17.5.2019 – Von Nestbesetzern, Pediküre und Augenmasken

Nach der Sintflut kommt der Sonnenschein. Bevor sich dieser aber durchsetzte und einen Vorgeschmack feuchttropischen Klimas vermittelte, verbrachten unsere Störche die Nacht zusammen auf dem Nest.

Einer schlief, der andere stand.

 

 

 

 

Und hier ist wieder der Beweis, dass auch Störche gähnen müssen, wenn sie zu früh munter werden und es draußen noch dunkel ist.

 

 

Als es um fünf Uhr hell wurde, sah man – nichts. Das Storchennest befand sich in einer absoluten Waschküche, durch die man die dahinterstehenden Häuser nur erahnen konnte.

 

 

Eine halbe Stunde später war Herr Storch für den Morgenputz bereit…

 

 

… und um sechs Uhr standen beide Störche gemeinsam im Nest.

 

 

Ein halbes Stündchen für den Gaststorch

Keine Dreiviertelstunde später rückte der Feind in Form unseres Gaststorches an.

 

 

 

Während dieser ruhig in seinem Nest stand und unser Storchenpaar völlig ignorierte, führte dieses einen Indianertanz in ihrem Nest auf, um den schrecklichen Feind abzuschrecken und ihm Angst einzuflößen.

 

 

 

 

Nur wenige Minuten später wurde unser Gaststorch nach nur einer guten halben Stunde Verweildauer von der Störchin verscheucht. Während er sich rechtzeitig in Sicherheit brachte…

 

 

… flog die Störchin kampflustig den zweiten Horst an…

 

 

… und triumphierte wieder einmal als Nestinhaberin. Im Hintergrund ist der wegfliegende Storch zu erkennen, der sich überhaupt nicht für das erste Nest interessierte.

 

 

Herr Storch führte noch ein Freudengeklapper auf und die Situation war überstanden.

 

 

Renovierungsarbeiten am Nest und am Storch

Um halb neun brachte zuerst die Störchin etwas nasses Heu ins Nest. Wenige Minuten später zeigte auch Herr Storch ganzen Arbeitseinsatz.

 

 

Kurz nach zehn hatte sich die Sonne durchgesetzt und Herr Storch legte den Fußboden mit neuem Heu aus. Ein wenig Sonnenschein drauf und trocknen lassen, dann sieht das Nest wie neu aus.

 

 

Und wieder die gleiche Situation – das Männchen steht vor dem Weibchen und versucht, das Heu auf der anderen Seite des Weibchens abzulegen. Dann läuft er einmal um seine Gattin herum, um das Heu dann letztlich doch an der Seite abzulegen, auf der er selbst steht.

 

 

Anschließend wurden die Storchenfüße begutachtet. Ein wenig Pediküre kann ja nicht schaden smile.

 

 

Kurz vor dem Mittag waren beide Störche in trauter Zweisamkeit auf dem Nest zu sehen. Und das in einer sehr niedlichen Pose.

 

 

„Krabbelst du jetzt durch meine Beine oder soll ich einen Bocksprung über dich machen? Oder…, was passiert eigentlich, wenn ich dich mit meinen Beinen in den Schwitzkasten nehme?? :)“

 

Den restlichen Tag verbrachten die Störche einzeln auf dem Nest und ließen den Partner zur Futtersuche fliegen. Das Nest war getrocknet, die Störche richteten ihr Gefieder, ließen sich von der Sonne bescheinen und sind dem Schlüpfen der Küken einen weiteren Tag näher .

 

 

Die abendliche Zeit verbringt „Mann“ dann mit einer flauschigen Augenmaske, um ein wenig in der Abenddämmerung zu schlummern.

 

 

 

Und spät am Abend wird unser Storchenmännchen noch von einem Mücken- oder Fliegenschwarm umsurrt. Seine Pose beim Eierwenden ist einmalig und hat Seltenheitswert.

 

 

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3 Kommentare
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So schön❤️
Bin schon sehr gespannt auf eure Küken.
Bei uns in Sülbeck sind die Küken fast 4 Wochen alt und schon richtig groß geworden😊

Ich freue mich jeden Tag über das wunderschön geschriebene Tagebuch und die schönen Bilder.Vielen Dank.

Schön das es dir gefällt Elfi! Unsere Ev schreibt wirklich fantastische Beiträge!!!! Gruß Lars

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