13.8.2019 – Wie passen 10 Mäuse und Ratten in den Storch?

War das heute Morgen ungemütlich – windig, Temperaturen um 14 Grad, Wolken… Da musste man sich ganz schnell eine Runde warmfliegen, danach sah die Welt schon ganz anders aus.

 

 

 

 

 

Kurz nach sechs Uhr hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne kam durch. Ein Grund mehr für die Küken, das Nest zu verlassen und auf die Wiesen zu fliegen.

 

 

 

 

Bis halb zehn waren die Küken ausgeflogen, dann kehrten sie nacheinander ins Nest zurück. Söckchen trudelte als Zweiter ein und flog bei der Landung das andere Küken fast um. Dieses klapperte böse, aber nach einem kleinen Moment war der Frieden wiederhergestellt.

 

 

 

 

 

 

 

Um zehn Uhr starteten die Küken einen erneuten Ausflug. Ohne zu wissen, dass Leni in unmittelbarer Nähe war.

 

 

 

 

 

Leni landete zwanzig Minuten später im Nest.

 

 

 

Das Einparken muss noch geübt werden

Nur wenige Sekunden später wurde sie von Söckchen fast gerammt, da das Küken beim Landen nicht richtig abgebremst hatte und durch das Nest sauste.

 

 

 

Nachdem Söckchen gerade so vor der Storchenmutter zum Sitzen kam, war das ältere Küken ebenfalls im Anflug. Es hatte es ebenfalls sehr eilig, ins Nest zu kommen und sauste mit Vollgas auf die Störche zu. Ergebnis: Es landete mit so viel Schwung, dass es auf Söckchen plumpste und dieses an den Nestrand schob. Leni konnte sich durch das auf sie rutschende Söckchen nicht mehr halten und verschwand plötzlich vom Nest.

 

 

 

Die Küken sahen verdutzt zu, wie Leni eine Runde um das Nest drehte, dann aber wieder bei ihnen landete.

 

 

 

 

Schnell alles auffuttern und dann nichts wie runter vom Nest. Da unten gibt es nämlich noch mehr!

 

 

Söckchen hatte es nicht  ganz so eilig und naschte in Ruhe alle Würmer auf, die sich auf dem Nestboden verstecken wollten. Erst als das Nest sauber war, schwang es sich ebenfalls in die Lüfte. Einer muss ja Ordnung im Nest halten.

 

 

 

 

Ben spielt mit den Küken Fangen

Um elf Uhr stattete Ben dem Nest einen Besuch ab. Während das erste Küken direkt hinter ihm landete, stieß er sich wieder vom Nest ab und segelte in aller Ruhe zum zweiten Nest hinüber. Jetzt war auch das zweite Küken im Nest eingetrudelt und beide Küken starrten zu Ben hinüber.

 

 

 

 

 

 

„Was meinst du – kommt er wieder oder sollen wir uns unser Futter holen??“

Aber Papa Ben kam nach einem Zwischenhalt zurück. Zum Füttern 😄.

 

 

 

 

 

 

Um halb eins flogen die Küken zur Mittagspause ein. Futtersuche macht müde und ein Nickerchen in der Sonne ist ja auch gesund.

 

 

 

 

Storchenfütterung um halb zwei und anschließend ging es sofort auf die Wiese und die Felder. Kompott naschen?

 

 

 

 

 

 

Kurz vor drei Uhr schwebte Leni ein. Zuvor waren die Küken schon mehrmals aus- und eingeflogen. Zur Fütterungszeit sind sie aber instinktiv immer der Nähe des Nestes.

 

 

 

Bei so viel Kükenbeinen und -flügeln im Landebereich musste Leni aufpassen, nicht auf einem Jungtier zu landen.

 

 

 

 

Spielt Ben Verstecken?

Kurz nach drei Uhr landete Ben im zweiten Nest, das er aber schon nach zwei Minuten wieder verließ.

 

 

Zehn Minuten später hoben beide Küken zum zweiten Nest ab. Man könnte ja mal nachsehen, ob Papa Ben dort etwas Fressbares deponiert hat!

 

 

 

 

 

 

 

 

Ben hatte leider nichts versteckt, aber die Aussicht von hier war auch nicht zu verachten.

 

 

 

 

 

 

Satt bis zum Anschlag

Kurz vor halb fünf landete Ben zusammen mit den Küken im Nest und alle drei Störche bildeten wieder ein wildes Knäuel.

 

 

Anschließend begann es, kleine Vierbeiner zu „regnen“. Zuerst spuckte Ben eine Ratte aus, die sich Söckchen schnappte.

 

 

 

Das zweite Beutetier war eine Riesenratte. Zuerst schaute nur der Schwanz aus Bens Schnabel, da schnappte sich Söckchen diesen und zerrte wie wild daran. Das Tier muss quer in Bens Rachen gelegen haben, denn sein Kopf wurde mitgezogen, ohne dass sich die Ratte aus seinem Schnabel löste. Dann bekam auch das ältere Küken ein Stück der Beute zwischen seinen Schnabel und nun zerrten beide Küken in verschiedene Richtungen, während Ben versuchte, das Tier aus dem Hals zu bekommen.

 

 

 

 

 

Söckchen siegte im Zweikampf um die Ratte. Aber das ältere Küken wollte nicht kampflos aufgeben und setzte nach. Aber wozu kann man fliegen? Söckchen ließ sich samt Beute einfach vom Nest fallen und machte kurz auf dem Erdboden Station, um den Leckerbissen im Bauch unterzubringen. Ben beobachtete Söckchens Beutezug vom Nest und warte mit der weiteren Fütterung, bis das Jungtier wieder auf dem Nest war. 2:0 für Söckchen.

 

 

 

Aber das war noch lange nicht alles. Ben hatte eine große Razzia gemacht und noch weitere 6-8 Mäuse in seinem Kropf. Diese purzelten ihm aus dem Schnabel und den Küken vor die Füße, sodass diese die leckeren Happen nur noch einsammeln mussten. In dieser Fütterungsrunde war das Verhältnis ausgeglichen, sodass auch das ältere Küken ein volles Bäuchlein bekam.

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit hatte Ben ungefähr 10 Beutetiere angeschleppt. In wenigen Tagen werden die wieder alle in seinen eigenen Bauch wandern (können) 😄.

 

Auszeit zum Verdauen

Mit solch einem vollen Bauch kann man sich nur noch ausruhen. Maximal Gefiederpflege betreiben. Mehr geht nicht.

 

 

 

 

Abendbrot???

Ob da noch Platz im Bauch ist? Leni brachte um halb sieben das nächste Futter und auch das nahmen die Küken bereitwillig entgegen. Man will ja nicht unhöflich sein.

 

 

 

 

Bei so vielen Kalorien muss aber noch etwas für die Figur getan werden. Oder für die Muskulatur. Daher unternahmen die Küken zu zweit einen Abendflug.

 

 

 

Die Küken flogen zum zweiten Nest hinüber. Es muss ja kein weiter Ausflug sein, ein bißchen Bewegung reicht schon.

 

 

 

 

 

 

Kurz nach acht Uhr brachen beide Küken wieder in die Kinderstube auf und segelten im Sonnenuntergang zurück auf ihr Nest.

Schlaft gut, satt und zufrieden. Wir sehen uns morgen wieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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