20.07.2025 – Elli findet ein merkwürdiges Ding

Elli versorgte auch heute ihren Haushalt und findet in Fohrde ein merkwürdiges Ding, in Ungarn herrscht eifriger Flugverkehr und Tante Gans wird in ihrer Ansicht bestärkt, dass Menschen doch sehr merkwürdige Wesen sind. 

 

Guten Morgen Elli. Um halb acht war die Störchin wieder auf dem Nest zu sehen. Zuerst fanden die Bodenkontrolle und der Sicherheitscheck statt.

 

 

 

 

Anschließend wurde Position auf dem Hochsitz bezogen.

 

 

Von dort muss Elli irgendwann das Nest verlassen haben, denn um 12:30 Uhr kehrte sie von auswärts zurück.

 

 

 

Es war zwar niemand in direkter Umgebung zu sehen, den man das Fürchten lehren musste, aber besser einmal zu viel als einmal zu wenig flügelschlagend im Nest posieren.

 

 

Um 13:00 Uhr war ein Schläfchen angesagt. Ein leichtes Wolkenband sorgte dafür, dass die Sonne nicht mit praller Wucht auf Elli herunterschien. So ließ es sich aushalten und deshalb dauerte die Pause auch bis nach 13:30 Uhr.

 

 

Ordentlich ausgeruht verschwand Elli vom Nest, kehrte aber schon um 17:11 Uhr zurück.

 

 

Was hat die Störchin da für ein merkwürdiges Ding gefunden? Oder stibitzt?

Was hatte Elli denn da angeschleppt? Das war doch immer Ottos Aufgabe gewesen, alles einzusammeln, was nicht niet- und nagelfest war.

Fohrde scheint eine Schatztruhe für Störche zu sein. Heute war es Elli, die ein merkwürdiges Ding anschleppte. Eindeutig bestimmt werden konnte nur die Form. Sie war rund. Alles Weitere lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Auf den ersten Blick sah es wie ein rundes Kissen aus. Allerdings hatte der Schnabel der Störchin schon einen Riss hinterlassen.

 

 

Jetzt sah das Teil wie ein Riesenpilz aus, der in sich zusammengefallen war, als ob man die Luft herausgelassen hätte,

 

 

Auf diesem Bild sah es materialtechnisch nach Papier oder Leder aus. Wem also eine Idee kommt, was Elli da für ein merkwürdiges Ding mitgehen lassen hat – jeder Vorschlag, der hier Licht ins Dunkel bringt, ist herzlich willkommen.

 

 

 

Ellis Federkleid ist immer noch grau/ bräunlich. Das ist aber gut, denn anhand der Gefiederzeichnung und -form ließe sie sich nicht mehr eindeutig erkennen. Bei Ben hatten am Ende der Saison immer die beiden kennzeichnenden Rückenfedern stark gelitten und sahen teilweise etwas zerfleddert, in jedem Fall aber viel schmaler als im Frühling aus. Bei Elli hat bisher kein Regenguss geholfen, das Gefieder richtig reinzuwaschen. Anscheinend soll es ihr Erkennungsmerkmal bleiben.

 

 

 

 

Dann also eine gute Nacht für Elli. Schauen wir mal, was die Störchin für morgen geplant hat.

 

 

 

Noch ein paar Bilder aus Ungarn

Werfen wir noch einen kurzen Blick nach Ungarn. Über Nacht waren Szofi und Macus anwesend und im anderen Nest standen alle drei Jungstörche. Diesmal wurde nicht auf den Dächern geschlafen, der Liegeplatz im Nest war dagegen wesentlich komfortabler.

 

 

Die Nester sehen tagsüber mittlerweile ganz schön leer aus.

 

 

Ab und zu fliegen Szofis Küken ein und wenn, dann meist als geschlossene Dreiergruppe.

 

 

Szofi und Macus stehen jetzt oft gemeinsam im Nest, während die Jugend unterwegs ist. So genießen die Eltern noch ein wenig Ruhe und machen etwas Sommerpause, bevor der große Abschied kommt.

 

 

Und sie fliegen und fliegen

Die jungen Störche sind auf den Geschmack der Freiheit gekommen und sausen durch den Garten. Mal heben sie von einem der Nester ab, im nächsten Moment landet schon wieder einer der Jungstörche – für die beiden Kleinen, die noch brav im Nest sitzen und wachsen müssen, gibt es daher viel zu gucken.

 

 

 

 

Um 11:11 Uhr war ein lustiger Wettlauf zu beobachten. András war mit Futter im Garten unterwegs und wurde von der flügelschlagenden Tante Gans verfolgt. Ob diese vergessen hatte, dass sie Vegetarierin ist?

“András, nicht so schnell! Wirst du wohl auf mich warten??”

 

 

“Manno, Rücksichtnahme wird heutzutage auch nicht mehr großgeschrieben!”

 

 

“Und wieso rennt er jetzt in die andere Richtung? Kann er sich nicht mal entscheiden? Hach, Männer, ich sags ja.”

 

 

Keiner mehr da, nur Macus gönnte sich eine Pause auf dem Nest, während Szofi sicher mit den jungen Störchen unterwegs war. Manchmal ist es aber ganz schön, wenn man etwas Ruhe bekommt. Das Wetter ist perfekt, solange eine Wasserkiste bereitsteht und ein paar Urlaubstage vor dem langen Winter tun auch Macus gut.

 

 

 

Den beiden Kleinen geht es ebenfalls blendend. Sie sitzen im Schatten und müssen wachsen. Da die Jungtiere sich bereits ab Anfang August sammeln, um in den Süden zu fliegen, werden diese beiden wohl in Ungarn überwintern. Zu diesem Zeitpunkt dürften sie noch nicht flugfähig sein. Außerdem brauchen sie noch Übungszeit zum Fliegen und zur Futtersuche. Da es bereits Ende Juli ist, sind sie auch dann noch für die große Reise zu klein, wenn sich die Alttiere versammeln und den jungen Störchen nachziehen.

 

 

Daher wird Macus wohl etwas Gesellschaft bekommen. Allerdings bleiben die Jungtiere in der Voliere, während Macus täglich durch den Garten spazieren kann.

 

 

So ein herrlicher Ausguck. Hier ist meist besetzt, denn irgendein junger Storch findet sich immer, der auf diesem Platz Position bezieht.

 

 

 

Junggesellenleben

Das Trio aus Szofis Nest liebt ebenfalls den Ausblick. Die Besitzer des Nestes sind nur noch selten da und daher kann es sich die Jugend darin gemütlich machen. Man hat es ja nicht oft, dass es direkt in der Nähe des Nestes, in dem die Jungtiere geschlüpft sind, einen weiteren Horst gibt, der auch noch leer steht.

Bei uns in Fohrde war es immer umgekehrt. Hier sind die Eltern in ihren zweiten Wohnsitz umgezogen und der Nachwuchs hatte sein Nest für sich. Aber da Macus nicht ausziehen kann…

 

 

Zuerst saß ein Storchenkind alleine im Nest. Aber es dauerte nicht lange und Nummer zwei tauchte auf.

 

 

Und da aller Dinge nunmal drei sind, kam noch ein Störchlein geflogen. Trio vereint, alles komplett.

 

 

Kleine Kabbeleien sind mittlerweile an der Tagesordnung. Aber über ein Geplänkel mit dem Schnabel geht es nicht hinaus.

 

 

“Ich hab noch was vergessen, bin gleich wieder da!”

Gut dass man (Storch) fliegen kann. Wahrscheinlich wollte sich dieser Storch schnell noch einmal die Füße waschen…

 

 

In der Abenddämmerung waren alle Jungtiere auf dem Nest. Man hatte den Eltern eine gute Nacht gewünscht, war in die Wasserkiste gehüpft, hatte sicher irgendwo noch ein Stückchen Fleisch abgestaubt und jetzt war es Zeit zum Schlafen.

 

 

Träumt was Schönes, ihr kleinen und großen Störche. Bis morgen.

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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4 Kommentare
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Unsere Mod Janine hat es als Schirmpilz identifiziert.

Moin, ja ich bin auch der gleichen Meinung wie Claudia und es wieder mal sehr amüsant euer Tagebuch zu lesen, weiter so!!!! Hier oben im Norden sind die Jugendlichen auch schon unterwegs, Gruß Anke aus dem nassen Norden

Hallo nach Fohrde,
Für mich sieht das auf dem Foto von 17:11:33 sehr nach einem Pilz aus… 🍄
Vielen herzlichen Dank für die viele Mühe der tollen Berichterstattung/ Tagebucheintrag! Lese ich immer wieder gerne!
Viele Grüße aus Oberbayern
Claudia

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