Elli bricht in ihren nächsten Kurzurlaub auf, die Jugendgruppe macht einen Ausflug in den Dschungel und Macus ist froh, dass seine Familie immer noch im Nest sitzen muss.
Elli hatte sich gestern in aller Herrgottsfrühe vom Nest verabschiedet und lässt uns ausrichten, dass sie ihren nächsten Kurzurlaub angetreten hat. Wäre Loburg etwas dichter an Fohrde, würde sie Otto ganz sicher einen Besuch abstatten.
Dafür macht sie jetzt hier die Gegend unsicher und wird sich für das kommende Wochenende ganz sicher ein Fleckchen aussuchen, das am Wasser liegt. Fische fangen, mit den Füßen im Wasser stehen und literweise das kühle Nass trinken – Ellis Wochenende wird sicher ähnlich verlaufen wie bei vielen Zuschauern.
Der Tag im ungarischen Nest
Bereits um 4:35 Uhr stand eines der Jungtiere mit beiden Beinen im Wasser. Es scheint ein sehr reinliches Jungtier zu sein, dem die tägliche Körperpflege wichtig ist. Allerdings hatte das Wasser am gestrigen Tag qualitativ sehr gelitten, sodass der junge Storch eher in einer Brühe ein Fußbad nahm, was ihn aber nicht zu stören schien.
Er bekam sogleich Gesellschaft von einem Geschwisterchen, das einen langen Hals machte und interessiert beobachtete, wie der andere Storch nach Blättern im Wasser fischte.
Während die einen Storchenkinder vom Wasser fasziniert waren, waren die anderen mehr vom Frühsport begeistert. Zwei Störche standen nacheinander flügelschlagend im Nest und Szofi musste sich in Sicherheit bringen, um nicht vom Nest gewedelt zu werden.
Was machen wir denn heute?
Langsam läßt sich nachvollziehen, wie es sich anfühlt, wenn man an einem Standort festgenagelt ist. Die Küken können mittlerweile laufen, aber das Nest trotzdem nicht verlassen. Otto muss sich so ähnlich vorkommen, obwohl sein Aktionsradius etwas größer ist.
Würde man den Küken eine Auf- und Abstiegshilfe bauen, könnten sie bereits mit Papa Macus einen Ausflug in den Garten unternehmen. Was natürlich nicht artgerecht, aber schön wäre. So müssen wir mit den Jungen warten, bis sie ihre Nestzeit “abgesessen” haben und sich in die Lüfte schrauben können. Vorher bietet ein Spaziergang auf dem Boden keine Sicherheit vor Menschen oder Raubtieren.
Es bleibt also bei der Kneipp-Kur als heutiges Highlight.
Obwohl es sich eher um ein heilsames Schlammbad zu handeln schien.
Während Familie Storch die letzten Minuten des morgendlichen Schattens genoss, schwenkte die Kamera zu den vier Storchenkindern im gegenüberliegenden Nest.
Diese durften noch ein wenig sonnenbaden, bevor der große Baum den restlichen Tag Schatten spenden würde.
Eines der Jungtiere unternahm einen Ausflug an den Nestrand und setzte sich unter den hängenden Ästen in den Schatten. Auch in diesem Nest stand heute eine kleine Wasserkiste, neben die sich bereits eines der Jungtiere positioniert hatte.
Der Schnabel wurde immer wieder ins Wasser getaucht und der kleine Bursche hatte schnell verstanden, dass Wasser nicht nur von oben kommen muss, um in den Hals laufen zu können.
Anschließend folgte ein Schwenk in das nächste Nest, in dem in luftiger Höhe zumindest ein Küken richtig munter war.
Die Storchenjugend macht einen Ausflug
Um 9:45 Uhr wurde nochmals die Jugendgruppe gezeigt. Jetzt belagerten drei der Jungtiere die Wasserkiste. Zwanzig Minuten später machten sich zwei Küken zu einer Dschungelsafari auf und tapsten unter die herabhängenden Zweige.
Dort ließ es sich anscheinend aushalten, denn Küken Nummer drei schloss sich der Wandergruppe ebenfalls an.
Nun standen die Jungtiere der Reihe nach an, um den schattigsten Platz abzubekommen. Mittlerweile war auch das Trinkwasser gewechselt worden, doch Küken Nummer vier konnte sich absolut nicht von der Wasserkiste losreißen. Daher wurde es zum Bewacher der Kiste ausgewählt.
Es sollte aber bald schattig werden, sodass alle Jungtiere aufatmen konnten. Immerhin konnten sie miteinander raufen und ihre Schnäbelchen aneinander “wetzen”, so viel Energie war durch den reichlichen Sonnenschein vorhanden. Es handelte sich dabei nur um freundschaftliches Geplänkel, denn wenig später lagen alle Küken zufrieden im schattigen Nest.
Mittagszeit im Storchennest
Auch heute stand der Nachwuchs vorrangig unter Szofis Obhut, während Macus im Garten umherwanderte und von seinem Nachwuchs beobachtet wurde.
In diesem Nest war das Wasser auch gewechselt worden, sodass Szofi regelmäßig am Wasserbecken gesehen wurde. Sie schlürfte ausgiebig Wasser, um dieses anschließend über den Küken auszugießen. Nur so lässt sich die derzeitige Hitze aushalten.
Um halb zwei hatten sich die Küken wieder einmal für einen Schnappschuss aufgestellt. Nur das jüngste Küken wollte nicht mit auf das Bild. Aber Mama Szofi ist auch so stolz auf ihren Nachwuchs.
Einmal Futter fassen, bitte
Ein wenig Futter brauchen die Kleinen auch noch und anschließend war Tante Gans bei einem Ausflug im Freiluftkino zu sehen. Macus machte schon wieder einen langen Hals, kam der Gans aber heute nicht zunahe.
Alle Störche sind im Nest und beobachten, was im Garten passiert. In Blickrichtung sind die anderen Störche, Enten und auch Schweine untergebracht. Es lohnt sich also, einen Blick in die Runde zu werfen und sich unterhalten zu lassen.
Diesmal sauste Tante Gans von rechts nach links über die Bildfläche. Vielleicht war Macus ihr schon wieder auf den Fersen und sie suchte ein Versteck? Die Jungtiere nahmen es gelassen zur Kenntnis. Sie mussten ja nicht durch den Garten hetzen, sondern saßen als Zuschauer entspannt in der ersten Reihe.
Hach, tat das gut. Es war 16 Uhr geworden und Szofi schlürfte genüßlich Wasser in ihrem All-inclusive-Nest. So lässt es sich aushalten.
Nach einer Pause flog die Störchin auf Futtersuche, denn ein wenig Versorgung braucht der Nachwuchs doch noch. Wenn die Jungtiere flügge sind, fliegt sie mit diesen auf die benachbarten Felder und Wiesen, um ihnen beizubringen, wie man sich selbstständig Futter sucht. Dann muss Macus warten, bis seine Familie nach jedem Ausflug wieder ins Nest zurückkehrt, da er nicht mitfliegen kann.
Es folgten noch einige Sportübungen, aber so recht war bei der Hitze keiner dabei. Die abendliche Schattenzeit wurde sehnsüchtig erwartet, dann hieß es, vom Nichtstun auszuruhen.
Schlaft gut und träumt euch in den nächsten Sommertag hinein. Wir wünschen eine gute Nacht.
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ







































