20.05.2021 – Wieder ein Tag mit Fremdstörchen geschafft

Luke war morgens kurz vor acht Uhr der Eierwärmer und durfte sich am blauen Himmel erfreuen, der einen angenehm warmen Tag versprach.

 

 

Schnell bei Tageslicht die Eier drehen und zählen, ob keines entwischt war. Und dann war auch schon Lilly eingeflogen.

 

 

 

Lilly rüttelte ein wenig an den Ästen, um zu testen, ob die Kinderstube noch sicher war und löste Luke ab.

 

 

Dieser durfte seine Frühstücksrunde drehen und schauen, wo es die längsten Würmer gab.

 

 

 

Der nächste Schichtwechsel fand um 10 Uhr statt. Lilly und Luke leisteten einander noch zwanzig Minuten Gesellschaft, dann ging jeder wieder seiner Wege.

 

 

 

 

Heute gibt es Salat?

Ob Lilly Appetit auf Grünfutter hatte? Jemand hatte seinen Rasen gemäht und anscheinend hatte Luke nur darauf gewartet, dass das überflüssige Grün unbeaufsichtigt in der Gegend lag und war es einsammeln geflogen. Zuerst verteilte er es auf Lillys Rücken. Als die Störchin ihre Abneigung durch Federschütteln zeigte, verteilte Luke den Rasen um die Störchin herum, die dann wie auf einer Miniwiese im Nest saß.

 

 

 

Luke wartete geduldig, ob sich Lilly wohl erheben würde, aber die Storchendame machte keine Anstalten. Kurz entschlossen segelte der Storch wieder vom Nest, um nach weiteren Dingen Ausschau zu halten, die sich ins Nest bringen ließen.

 

 

 

 

Diesmal blieb Luke nur wenige Minuten weg, denn Stroh gibt es immer auf der Wiese unter dem Nest. Erneut wurde Lilly eingepackt. Doch die Störchin machte immer noch keine Anstalten, ihren Sitzplatz aufzugeben.

 

 

 

Daher flog Luke abermals los und kehrte nach einer weiteren halben Stunde zurück.

 

 

Lilly empfing den Storch freundlich und blieb weiterhin sitzen.

 

 

Luke besteht auf Arbeitsteilung

Luke wartete noch eine Viertelstunde, ehe er deutlich machte, dass nun er mit dem Brüten an der Reihe sei. Er schob seinen Schnabel unter Lillys Bauch und zwang die Störchin auf diese Weise, den begehrten Platz auf den Eiern an ihn abzutreten.

 

 

 

 

Luke sah Lilly noch hinterher, dann durfte er sich dem Brüten widmen.

 

 

Wieder einmal Storchenbesuch

Kurz nach 13 Uhr stand Familie Storch flügelschlagend im Nest, denn zwei fremde Störche wurden über dem Fohrder Storchennest gesichtet. Zuerst drehten die Fremdstörche in großer Höhe ihre Runden in der Sonne, dann kamen sie tiefer und überflogen das Nest in sehr geringem Abstand.

Es bestand aber keine Gefahr für das Fohrder Storchenteam. Nach einem Überflug setzten die Fremden ihren Flug fort und kehrten auch nicht zurück. Elfriede und Ben können es nicht gewesen sein, da von den beiden immer einer im Nest in Hohenferchesar anwesend sein muss, um die kleinen Storchenküken zu schützen. Deswegen müssen es durchziehende Tiere oder vielleicht Störche gewesen sein, die ohne Partner in der Nähe leben und das schöne Wetter zu einem Ausflug nutzten.

 

 

 

 

 

 

 

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Alles wieder paletti. Die Störche waren weg, Luke hatte sich seinen Platz gesichert, Lilly flog zur Sicherheit noch einen Kontrollflug und landete um halb zwei wieder im Nest.

 

 

 

Luke räumte ohne Widerspruch seinen Platz und schien seinerseits nachschauen zu wollen, ob sein Revier storchenfrei war.

 

 

 

Lilly ließ ein wenig Luft an ihren Bauch und die Eier und erholte sich von der mittäglichen Aufregung.

 

 

Luke kehrte schon nach einer halben Stunde zurück, schien es sich anders zu überlegen und flatterte nach einer Minute wieder vom Nest. Lilly war es recht, Luke blieb in Reichweite und tauchte nach weiteren zehn Minuten wieder auf.

 

 

 

 

Der nächste Schichtwechsel erfolgte um 16 Uhr. Dann ließ sich Luke Zeit, um sein Abendbrot zu suchen und sein Bäuchlein zu füllen.

 

 

 

Während Luke in den Wiesen herumstromerte, leistete Agathe der Störchin ein wenig Gesellschaft und beobachtete mit ihr den Sonnenuntergang.

 

 

 

Um 21:44 Uhr war bei unseren Störchen Nachtruhe angesagt. Ein Storch saß auf den Eiern und der andere nutzte als Schlafplatz wieder die Kamera.

 

 

 

 

Es dauert nicht mehr lange

Wieder ist ein Tag vergangen, an dem die werdenden Küken ein wenig größer und vollkommener geworden sind. Drücken wir die Daumen, dass es in knapp drei Wochen in den Eiern klopft und Lilly und Luke Storcheneltern werden. Bis dahin wünschen wir unseren Störchen eine ruhige Nacht. Schlaft gut und bis morgen.

 

PS: In den letzten Tagen stand rund um die Uhr Mathematik auf meinem Arbeitsplan. Da auch mein Jüngster mit der Mathe-Abschlussprüfung heute seine schulische Laufbahn beendete, wurden die Storchenberichte später als sonst fertig. Jetzt ist das Thema Schule durch und für mich gibt es wieder einen geregelten Tagesablauf, der auch dem Schreiben der Tagesberichte wieder seinen rechtmäßigen Platz einräumt smile.

 

PS: Wer nach weiterem Lesefutter sucht, wird hier fündig. Dort sind in chronologischer Reihenfolge alle Tagebuchbeiträge ab 2019 aufgezeichnet. Viel Spaß dabei!

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Na dann💐alles Gute für Ihren Jüngsten = auf das alles geklappt hat 📚und klappen wird🙏👍