19.6.2019 – Wann wird es endlich wieder kühler??

Es ist früh am Morgen, aber der Brötchendienst lässt auf sich warten. Mama Leni geht es nur um die Sicherung des Nestes. Frühstückszeiten sind jetzt später anberaumt.

 

 

Als Ben eine Stunde später ins Nest einflog, legte das ältere Küken eine clevere Haltung an den Tag. Es angelte sich Papas Schnabel und ließ diesen gierig in seinem Schlund verschwinden. Wenig später öffnete Ben seinen Schnabel und das Frühstück rutschte auf direktem Weg in den Schnabel von Junior 1.

 

 

 

 

 

Wenige Minuten später war Ben wieder davongeflattert und die Küken mussten sich die Zeit alleine vertreiben.

 

 

Mit den Flügelchen kann man sich etwas Luft verschaffen…

 

 

… und Stehübungen sind auch gesund.

 

 

Ab und an kam ein Elterntier vorbei und brachte etwas Futter oder Wasser. Die restliche Zeit kamen die Küken heute sehr ins Schwitzen. 33 Grad im Schatten und seit nunmehr schon Wochen Temperaturen um die 30-Grad-Marke – da ist man über jede Wolke glücklich. Die angekündigten Gewitter blieben allerdings aus, stattdessen herrschte wie üblich tropische Hitze.

 

 

 

Bis in die Abendstunden mussten die Küken ausharren, bevor die Temperaturen sanken und erträglicher wurden. Auf afrikanische Klimaverhältnisse sind unsere Storchenkinder in jedem Fall bestens vorbereitet smile.

 

 

 

Auf diesem Foto ist der Größenunterschied der Küken deutlich zu erkennen. Obwohl beide Storchenkinder nur ca. 15 Stunden Altersunterschied haben, ist das ältere Küken sichtbar größer und kräftiger, weil es beim Einsammeln des Futters vielfach schneller ist.

 

 

Auch beim Wachstum der schwarzen Schwungfedern sind Unterschiede zu erkennen. Beim jüngeren Küken sind die Federn noch nicht so lang und der schwarze Streifen aufgrund dessen noch nicht so breit wie beim älteren Küken.

 

 

Bei diesem Schnappschuss lassen sich die Schwungfedern deutlich erkennen. Die oberen Spitzen der Federn sind schon geöffnet. Es sieht aus, als wären Dartpfeile in die Flügel gepflanzt, so akkurat stehen sie nebeneinander.

 

 

Als die ersten Nachtwolken aufzogen, wurde es angenehm. Bei diesem  Wetter müsste es eigentlich hitzefrei vom Storchsein geben, denn ein Storchenküken sein ist nicht einfach. Vergleicht man die Entwicklung eines Vogels mit der eines Säugetiers, gibt es enorme Unterschiede.

 

 

Bei Säugetieren steht die Milch für den Nachwuchs immer zur Verfügung, die Elterntiere müssen sich anfangs nicht auf Nahrungssuche für die Jungen begeben und kaum ein Säugetier hat solch eine Kinderstube, die so direkt und schutzlos Wind und Regen ausgesetzt ist.

Noch 5-6 Wochen, dann beginnen die Jungen flügge zu werden und können sich ihre Nahrung selbst suchen. Dann wird das jüngere Küken in Größe und Kraft gleichziehen und die Durststrecke, gegen das ältere Küken nicht anzukommen, ist vorüber. Doch zuerst ist Schlafenszeit bei angenehmen Temperaturen und Wetterleuchten. Nicht stören lassen also und gute Nacht ihr zwei!

 

 

 

 

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