Glücklicherweise weiß Elli, wo sie zu Hause ist. Deshalb durften wir uns auch freuen, als sie heute Abend wieder im Nest auftauchte und diesmal über Nacht blieb. Man schläft beruhigter ein, wenn man die Störchin vor Ort oder durch die Kamera sieht.
Elli hatte die Nacht auswärts geschlafen und musste anscheinend auch den gesamten Tag wichtige Dinge zu tun. Aber um 17:30 Uhr war sie endlich wieder zu Hause, sodass alle Zuschauer erleichtert aufatmen konnten. Man sollte zwar nie mit dem Schlimmsten rechnen, aber Ottos Fernbleiben hatte ja auch einen ernsten Hintergrund.
Jedenfalls kreuzte Elli gesund und munter auf dem Nest auf und war drei Minuten später schon wieder verschwunden.
Aber dann: Es wurde 20:33 Uhr, Elli tauchte wieder auf und schien sich für die Nacht einzurichten.
Und so war es auch. Elli putzte sich im letzten Sonnenlicht, schaute der Sonne beim Untergehen zu und richtete sich auf eine Nacht in ihrem Zuhause ein.
Während Otto seiner Genesung in Loburg entgegenschlummerte, hütete Elli das Fohrder Storchennest. Und dabei wünschen wir ihr schöne Träume.
Was machen denn die ungarischen Küken in der Nacht?
Und wieder bekommen wir mit, dass es nachts in Ungarn ganz schön unruhig zugeht. Während drei der Küken und die Eltern schlafen, geistert ein Jungstorch um 3:15 Uhr im Nest herum. Zuerst musste er aufstehen, anschließend begann das Tier mit dem Schlagen der Flügel.
Glücklicherweise ließen sich die anderen Störche nicht stören und ließen dem Küken seinen Spaß.
Bereits eine Stunde später herrschte schon Leben im Storchennest. Macus war auf der Wiese unterwegs, eines der Küken musste sein Bäuchlein leeren, damit oben wieder etwas hineinpasste und Szofi ließ lieber die Augen zu, um noch etwas Ruhe zu haben.
Sommerliche Temperaturen, wolkenfreier Himmel – der Wetterbericht ändert sich einfach nicht. Auch heute durften die kleinen Störche in der Sonne schmoren und mehr als genug Vitamin D tanken.
Futter marsch!
Vielen lieben Dank an den Futterexpress, der dafür sorgt, das Szofi sich so manchen Ausflug sparen kann. Das Fleisch flog in das Nest hinein und wurde von den Küken entspannt verspeist. Nur keine wilden Bewegungen bei dieser Hitze.
Szofi fing das Fleisch im Flug und schien Spaß daran zu haben, mit András zu spielen. Einige Fleischstücke warf sie ihm nämlich direkt zurück. Ein wenig Abwechslung im relativ gleichartigen Tagesablauf darf natürlich sein.
Die restlichen Fleischstücke flogen auf die Wiese, denn Macus muss natürlich auch Futter bekommen. Der Storch sammelte später alles ordentlich ein, während seine Familie den Nestboden sauber fraß.
Mittagszeit im Storchennest und wieder sind fünf Tiere im Nest zu sehen. Bei dieser Distanz muss man die roten Schnäbel der Eltern suchen, um unterscheiden zu können. Gerade jetzt findet eine rasante Entwicklungsphase statt, in der sich die Proportionen der Küken harmonisieren.
Der Körper wird länger und aus den hochgewachsenen Küken mit kleinem Kugelbauch werden immer mehr junge Störche, die ihren Eltern viel ähnlicher sehen.
13:00 Uhr und Zeit für ein Mittagsschläfchen. Was soll man sonst auch tun?
Nun, man könnte sich genüßlich duschen lassen, wobei die Betonung auf dem Konjunktiv liegt. Gut, dass das Hotel Mama immer noch bestens funktioniert. Und da die Wasserkiste nur einen Hopser entfernt steht, ist das Wasserholen für die Eltern auch kein anstrengender Akt.
Ab und an musste Szofi doch arbeiten und zur Futtersuche ausfliegen. Aber sie begibt sich zur Zeit nicht in weit entfernte Gebiete. Fliegt sie los, ist sie bereits nach kurzer Zeit zurück. Sicherlich auch, weil sie „weiß“, dass all das, was sie nicht anschleppt, durch das Zufüttern wieder ausgeglichen wird. So ist es ein entspanntes Leben und Arbeiten.
Am Nachmittag war erneut das andere Storchennest zu erblicken, was sich bis in die Nacht nicht ändern sollte. Die Kulisse ist einfach unbeschreiblich und sicher können auch die Küken in luftiger Höhe bereits den Ausblick genießen.
Dienstschluss in den Abendstunden
Auch diese beiden Störche haben sich ihren Feierabend heute redlich verdient. Während die Dämmerung einsetzte und beide Tiere auf dem Nest standen, konnte man noch einmal erahnen, welchen Durchmesser das Nest haben muss. Zwischen beiden Alttieren ist ein enormer Abstand und die beiden stehen noch nicht einmal direkt am Rand des Nestes.
Für heute verabschieden wir uns von den ungarischen Störchen und von Elli und wünschen für morgen einen kühlenden Wind bei erneuten sommerlichen Temperaturen. Gute Nacht.
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ


























