17.07.2025 – Abflug und diverse Landeprobleme

Elli ist immer noch verreist, zum Füttern tauchen die Storchenkinder gerne im Nest auf und eines der Jungtiere hat noch keine Lust, seinen Abflug zu starten und in die weite Welt hinauszufliegen. 

 

Morgens um halb sieben sind in beiden Nestern jeweils zwei Jungstörche zu sehen, während die restlichen Tiere unterwegs sind.

 

 

Bereits eine Dreiviertelstunde später befanden sich sechs Tiere auf den Nestern und im Garten.

 

 

 

Und wie man sieht, gibt es in beiden Nestern Jungtiere, die ihre Füße gerne baden.

 

 

 

Kurz vor zehn Uhr sind in Szofis Nest alle Störche ausgeflogen und im anderen Nest wird fleißig geübt. Eines der drei Storchenkinder fliegt bereits, bei den beiden anderen dürfte es mit dem Abflug jeden Tag soweit sein.

 

 

Solange nur ein Tier seine Flugübungen macht, reicht der Platz aus. Auch wenn die Jungtiere beim Herumhopsen oftmals in der Wasserkiste landen.

 

 

 

 

Als schließlich zwei der Störche gleichzeitig wie wild durch das Nest flatterten und ihre Sprungübungen absolvierten, wurde es dann doch zu eng.

 

 

Da braucht jemand seine eigene Wohnung

Eines der Jungtiere ergriff die Fluch und flatterte auf das Nest von Macus und Szofi hinüber. Es sah noch etwas ungeschickt aus und auch die Landung muss erst noch geübt werden, damit es leicht und elegant aussieht. Aber das Storchenkind hatte es geschafft und war im Nest alleine, während von den beiden anderen Störchen keiner eine Meinung hatte, das Nest zu wechseln.

 

 

 

Wenig später wurde das Trink- und Badewasser gewechselt. Man hätte jetzt erwartet, dass zumindest ein Tier vom Nest flüchtet, aber nein. So groß ist der Freiheitsdrang nun doch nicht. Und wenn man sich umdreht und den Menschen nicht sieht, dann ist er logischerweise auch nicht da.

Dafür war das dritte Storchenkind ausgerückt und von Szofis Nest verschwunden. Sicher ist sicher, denn wer weiß, was passiert, wenn die Alttiere wieder im Nest erscheinen.

 

 

 

Nach einer halben Stunde war ein Storch dabei zu beobachten, wie dieser auf dem Nestrand balancierte. Er hätte zum Abflug nur noch hüpfen müssen und wäre auf der Wiese gelandet. Aber ein klein wenig Mut fehlte noch, um wirklich abzuheben.

 

 

 

Aber dann war es soweit. Noch einmal die Flügel ausbreiten und testen, ob alles dran war. Dann trat das Jungtier ganz ruhig an den Nestrand, öffnete beide Flügel, wartete einen Moment bewegungslos und erhob sich ganz ruhig und wie selbstverständlich in die Höhe.

 

 

 

 

Bereits zehn Minuten später landete ein Storch wieder im Nest. Es war allerdings nicht klar, ob es sich dabei um den Storch handelte, der kurz zuvor das erste Mal abgehoben war. Was dem dritten Jungtier sicher ganz egal war. Hauptsache es musste nicht alleine auf dem Nest stehen.

 

 

 

Diese Landebahn ist nicht so günstig

Während das gelandete Küken zuerst die Wasserkiste besuchte, war in der hinteren linken Gartenecke ein Jungstorch zu sehen, der einige Landeprobleme zu haben schien. Er hatte sich die schmale Betonkante an der Rasengrenze ausgesucht, um zu landen. Allerdings streifte er dort mit den Flügeln den Zaun, da kein Platz für die großen Schwingen vorhanden war. Aber – man muss beim An- und Abflug erst alles ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Und das lieber innerhalb der Auffangstation als in einem fremden Garten mit Hunden.

 

 

 

Um 13:00 Uhr war die Nestbesetzung wieder komplett und machte sich über das Futter her. Es ist ja schon anstrengend, zu fliegen und dabei die einzelnen Körperteile zu koordinieren. Da sollte man nicht noch auf Futtersuche gehen müssen. Später vielleicht, heute fanden sich alle pünktlich zur Fütterung ein.

 

 

 

In den Nachmittagsstunden flogen die jungen Störche erneut aus, aber das letzte Küken blieb standhaft. Heute reichte der Mut noch nicht aus, um vom Nest abzuheben. Vielmehr machte es sich kleine Storch im Nest gemütlich, beobachtete seine Nachbarn und schien trotz allem recht zufrieden. Man muss ja auch nicht immer alles nachmachen. Alles hat seine eigene Zeit.

 

 

 

Es wurde Abend und beide Nester füllten sich. Allerdings sollte das nicht so bleiben, denn in der Dunkelheit war zu erkennen, dass einige der Jungtiere wieder außer Haus übernachteten.

 

 

Die Geschwister aus Szofis Nest hatte sich sicher im Dreierpack in das entfernter liegende Nest verabschiedet und probten das Leben einer Storchen-WG. Im anderen Horst fehlte ein Jungtier, das sicher die Höhe eines Hausdaches bevorzugte.

Egal wo sie schlafen, wir wünschen eine wunderbare Nacht. Träumt was Schönes, wir schauen morgen wieder vorbei.

 

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

 

 

 

 

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