13.05.2020 – Wo der Storch sein Futter findet

Um fünf Uhr lag Ben noch alleine im Nest, denn Lilly flog erst eine halbe Stunde später ein, um die Eier zu bebrüten.

 

 

 

 

Ben machte sich für seine morgendliche Runde fertig und verließ das Nest bis sieben Uhr. Dann gab es frisches und vor allem trockenes Stroh für Lilly, in das Ben die Störchin sorgsam einpackte.

 

 

 

 

 

Lilly ist eine sehr dankbare Störchin, die das immer wieder durch Schnabelklappern sichtbar macht.

 

 

Ob sie nun freiweillig aufstand oder ob Ben etwas nachhalf? Jedenfalls übernahm Herr Storch kurz nach sieben Uhr das Gelege.

 

 

 

 

Endspurt beim Bau der Kinderstube

Als Lilly um acht Uhr ins Nest zurückkehrte, war sie nicht alleine. Dicke Äste mussten auch mit ins Nest kommen und verbaut werden. Langsam nimmt der Horst eine richtige Storchennestform an.

 

 

 

 

Lilly hatte anscheinend eine gute Fundstelle ausgemacht, denn sie legte die Äste nur fix ab und flog erneut los. Wenige Minuten später kreuzte sie mit weiterem Geäst auf.

 

 

 

Die Störchin schien in ihrem Element, denn sie flog noch einmal aus. Ben nahm es gelassen. Lilly war beschäftig und ließ ihn in Ruhe auf den Eiern sitzen. Was wollte er mehr?

 

 

Stocklieferung Nummer drei

Innerhalb einer Viertelstunde hatte Lilly drei Ladungen Holz angeschleppt und im Nest untergebracht. Wenn die Störche in diesem Tempo weiterbauen, werden wir nächste Woche nichts mehr vom Inneren des Nestes zu sehen bekommen smile.

 

 

Lilly wollte die kleinen Äste an löcherigen Stellen des äußeren Randes verbauen. Aber das muss noch geübt werden, denn viel Material landete nicht in den ausbesserungsbedürftigen Stellen.

 

 

“Na so was, du sollst doch nicht runterfallen, sondern in der Lücke feststecken!”

 

 

Heute waren die Störche meistens bei der Gefiederreinigung zu beobachten. In jeder freien Minute wurde der Schnabel ins Gefieder gesteckt und jede einzelne Feder eingefettet und in die richtige Lage gebracht.

 

 

 

 

Ben hatte um neun Uhr wieder Schichtdienst und setzte den Wellnesstag auch im Liegen fort.

 

 

 

Das ist UNSER Nest!

Als Lilly wieder auftauchte, machte sie sofort einen Abstecher zum zweiten Nest. Da hatte es doch wieder einer gewagt, in der Zweitwohnung aufzutauchen. Die Störche müssen ihren zweiten Wohnsitz immerzu verteidigen, diesmal gegenüber einigen Dohlen smile.

 

 

 

Nachdem die Wohnungsrechte erneut geklärt waren, landete Lilly im Hauptwohnsitz. Ben hatte genügend Sonne getankt und war dankbar, dass Lilly mit der richtigen Stellung etwas Schatten spendete.

 

 

Wenig später flog Lilly erneut aus und Ben vertrieb sich die Zeit mit etwas Hausputz. Was nicht weich genug für die Eier war, wurde energisch aus dem Nest geworfen. Selbst in den Eiern sollen die Kleinen weich gelagert werden.

 

 

 

Der Mutterinstinkt schlägt durch

Lilly ging heute ihrer Sammlerleidenschaft nach und fand an jeder Ecke etwas zum Mitnehmen. Um zehn Uhr flog sie mit Stroh ein, deckte Ben damit zu und wartete darauf, dass sich der Storch endlich wieder erhob.

 

 

 

 

Ben wollte nur schnell die Eier drehen, aber Lilly arbeitete mit ganzem Körpereinsatz. Die Störchin drängte den Storch behutsam, aber energisch vom Gelege und beanspruchte ihre Brutzeit.

 

 

 

Ben gab nach, aber er blieb sicherheitshalber in der Nähe. Falls es sich Lilly anders überlegte.

 

 

Nach einer halben Stunde Wartezeit änderte er seine Meinung und flog vom Nest. Warten war doch langweilig, da ging er lieber auf Würmersuche in der Nachbarschaft. Gesagt – getan.

 

 

Wozu in die Ferne ziehen, sieh – das Gute liegt so nah…

Lars hatte heute einen Spaziergang unternommen und die Umgebung direkt unter dem Storchennest gefilmt. Hier ist Ben zu sehen, der geruhsam über den Rasen spaziert, sich alles interessiert ansieht und Ausschau nach Beute hält. Von Angst gegenüber Menschen keine Spur smile.

 

 

Lilly verbrachte die Zwischenzeit ungestört auf dem Nest. Die Sonne schien und alles war trocken. Die Temperaturen kletterten zwar nicht besonders hoch, aber es war auch nicht kalt.

 

 

 

 

 

Ein Storch auf der Wiese

Um welchen Storch es sich auf der Wiese handelt, war leider nicht erkennbar. Aber als alleiniger Gast auf der Grünfläche hatte Meister Storch die gesamte Beute für sich smile.

 

 

 

Zur Mittagszeit tauchte Ben wieder im Nest auf. Sicher juckte es ihm schon in den Bauchdaunen, sich wieder auf die Eier zu setzen.

 

 

 

Während sich Lilly ihr Mittag suchte, saß Ben etwas verdeckt hinter dem Ast, der noch etwas anders verbaut werden sollte smile.

 

 

 

Während des Nachmittags befand sich jeweils ein Storch auf dem Nest, während der andere außer Haus war.

 

 

 

Ben übernahm die Abendschicht und durfte den Sonnenuntergang genießen, während Lilly bis zum Abend in Sammlerlaune blieb. Um halb neun schleppte sie immer noch Stroh nach Hause.

 

 

 

 

Ben machte sich bei einbrechender Dämmerung nochmals zur Futtersuche auf. Er brauchte bis zum Morgen einen gefüllten Bauch, da Lilly das Nest in den frühen Morgenstunden zuerst verlässt. Sein Ausflug dauerte bis 22:30 Uhr, dann war Zapfenstreich im Storchennest. Es sind nur noch wenige Tag bis zum Schlüpfen der Küken. Wünschen wir unseren Storcheneltern eine geruhsame Nacht. In einer Woche ist es damit vorbei smile.

 

 

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Hallo
Ich bin Erzieherin im Kindergarten Fohrde.Zum ersten Mal habe ich mit den Kindern das Nest von den Storcheneltern bewundern können.Es war ein fantastischer Ausflug und wir haben daraus gleich ein pädagogisches Wissenspaket für die Kinder entwickelt.Wir sangen, bastelten und schauen uns noch öfter das Storchennest an.Dankeschön auch im Namender Kinder dafür.
Lg Ina Dlugokinski

Hallo und guten Abend an das Storchenteam,
ein drittes Mal herzlichen Dank an Lars für den Film, Ben auf Futtersuche im Garten bei Sonnenschein. Da ist ein kleiner Glückstreffer für ein Video gelungen. Die Bilder von Ben im Garten erzeugen eine Stimmung so in der Art von The Place to Be oder ein wahrlich paradiesischer Ort, zu sein. Wobei Paradies für jeden, etwas anderes ist. Für mich sieht es paradiesisch aus.
An dieser Stelle auch herzlichen Dank an Ev für das stimmungsvolle oft zum Schmunzeln anregende Tagebuch. Einen schönen Abend und herzliche Grüße Conny

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