17.05.2020 – Fertig für den Start ins Leben

Wer baut denn da am zweiten Nest? Hatten Lilly und Ben nicht deutlich gemacht, dass dieses nicht zu vermieten ist?

 

 

Der Untermieter wird sicher geduldet werden, da er sich nicht im Nest breitmacht, sondern nur vor der Kamera posiert smile.

 

Erster Wechsel des Tages

Ben muste bis halb sechs warten, dann flog Lilly ein, begutachtete das Nest und kümmerte sich um die vier Eier. Heute war Tag 32, allerdings wurde das erste Ei am späten Abend gelegt, sodass das erste Küken frühestens morgen das Licht der Welt erblicken wird. Besser noch später, damit der Altersunterschied nicht so groß wird.

 

 

 

Ben drehte sofort seine morgendliche Runde und ließ sich dafür 1,5 Stunden Zeit. Lilly konnte währenddessen beobachten, wie sich alle Wolken am Himmel auflösten und genoss die morgendliche Sonne im Storchennest.

 

 

 

Um sieben Uhr kehrte Ben ins Nest zurück und übernahm das Brüten. Lilly machte sich in dieser Zeit zu ihrer zweiten Runde auf und kehrte mit einem neuen Stock zurück.

 

 

 

Bauarbeiten verkürzen das Warten

Der Bauvorgang dauerte ganze vier Minuten, dann war die Störchin schon wieder vom Nest verschwunden.

 

 

 

 

Knapp zehn Minuten später tauchte sie mit neuem Stroh auf, das sie um Ben verteilte.

 

 

 

 

 

Der perfekte Brutkasten

Hier kann man Bens Bauch betrachten und sehen, dass die Daunen, mit denen die Eier ständig in Berührung kommen, ausgefallen sind. Sieht etwas unappetitlich aus, aber durch den direkten Hautkontakt erhalten die Eier die größtmögliche Wärme.

 

 

 

Lilly brauchte nur eine Viertelstunde, um die nächsten Äste zu finden und ins Nest zu schleppen.

 

 

Da sich Ben immer noch nicht von den Eiern erheben wollte, leistete sie ihm ein wenig Gesellschaft. Auch auf einem Bein stehend sieht die Störchin sehr elegant aus smile.

 

 

Da Ben weiterhin keine Anstalten machte aufzustehen, hatte sich Lilly für einen weiteren Ausflug entschieden und brachte um halb zehn frisches Stroh. Jetzt bequemte sich Ben von den Eiern und ließ Lilly brüten.

 

 

 

Die ersten Töne

Der Tag verging wie im Fluge. Noch sind alle vier Küken in den Eiern. Die Storcheneltern lauschten heute auffällig oft an ihnen, was bedeutet, dass sich der Nachwuchs im Inneren meldet und zu hören ist.

 

 

 

 

Am frühen Nachmittag zogen dicke Wolken auf, die aber nur die Sonne verdeckten. Lilly verließ um ein Uhr das Nest und während sie zuerst zwei Runden über dem Storchennest drehte, ließ sich Ben wieder auf den Eiern nieder.

 

 

Als sie eine knappe halbe Stunde später wieder einflog, fiel die Begrüßung sehr laut aus. Beide Störche klapperten scheinbar um die Wette und obwohl nichts Bedrohliches zu sehen war, waren die Tiere beunruhigt und gingen in Abwehrposition.

 

 

 

 

 

Fünf Minuten später entspannte sich die Situation. Es war kein Feind vorbeigekommen und Familie Storch konnte ihren letzten entspannten Sonntag weiter genießen.

 

 

Eine lange Nachmittagsschicht

Ben übernahm das Brüten bis vier Uhr nachmittags, dann flog Lilly wieder ein und kümmerte sich um die Eier.

 

 

 

 

 

Jetzt geht es nur noch darum, wann das erste Küken schlüpft. Die Störche fliegen auf Nahrungssuche vom Nest oder sitzen auf den Eiern. Mehr passierte heute nicht. Wir können von Glück sagen, dass das Wetter mitspielt und in der “Schlupfwoche” um die 20 Grad betragen und ohne Nachtfrost sein wird.

 

 

 

 

Warten und auf die Geräusche unter dem Bauch lauschen.

 

 

 

Ben hatte das Nest gegen vier Uhr verlassen und tauchte erst wieder in der Dämmerung auf. Lilly durfte den ganzen Nachmittag und Abend brüten und war sicher nicht darüber böse, dass Ben sich so viel Zeit ließ.

 

 

 

 

Um 21:40 Uhr waren beide Tiere kurz gemeinsam auf dem Nest zu sehen. Jetzt musste nur noch Lilly ihr Bäuchlein füllen und dann konnte die Nachtruhe anbrechen. Schlaft gut und seid geduldig, das erste Küken hat noch Zeit smile.

 

 

 

 

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2 Kommentare
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das wird es ich will es Hoffen . LG Brigitte

Ist das schön, eben lese ich, daß heute, am 18.05, das erste Küken geschlüpft ist. Also nicht mehr ca. einen Tag warten. Und gottseidank regnet es nicht (wenn sich die Landwirte und Gartenbesitzer auch ärgern). Wir wünschen unserem Küken und den in den nächsten Tagen kommenden kleinen Störche keine Nässe und Kälte.
Liebe Grüße nach Fohrde 😀

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