18.04.2021 – Ein Blick in das Territorium der Hörnchen

7:11 Uhr – Mama klingelt an der Haustür und bringt eine Portion Milch vorbei. Alle Hörnchen sind für 10 Minuten verschwunden und füllen Milch in ihre Bäuchlein.

 

 

 

15 Minuten später hüpfte die Jugend übermütig durch den Kobel. Bless blieb im Kobel, während ein Hörnchen wieder die Aussicht genoss und einen ganz langen Hals machte.

 

 

 

Nachdem sich die Hörnchen die zweite Portion Milch gegönnt hatten, verließ Bless den Kobel um 8:01 Uhr.

 

“Kann ich nicht mitkommen???”

Die Kleinen sitzen immer länger im Ausgang und schauen in die ferne Welt. Aber bald geht es auch für sie hinaus. Noch wird jedes Hörnchen festgehalten, um ja nicht aus dem Nest zu hüpfen.

 

 

 

 

 

Ein kleiner Einblick

Ich war heute Nachmittag auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr und habe mich dort mal umgesehen. Von einem verletzten Eichhörnchen keine Spur.

Ich habe einige Bilder gemacht, die das Umfeld des Nistkastens zeigen. Haben die Hörnchen den Abstieg geschafft, steht ihnen Natur pur zur Verfügung. An der Straße, die eine wenig befahrene Anliegerstraße ist, stehen im Nachbargrundstück mehrere große und alte Nadelbäume mit Zapfen und frischen Trieben. Da findet auch das fünfte Hörnchen genug Futter. Wasser gibt es in ca. 100 Metern Entfernung (See) und auf dem Grundstück stapeln sich Baumstümpfe und Holz für ein gutes Versteck. In Sichtweite ist eine Pferdekoppel mit einem großen Strohhaufen, der sich ähnlich anfühlen dürfte, wie der gewohnte Kobel. Das Hörnchen muss lediglich auf Raubvögel achten, dann geht alles glatt.

 

Bless ist sicher immer in der Nähe

Möglicherweise hat sich Bless direkt nebenan in einem der großen Bäume einquartiert und ist laut Luftlinie nie mehr als 100 Meter entfernt. Deshalb hat sie möglicherweise keinen zweiten Kobel gebaut, weil sie so dicht neben der Kinderstube bleibt.

Bevor die nächsten Anrufe bei der Feuerwehr kommen – die Hörnchen kommen den Schlauchturm runter. Bis zum Dach sind es ca. 4 Meter, die Turmwände haben einen Winkel, sind nicht senkrecht und die Latten sind überlappend angebracht, sodass man sich festkrallen kann. Die Perspektive des Fotos täuscht zusätzlich.

 

 

 

Sind die Hörnchen auf dem großen Dach angekommen, brauchen sie nur auf das Vordach hüpfen, von dort auf das Dach des kleinen Schuppens und dann direkt auf die Erde.

 

 

Es geht auch über einen Baum

Vom Dach ist es auch möglich, über den danebenstehenden Baum abzusteigen. Von einem Kobel in einem Baum wäre es der gleiche Weg hinunter. Unterhalb der letzten Gabelung in Bäumen sind es in jedem Fall auch mehrere Meter bis auf den Boden und ein Baumstamm ist im unteren Bereich fast senkrecht.

Ganz links im Bild ist ein Stück des Holzhaufens zu sehen.

 

 

Dreht man sich weiter nach links, sieht man das Ende des Holzhaufens und blickt direkt zur Pferdekoppel und dem Strohhaufen, in dem das Hörnchen sicher sitzen wird.

 

 

Schwenkt der Blick weiter nach links, ist Natur pur zu sehen sowie der angrenzende See, der den Durst stillt.

 

 

Hier noch der Blick auf den gesamten Holzstapel. Kletterspaß pur für kleine Hörnchen.

 

 

Noch weiter nach links geschaut, taucht eine Baumgruppe auf, mit Nestern in den Ästen. Was unbesetzt ist, gehört dann den Hörnchen.

 

 

 

Der Blick in Richtung Naturschutzgebiet, links neben der Feuerwehr stehend.

 

 

Freie Natur für ein schönes Hörnchenleben

Der Blick von vorne: Der Hörnchenkobel ist auf der Rückseite des Schlauchturmes, der Nadelbaum rechts ist die Abstiegshilfe für alle, die nicht über das Dach gehen wollen. Rechts vorne ist ein großer Nadelbaum zu sehen, vor dem noch mehrere weitere alte Bäume stehen.

 

 

 

Ich hoffe, dass dieser kleine Einblick zeigt, dass es den Hörnchen hier sehr gut geht und sie mehr als alles haben, was sie brauchen. Dass sich Bless den Nistkasten ausgesucht hat, ist der Instinkt der Natur, auf den wir keinen Einfluss haben. Ein wenig mehr Vertrauen in diese Vorgänge dürfte uns sicher nicht schaden smile.

 

Noch wird nur beobachtet

Und wieder sitzt ein kleiner Knirps am Ausguck. Während draußen der Regen trommelt, macht die Rasselbande ein Schläfchen, aber einer ist immer munter, um Wache zu halten.

 

 

 

Länger als eine Stunde hielt die Ruhe nicht an, dann waren wieder drei der Hörnchen im Nest unterwegs.

 

 

“Hiergeblieben! Nicht rausspringen!!”

 

 

 

 

Ein unbekanntes Geräusch und alle sind im Kobel verschwunden.

 

 

Wenige Minuten später sind alle wieder da.

 

 

 

Der Floh beißt, aber den Ausguck aufgeben? Nein!

 

 

Von 13 bis 16 Uhr herrschte Schlafenszeit.

 

 

Was haben die Hörnchen nur mit der Wand?

“Liebe Wand, ich hab dich sooo vermisst.” Man steckt nicht drin, in der Hörnchenpsyche smile.

 

 

Es sieht schon fast wie Mama aus, aber die langen Pinselohren fehlen doch noch.

 

 

Und wieder wird die Wand angehimmelt.

 

 

 

Kuscheln, kuscheln, kuscheln.

 

 

 

Eine Nacht mit Mama

Zehn Minuten zuvor war Bless wieder in den Kobel gekommen und nach einem ausgiebigen Abendbrot lagen alle Hörnchen mit Mama Bless zusammen und schlabberten sich gegenseitig ab.

 

 

 

Es ist ganz schön eng im Nest, daher suchte sich Bless ihren Platz neben dem Kobel.

 

 

Die Hörnchen kommen raus, Bless verzieht sich in den Kobel.

 

 

 

 

Die Hörnchen verkriechen sich, Mama Bless krabbelt schnell ins Freie smile.

 

 

“Ich hab dich gefunden, Mama!!” Und schon dient Bless wieder als wunderbar weiche Matratze.

 

 

Heute nächtigt Mama Bless wieder im Kobel, sehr zur Freude der Hörnchenbande. Mama scheint allerdings nicht mehr in den Kobel zu passen. Aber alles brustabwärts ist den Hörnchen jederzeit im Kobel willkommen smile. Mamas Kopf kann ruhig draußen bleiben.

 

 

 

Gute Nacht, ihr Süßen und träumt von der weiten Welt, die durch euch ein ganzes Stück schöner geworden ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
4 Kommentare
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Dankeschön für diesen Einblick in die Umgebung vom Kobel; und natürlich das Tagebuch 👍🙂Nette Grüße aus dem Süden von 🇩🇪

Guten Morgen👋🏻
und erst einmal einen großen Dank an die liebe Ev. 🤗 Vielen Dank für diese umfassenden Informationen über die süßen 🐿🐿 im Tagebuch und deine Bemühungen🙏🏻😘!
Liebe Grüße aus dem Norden 🙋🏻‍♀️Anni

Danke für die tolle Reportage aus Wien! 😀

Guten Morgen nach Fohrde….ein wunderbarer Bericht mit interessanten Bildern der Nestumgebung.
Vielen Dank für die große Mühe, allen Zuschauern zu zeigen, wie gut es die Hörnchenfamilie in Fohrde hat. Das ist nicht selbstverständlich !
Ich hoffe, Bless entscheidet sich instinktiv für eine zweite Rasselbande, wenn die erste jetzt den Kobel verlässt, damit wir noch viel und lange Freude an den Hörnchen gaben…vielen Dank, liebe Ev, für die einfühlsamen Worte und die schönen Momentaufnahmen aus Sicht der Kamera. LG