15.5.2019 – Der Storch baut einen Windschutz

Der Tag begann wolkenlos und Herr Storch konnte sich nach seiner Nachtwache von der Sonne wärmen lassen.

 

 

Der Wind war ziemlich kalt und deswegen musste sämtliches Gras und Heu ganz dicht um den Körper geschichtet werden. Damit es keine Durchzug unter dem Bauch gab.

 

 

 

Von 6.00 – 6.30 Uhr nahm unsere Störchin ebenfalls ein Sonnenbad. Allerdings auf dem zweiten Nest.

 

 

Interessanterweise stand sie die ganze Zeit auf dem Rand des Nestes. Während sie das Gefieder putzte, musste sie mehrmals nach Halt suchen, weil ihr immer wieder ein Windstoß unter die Federn fuhr und sie schwanken ließ. Trotz ihrer Wackler begab sie sich nicht in das Nest hinein.

 

 

 

Gegen halb elf löste die Störchin ihren Gatten ab und sie brachte auch etwas mit. Von der Form her sah ihr Schnabelinhalt wie das Gewölle aus, das mittlerweile auch im Nest liegt. Die Tiere würgen unverdauliche Nahrungsbestandteile in regelmäßigen Abständen aus. Diese ähneln faustgroßen Klumpen.

 

 

 

Nestbau und Kinderstube

Was die Störchin heute Vormittag ins Nest schleppte, sah ähnlich aus. Allerdings handelte es sich um stabile Erdklumpen, die sie vorsichtig im Schnabel transportierte. Kegeln im Nest macht eigentlich wenig Sinn, aber die Tiere folgen nur ihrem Instinkt. Und der hat immer etwas Sinnvolles vor.

 

 

Die Störchin verteilte die Klumpen rund um die Eiermulde. Mit etwas Logik lässt sich die Idee dahinter verstehen. Der Wind sorgte nämlich ständig dafür, dass die Muldenbegrenzung abgetragen und es an den Seiten des brütenden Storches kalt wurde. Die auf das Gras gelegten Sandklumpen sorgen einerseits dafür, dass dieses nicht so leicht weggepustet werden kann. Gleichzeitig bilden sie eine „Wand“ um die Eiermulde, die dem brütenden Storch und seinem Bauch ein wenig mehr Schutz vor dem kalten Luftzug bietet.

 

 

Nachmittags um drei Uhr machte unser Storchenmännchen einen Abstecher ins zweite Nest. Manchmal muss Mann auch alleine sein (dürfen) 🙂

 

 

Dort wurde er ziemlich durchgepustet und hatte wie die Störchin am Vormittag Haltungsschwierigkeiten. Eine Stunde später trat er seine Nachmittagsschicht an. Gestern hatte die Störchin den ganzen Nachmittag bis in die späten Abendstunden gebrütet, nachdem sich unser Storch in Fohrde die Straßen und Hausdächer angesehen hatte. Dafür hat die Störchin heute Nachmittag frei :).

 

 

 

Und nur noch gut eine Woche, bis die Küken schlüpfen.

 

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