15.07.2025 – Tragischer Verlust – es sollte nicht sein

Tragischer Verlust in zwei ungarischen Nestern. Wir nehmen Abschied von zwei Tieren, deren Lebensweg kurz war und viel zu schnell enden musste. Lebt wohl und Auf Wiedersehen.

 

Zwei Störche aus der Auffangstation mussten ihr Leben lassen. Zum einen das kleine Küken aus dem Kindergarten, das aus dem entfernteren Nest gerettet wurde. Schon bei den letzten Bildern fiel auf, dass es nur noch im Nest lag und auch die Flügel nicht mehr zusammenlegen konnte. Und leider hat es das kleine Küken nicht geschafft.

Alles Liebe für dieses Vogelkind, dem durch sein Weitergehen möglicherweise Schmerzen und lebenslang deformierte Gliedmaßen erspart geblieben sind.

 

 

Tragischer Verlust bei den Großen

Der zweite Todesfall betrifft eines der vier Küken der mittleren Gruppe, die gerade mit dem Fliegen begonnen haben. Ich habe hier den Post, der dazu von András auf Facebook eingestellt wurde, im Original:

 

„Das kurze Leben des Storches Zalán aus der Abony-Rettungsstation endete im Morgengrauen des 14.07.2025.

Er flog am Freitag, den 11.07.2025 aus und war sehr stolz auf sich. Geschickt kehrte er später zum Brutnest zurück. Von den Großen, also den Küken von Szofi und Macus, die bereits draußen flogen, lernte er und beschloss, auf dem Hausdach zu schlafen. Dort geriet er in ein Gewitter am Sonntagabend, das er überlebte. Ich sah ihn um ein Uhr morgens, da stand er stolz auf dem Dach des Nachbarhauses.

… dann klingelte um halb drei Uhr morgens mein Telefon. Unser Nachbar rief mich an und sagte: „Oh mein Gott, es gibt ein großes Problem, ich sollte los, denn irgendwie ist ein Storch in ihren Garten gekommen und ihre beiden Hunde hätten ihn erwischt…, er stirbt.“
Ich rannte los.

Als ich Zalán in die Arme nahm, lebte er noch; eine Minute später starb er in meinen Händen.

Wahrscheinlich fiel er ungeschickt vom Dach oder versuchte, klatschnass zu fliegen… und landete so im Garten, wo ihn die beiden Hunde fingen und töteten.

Die Familie wurde von dem Tumult und dem Bellen geweckt und eilte hinaus, aber es geschah innerhalb von Sekunden und sie konnten nichts tun.“

 

 

 

Lebt wohl!

Man kann mitfühlen, wie sehr dieser tragische Verlust des Jungtieres dem Mann ans Herz geht, der diesen Storch mit aufgezogen hat. Nur kurz hatte das Tier seine wunderbaren Fähigkeiten ausprobieren dürfen, dann musste er sich wieder von dieser Welt verabschieden und kann nicht mit seinen Geschwistern auf die Reise in den Süden gehen.

Wünschen wir András von Herzen alles Liebe und dass sein Herz wieder heilt. Für ihn ist es mehr, als Störche zu versorgen, damit diese heranwachsen und flügge werden. Es ist sein Leben. Seine Liebe. Seine Hingabe. Umso schwerer ist es, sich von einem Storchenkind zu verabschieden, dass in den eigenen Armen stirbt.

Alles Liebe.

 

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

Quelle:

https://www.facebook.com/BirdMania.Madarpark/?locale=de_DE

 

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

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Das ist furchtbar traurig 😢