16.03.2020 – Umgepflügte Äcker und ein zufriedener Storch

Ben stand kurz vor sechs Uhr im Nest und wartete darauf, dass es hell werde. Den neuen Tag begrüßte er dann mit eifrigem Geklapper.

 

 

 

Um halb sieben stand das Nest leer, Ben war zum Frühstücken aufgebrochen.

 

 

Frühlingsluft und Sonnenschein

Eine halbe Stunde später landete er wieder im Nest und brachte diesmal noch mehr Stroh als bisher im Schnabel mit. Vielleicht kommt ja heute die Zukünftige? Dann muss natürlich alles perfekt vorbereitet sein.

 

 

 

 

Anschließend gleich mal auf dem Stroh niederlassen. Es ist ja kuschelig und mit dem Storch drauf hat der Wind wenig Chancen, es wegzuwehen.

 

 

 

 

Man sollte meinen, dass der Storch um halb zwölf ausgeschlafen hätte. Aber Fehlanzeige. Ben war heute Mittag immer noch oder schon wieder so müde, dass er mehrmals herzhaft gähnen musste.

 

 

 

“War irgendwas?”

 

Oben rein – oben raus

Kurz vor zwölf musste sich unser Storch “übergeben”. Wenn man an die letzte Storchensaison zurückdenkt, waren es ausschließlich die Jungtiere, die die knöchernen und haarigen Überreste ihrer Mahlzeiten im Nest wieder hervorwürgten. Bei den Alttieren war das damals nicht zu sehen.

 

 

Und da ist das gestrige Essen schon wieder.

 

Passend zur derzeitigen Situation bezüglich Hygiene und Desinfektion bugsierte unser Storch die Überreste seines gestrigen Mahles sofort aus dem Nest. Wenn die zukünftige Frau Störchin das sehen würde…

 

 

Mittagspause in der Sonne. Ein wenig Wind, aber Sonne satt – so kann es weitergehen.

 

 

Zwischendurch mal Ausschau halten, ob schon ein Weibchen zu sehen ist.

 

 

Und wieder weiterdösen. Ben hatte heute einen sehr kuscheligen Tag und war viel im Nest anzutreffen.

 

 

 

 

“Na, ist da jemand im Anflug?”

 

“Oder vielleicht von dort?”

 

Warten auf die zukünftige Hausherrin

Man merkt es dem Storch an, dass er wartet und die Störchin jetzt gerne in seinem Nest willkommen heißen möchte. Seit seiner Ankunft sind 8 Tage vergangen und wenn es wie im letzten Jahr werden sollte, muss er sich noch etwas gedulden.

 

Kurz vor vier Uhr trudelte er von einem Nachmittagsausflug wieder im Nest ein. Die umliegenden Äcker waren gepflügt worden und neben den kleineren Vögeln wollte sich auch Ben die hochgewirbelten Leckerbissen nicht entgehen lassen. Von seinem Ausflug brachte sich der Storch erneut einen Stock mit. Dieser ist kleiner als die anderen Äste, die Ben bisher angeschleppt hat. Er hat auch viel weniger Seitenäste und dürfte sich leichter verbauen lassen.

 

 

Und natürlich musste bei der Ankunft kräftig geklappert werden. Ist zwar noch keiner da – weder zum Begrüßen noch zum Abschrecken –  aber das macht nichts.

 

 

Ben leistete sich einen entspannten Nachmittag. Kein Regen, kein durchweichtes Nest, kein stürmischer Wind. Solch eine angenehme Zeit muss ausgekostet werden.

 

 

 

Vielleicht wehen die warmen Frühlingswinde morgen Leni oder ein anderes Weibchen vorbei. Ben freut sich sicher schon darauf.

Gute Nacht und einen schönen Traum für Ben.

 

 

 

 

 

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4 Kommentare
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…. neue E-Mail.
Sorry.

…… einfach herrlich,
da geht einem das Herz auf.
==::==
Kuddelgruß. 🙂 🙂

Vielen Dank für den schönen, täglichen Bericht, Ev! Liebe Grüße von Ute

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