18.8.2019 – Lange Ausflüge

Morgenwäsche auf beiden Storchennestern. Um halb sechs herrschte schon Bewegung bei Jung und Alt. Leni verließ das Nest eine Viertelstunde später. Ben brauchte noch etwas Zeit, um sich zurechtzumachen und seine Umgebung anzuklappern.

 

 

 

 

 

 

Ein langer Vormittagsausflug

Kurz nach sechs Uhr hatten auch beide Küken ihr Nest verlassen und waren die folgenden fünf Stunden unterwegs. Heute war der erste Tag, an dem die jungen Störche kaum noch im Nest zu sehen waren. Wenn sie auf dem Horst standen, dann nur für eine kurze Zeit, ansonsten waren sie immer unterwegs. Aufbruchsstimmung liegt in der Luft.

 

 

Um elf Uhr kehrten beide Küken heim. Nur für eine kurze Zeit, denn die Jungtiere sind auf Futtersuche unterwegs und werden von den Eltern angelernt. Aber ein paar Sonnenstrahlen lassen sich auf dem Nest noch genießen, bevor es nach einer kleinen Pause wieder in die Wiesen geht.

 

 

 

 

 

 

 

Das nächste Mal waren die Küken um halb zwei zu sehen. Sie landeten, verließen das Nest wenige Minuten später in Richtung der angrenzenden Pferdekoppel, tauchten gleich darauf wieder im Nest auf und verschwanden erneut gegen zwei Uhr.

 

 


 

 

 

 

 

 

Futtersuche will gelernt sein

Zur gleichen Zeit war Leni auf dem zweiten Nest zu sehen, die ihre Küken im Blick hatte und ihnen auf die Pferdekoppel folgte. Als sich die jungen Störche wieder auf das Nest zurückzogen, setzte Leni die Futtersuche alleine fort.

 

 

 

Um 14:16 Uhr war wieder ein Storch auf dem ersten Nest zu sehen. Leni war jetzt gelandet, um ihre Jungen zu füttern, aber niemand war da. Die Storchenmutter nutzte die Wartezeit, um sich zu putzen…

 

 

 

 

 

 

… und sie spähte in alle Richtungen, ob die Küken wohl einfliegen würden.

 

 

 

 

 

 

Leni wartete über eine Stunde. Dann sah sie aus der Ferne Ben anfliegen und verabschiedete sich vom Nest.

 

 

 

 

 

 

Ben probte sein Klapperkonzert, hatte aber nicht Lenis Ausdauer, auf die Küken zu warten. Nach drei Minuten schwang er sich schon wieder in die Luft und verließ das Nest.

 

 

 

 

Alle ausgeflogen

Den restlichen Nachmittag stand das Nest wieder leer.

Um halb sechs verdunkelte sich der Himmel und es folgte ein Platzregen. Innerhalb weniger Minuten stand das Wasser im ersten Nest. Nach einer Viertelstunde war die Wasserinvasion vorbei und es nieselte nur noch leicht vor sich hin. Das Wasser war wieder abgelaufen, aber angenehm dürfte die Nacht auf matschigem Untergrund nicht werden.

 

 

 

 

 

 

Die Küken zeigten sich erst wieder um halb sieben auf dem Nest. Sie sahen aus, als hätten sie während des Regens irgendwo Unterschlupf gefunden. Das Gefieder war zwar feucht, aber wären sie bei diesem Regenguss ungeschützt gewesen, hätten sie den Anblick gebadeter Mäuse geboten.

 

 

 

 

 

 

 

Die Abendsonne trocknete noch schnell das Gefieder der Küken, bevor auch dieser Tag zu Ende ging. Die Natur lieferte den Küken aber noch ein Schauspiel, das einen überwältigen Abendhimmel zauberte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser stand in leuchtenden Orange- und Gelbtönen, bis die Nachwolken die Farbenpracht beiseite schoben. Für die Nacht ist das Nest der sicherste Platz, tagsüber werden die Bilder von den Küken jetzt immer weniger. Es ist damit zu rechnen, dass sie uns noch diese Woche verlassen. Habt deshalb eine gute Nacht und genießt noch einmal euer Heimatnest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Brigitte

Montag, 19.08., es ist schon 21.15 Uhr, wo sind denn die kleinen Störche so lange? Nur ein Storch, vielleicht Ben, ist auf Nest 2 zu sehen. Sind sie etwa schon weg?

Ev

Liebe Brigitte, die Jungtiere waren seit dem Mittag nicht mehr auf dem Nest und wir müssen davon ausgehen, dass sie sich verabschiedet haben und es heute ihr letzter Tag war. Nicht umsonst gab es gestern diesen spektakulären Himmel, anscheinend als Abschiedsgeschenk. Es kann durchaus sein, dass sie auf einem anderen Nest noch in der Nähe sind, aber aus dem heimatlichen Nest sind sie wahrscheinlich aufgebrochen. Ben war heute noch mit den Jungen zusammen am Himmel zu sehen, aber es gab schon keine Fütterungen mehr auf dem Nest. Es ist schade, dass dieser Abschied nie vorauszusehen ist und von einem Moment… Weiterlesen »

Brigitte

Was für schöne Bilder vom Abendhimmel über dem Storchennest. Und ja, sie sind immer seltener im Nest zu sehen. Ev schreibt, daß sich die Störche vielleicht noch in dieser Woche auf die lange Reise machen. Wenn man die kleinen Störche hat aufwachsen sehen, die auch nicht so schönen Ereignisse miterleben konnte – 2 kleine Störche sind aus dem Nest geworfen worden – es gab Unwetter, dann ist man irgendwie auch traurig, daß nun alles dem Ende zugeht, wenn sie nicht mehr da sind …. Der Sommer geht zu Ende, hoffentlich passiert ihnen nichts auf dem Weg in den Süden. Und… Weiterlesen »

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