19.05.2025 – Mutterliebe macht ALLES möglich

Mutterliebe ist zu allem fähig, wie wir heute im ungarisches Nest zu sehen bekamen. Elli und Otto machten Fohrde und Umgebung unsicher, nachdem die Störchin Otto im Gras vergraben wollte. 

 

Wie jeden Morgen stand das Nest bereits kurz vor 5:00 Uhr leer. Elli und Otto hatten sich auf den Weg gemacht, um ihr erstes Frühstück zu suchen.

 

 

Um 7:30 Uhr hatten sie ihre Frühstücksrunde beendet und kehrten gemeinsam auf das Nest zurück. Bis um 9:00 Uhr war Familienzeit angesagt. Das heißt, dass Elli sich um das Nest und Otto kümmerte.

Während Otto sein Frühstück verdaute, begann Elli, ihn liebevoll zu kraulen. Wenn es schon keine Küken im Nest gibt, um die sich die Störchen liebevoll kümmern kann, dann musst Otto für das Ausleben der Mutterliebe herhalten.

 

 

 

Ein wenig später begann Elli, im Nestboden herumzustochern. Sie lockerte das Stroh und begann, dieses um und auf Otto zu verteilen. Ihre Fürsorge ging soweit, dass sie Otto das Heu in den Nacken stopfte und auch seinen Schnabel damit einwickeln wollte. Und Otto war wieder mal die Geduld in Person.

 

 

 

Noch ein bisschen links und ein bisschen rechts. Und auch an den Seiten muss noch Stroh hingestopftwerden, damit Otto es auch recht warm hat. Auf dem Storchennest herrscht immer ein kräftiger Wind und Otto soll ja gesund bleiben.

 

 

 

 

Um 13 Uhr kehrten Otto und Elli zur Mittagspause auf das Nest zurück. Nach einer Stunde erklärte Elli die Siesta für beendet und stocherte in Ottos Schwanzfedern, um den Storch zum Aufstehen zu bewegen.

 

 

Nachdem sich dieser in die Höhe geschraubt hatte, verließen Elli und Otto das Nest kurz nach 14 Uhr und ließen sich bis 17 Uhr Zeit für die Rückkehr.

 

 

Bis 18 Uhr wurde geputzt, geknabbert und geträumt, dann stand die große Abendbrotrunde an.

 

 

 

 

 

 

Was heute in Ungarn passierte

Nur mal schnell schauen, wie das Wetter ist. Dazu reicht es ja, den Schnabel unter den Flügeln hervorzustecken.

 

 

Hmmm, Frühstück. Noch sind die Küken so klein, dass das Frühstück moderat abläuft. Vater und Mutter werden beim Fressen noch nicht attackiert, damit das Futter schneller aus deren Schnäbeln fällt. Zuerst müssen sich alle Küken im Kreis aufstellen, dann wird das Futter freigegeben.

 

 

Lernstunde im Storchennest:

Hier durfte ein Küken vorführen, wie man den Toilettengang ordentlich verrichtet und die Geschwister durften zusehen und lernen.

 

 

Nach dem Fressen ist vor dem Toilettengang. Zwei Fotos weiter ist zu sehen, was sich im Storchennest abspielt, wenn alle Küken gleichzeitig dringend zur Toilette müssen. Dann wird in alle Nestrichtungen geschossen.

 

 

 

Morgens ist es derzeit noch etwas kühl. Deshalb vernetzen sich die Küken jedes Mal zu einem Knäuel, um sich gegenseitig zu wärmen. Auch das geschieht in einer ganz speziellen Reihenfolge und sieht fast aus, als würde man einzelne Puzzleteile zusammensetzen.

Bei einem Küken liegt der Kopf oben, bei einem anderen die Beine. Dann schieben sie sich aufeinander zu, als ob sie sich miteinander verzahnen würden.

 

 

Würmer, Würmer, Würmer. Das nächste Frühstück enthielt viele Würmer. Auch Papa hatte davon schon eine Menge ins Nest geschleppt. Bei Regenwetter lassen sich diese Tiere leicht aufspüren. Und satt machen sie außerdem.

Den Küken schmeckt es und die  Eltern sind zufrieden, denn diesem Futter müssen sie nicht auf der Wiese hinterherrennen und es einfangen. Herumstochern im Erdboden ist nämlich viel einfacher.

 

 

Das Küken ganz vorne hatte etwas anderes als einen Regenwurm erwischt. Je länger der Wurm, desto länger ist man satt.

 

 

 

Mutterliebe oder wie bekommt man die Küken unter die Flügel?

Heute kam immer wieder ein Regenschauer, der seine Wassertropfen auf das Storchennest fallen ließ. Die folgenden Bilder zeigen, dass das mittlerweile ein gefährliches Unterfangen ist. Verrenkungen und Zerrungen sind dabei schnell entstanden.

 

 

Zuerst geht man halb in die Knie. Wer versucht, das nachzumachen und einen Moment in dieser Position verharrt, kann nachfühlen, welche Muskelpartien dabei besonders beansprucht werden.

 

 

Fast auf dem Boden. Aber eben nur fast.

 

 

Der Bauch dürfte auf dem Boden liegen und mit den Flügel stützt sich Szofi ab, um den Nachwuchs nicht zu erdrücken.

 

 

Die Störchin musste in dieser Position dreieinhalb Minuten ausharren, denn nun schüttete der Himmel etwas aus, das wie kleine Hagelkörner aussah. Das nennt man dann Mutterliebe, wenn man sich selbst komplett zurückstellt, nur um den Nachwuchs zu schützen.

 

 

 

11:17 Uhr gab es eine ähnliche Situation. Auch jetzt begann es kurz, aber sehr stark zu schütten und die Küken wurden erneut verstaut. Doch etwas war anders. Aus der Mutterliebe wurde Vaterfürsorge, denn diesmal sortierte Macus die Küken unter seinen Bauch.

 

 

 

 

Zum Glück lässt sich der Kopf immer durch die Federn stecken. So kann man prüfen, wann das Regenwetter vorbei ist.

 

 


Mama kommt füttern

Szofi kam füttern und versuchte, ihre Füße zwischen den Küken zu koordinieren. Da sie ihren Schnabel nicht zwischen die Küken bekam, schüttete sie das Futter direkt neben ihren Nachwuchs. Zuerst drehten die Küken dem Futter ihre Kehrseite zu. Erst nach einigen Momenten bekamen sie mit, dass hinter ihnen Futter wartete. Dann drehten sie sich blitzschnell um und das große Futtern konnte beginnen.

 

 

 

Nur wenige Minuten später flogen Fische ins Nest. Die meisten wanderten in Szofis Schnabel, ein Küken wurde aber rechtzeitig wach, um sich auch zwei, drei Fischchen einzuverleiben.

 

 

 

Da liegen die Fische den Küken auf dem Rücken und diese bekommen das nicht einmal mit. Glückliche Küken, deren Bäuchlein immer gefüllt sind.

 

 

Um 16 Uhr kam die Sonne heraus und trocknete das Nest, damit die Küken auch heute Nacht einen warmen Schlafplatz haben.

 

 

 

I believe I can fly!

Naja, träumen darf man ja. Im Moment sorgt jegliches Flügelschlagen zwar nur dafür, dass man auf den Schnabel purzelt, aber jeder hat mit einem Traum angefangen.

 

 

 

 

 

Kuschelzeit im Storchennest. Wasser von oben, viele Würmer, schlangenartiges Getier und Fische – ein futterreicher Tag geht zu Ende.

 

 

Es sind noch Fische da

Aber natürlich fehlte da noch etwas. Ein kleiner Happen, um gut ins Bettchen zu kommen. Und die nette Tante brachte tatsächlich ein Betthupferle. Solch einen Service gibt es wahrscheinlich nur in diesem Storchennest. Dann wünschen wir eine angenehme Nachtruhe und süße Träume.

 

 

 

 


Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchenn
est Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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