.

 

 

 

Eine knappe Dreiviertelstunde später war sie wieder im Anflug und brachte etwas feuchtes Stroh mit. Zum Kuscheln war es nicht gemütlich genug, aber für den Nestboden schien es zu reichen.

 

 

 

Und wie immer klebte das Zeug zusammen und ließ sich nicht mit einem lockeren Schwung verteilen. Aber Elli war auch schnell wieder abgelenkt. Heute hatte etwas anscheinend nicht seine Richtigkeit, denn die Störchin begutachtete schon wieder ihre beiden Beine, als würde sie diese das erste Mal im Leben sehen.

 

 

 

 

Beide Beine sind noch da – was stimmt denn hier nicht?

Waren ihr die roten Beine noch nie aufgefallen? Musste Elli etwas nachzählen? Oder wunderte sich die Störchin, dass die vormals weißen Beine ganz ohne ihr Zutun wieder rot waren? Wer hat Ellis Beine angemalt?

 

 

 

Nun gut, die Beine waren, wie sie waren und Elli hatte sich anscheinend entschieden, das auch so hinzunehmen. Darum hopste sie auch nun die Kamera. Dort oben gab es ganz sicher mehr Ablenkung, um sich nicht immer die Beine ansehen zu müssen.

 

 

 

 

Wir wechseln den Blick nach Ungarn

Früh um sieben Uhr war nur Macus auf der Wiese und anschließend im Nest zu sehen. Der Rest der Störche war ausgeflogen und hinterließ einen leeren Garten.

 

 

 

Kurze Zeit später waren es immerhin schon zwei Storchentiere, die zu erblicken waren. Aber die Mehrheit blieb auswärts.

 

 

Hier sehen wir auch, wo sich die Jungtiere herumtreiben. Die Hausdächer sind viel interessanter als das elterliche Nest. In dem mussten die Jungen sooo lange sitzen und stehen, bis das Fliegen endlich klappte. Jetzt genießen die Störche die Höhe, die Aussicht und das Segeln im Wind, wenn sie die Hausdächer verlassen und die Kinderstube besuchen.

 

 

 

 

Um halb zehn war auch Szofi von ihrem Ausflug aufgetaucht. Zufrieden stand das Elternpaar im Nest und schien, die Ruhe und die Freiheit von Verantwortung zu genießen.

 

 

Nur kurze Zeit später gesellte sich ein Jungtier aus dem anderen Nest dazu, aber dabei sollte es erstmal bleiben.

 

 

 

 

Um halb zwölf kam Tante Gans neugierig vorbeigewatschelt, aber niemand war zu Hause. Da hatte sie doch wirklich alle in die Flucht geschlagen. Aber ihr war selbst nicht klar, wie sie das geschafft hatte. Immerhin herrschte jetzt Ruhe vor diesen großen Flattertieren.

 

 

Die Störche sind immer seltener gleichzeitig zu beobachten. Ab und an schauen die Jungtiere vorbei, ob sich Futter abstauben lässt. Macus und Szofi füttern schon länger nicht mehr, daher heißt es für die “Kleinen”, selbst auf Futtersuche zu gehen.

 

 

 

Auch in den Abendstunden war der Besuch der Nester eher mäßig. Die Jugend legte Wert auf ihre Privatsphäre und Szofi ist bereits am Auftanken für ihren Flug nach Afrika. Die Störchin machte sich in den vergangenen Jahren immer spät auf den Weg und flog mal am 16.8., mal am 17.8. oder sogar erst am 21.8. in Richtung Winterquartier. Dann würde sie jetzt noch drei Wochen mit Macus verbringen. Sicher dürfte jedoch sein, dass die Jungtiere vor ihr das Nest und die Eltern verlassen.

Wobei wir auch schon die Erfahrung machen konnten, dass Mutter und Kinder zusammen losflogen und der Storchenvater noch einige Tage länger durch die Fohrder Umgebung streifte.

Wir lassen uns überraschen…

… und sagen gute Nacht.

 

 

 

 

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

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