19.7.2019 – Klappt‘s am Wochenende?

Frühstück mal andersrum – bevor es etwas zum Futtern gab, wurden alle Innereien nach Außen transportiert. Zuerst beim jüngeren Küken, dem das Herauswürgen im Sitzen sichtlich schwerfiel. Nur kurz darauf auch beim älteren Küken, das clever war und dabei stand, sodass die Schwerkraft ihr Werk tun konnte.

 

 

 

 

Um acht Uhr morgens gab es einen leichten Sommerregen, der aber nur eine Viertelstunde dauerte. Es reichte zum leichten Befeuchten des Nestes und zum oberflächlichen Duschen der Küken.

 

 

 

 

Nach dem Putzen hüpften beide Küken einige Runden durch das Nest, um die Flügelmuskulatur zu trainieren. Für die richtigen Flugübungen war es noch zu früh, denn erst braucht es ein kräftiges Frühstück. Die Fütterungszeiten haben sich auch geändert. Obwohl beide Elterntiere schon bei Einbruch der Dämmerung vom Nest verschwunden waren, dauerte es noch eine ganze Weile, bis sie im Nest bei den Küken auftauchten.

 

 

 

 

 

 

Erst fressen, dann betätigen – deshalb brachte Leni eine große Portion Futter vorbei. Nur wenige Minuten später tauchte Ben im Nest auf, um auch seinen Anteil abzuliefern. Er teilte das Futter in mehrere Portionen auf. Während die Küken eine Portion aufpickten, ließ er die nächste Portion an einer anderen Stelle ins Nest rieseln, ohne von spitzen Schnäbeln des Nachwuchses gestört zu werden.

 

 

 

 

 

 

Die weißen Kniestrümpfe

Das Wetter war heute für die Störche perfekt. Etwas über 20 Grad warm und eine meist geschlossene Wolkendecke, die keine direkte Sonneneinstrahlung zuließ. Für Leni war schon wieder so warm, dass sie mit weiß gefärbten Storchenbeinen zur Fütterung erschien, um sich vor der Wärme zu schützen.

 

 

 

 

 

Auf dem folgenden Bild lässt sich die Innenseite der Flügel schön erkennen. Es ist noch nicht lange her, da waren die Flügel kleine Stummelchen, die nur einen Bruchteil der Körpergröße ausmachten. Jetzt haben sie eine Spannweite, die den Durchmesser des Nestes einnimmt.

 

 

Kurz vor dem Mittag verpasste das ältere Küken dem jüngeren Nachwuchs wieder eine Massage. Sie scheint zum täglichen Ritual zu werden, die das Storchenkind über sich ergehen lassen muss smile.

 

 

 

Hüpfprogramm mit Luftsprüngen

Nach dem Mittag wurde wieder fleißig geübt. Zeitweise waren beide Küken gleichzeitig mit dem Hochspringen beschäftigt und kamen sich ab und an ins Gehege. Manchmal landen die beiden mit ihren Luftsprüngen so dicht am Rand des Nestes, dass sie fast hinunterfielen. Für zwei Flügelschläge können sich beide schon in der Luft halten, das richtige Fliegen hat dann aber nichts mit Kraft zu tun. Störche fliegen im Gleitflug, daher müssen die Jungen in Kürze den Schritt wagen, sich vom Nest „fallenzulassen“, um anschließend die aufsteigenden Luftmassen unter die Flügel zu bekommen und zu segeln.

 

 

 

 

 

Tauchen die Eltern auf, vollzieht sich immer das gleiche Ritual: Die Jungen lassen sich auf die Knie fallen und fuchteln wie wild mit ihren Flügeln zur Begrüßung. Heute mussten sie Leni schon aus weiter Entfernung gesichtet haben, denn diese tauchte erst eine Minute nachdem die Küken mit ihrem Begrüßungstanz begonnen hatten im Nest auf.

 

 

 

 

Bens Fütterungstaktik geht auf. Im Stehen alles hochwürgen und anschließend aus der Höhe auf die Storchenkinder schütten. So lebt Mann ruhiger smile.

 

 

 

Am Nachmittag verdunkelte sich der Himmel, aber es gab keinen Regen. Der Wind wurde heftiger, sodass die Küken lieber saßen, als Flugübungen zu machen oder im Nest herumzulaufen. Auf dem Boden war es einfach sicherer.

 

 

 

 

Leni hat sich toll entwickelt

Leni schleppt unermüdlich Futter heran. Heute früh war sie auch diejenige, die zuerst vom Nest verschwand, während Ben noch ein wenig im Nest stand und die Küken aus der Entfernung beobachtete.

Auf dem zweiten Foto lässt sich deutlich erkennen, dass die Spannweite der Flügel bei den Küken schon im nicht ganz ausgestreckten Zustand das gesamte Nest überspannt.

 

 

 

Und wieder ist ein Tag vergangen und der große Moment des Fliegens rückt näher. Im letzten Jahr flogen beide Jungtiere auf den Tag genau nach 9 Wochen das erste Mal vom Nest. Unsere Storchenkinder werden kommenden Dienstag 9 Wochen. Wir dürfen also gespannt sein, wann sie sich trauen.

Bis dahin eine gute Nacht ihr beiden kleinen und großen Störche.

 

 

 

 

 

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