12.08.2025 – Leb wohl, liebe Elli, wir vergessen dich nicht!
In Ellis Storchennest sieht es mittlerweile schön grün aus. Würde es häufiger regnen, würde hier schon alles zugewuchert sein. Aber die Sommersonne sorgt dafür, dass Elli noch genügend Landefläche hat.
Heute Mittag stattete Elli ihrem Horst wieder einen Besuch ab. Sie landete mit viel Schwung und klapperte anschließend herzhaft und ausdauernd.
Nach einigen Tagen Abwesenheit stand die Störchin mit prüfendem Blick im Nest und schaute zuerst in alle Richtungen.
Da sich aber nichts verändert hatte, begann sie in aller Ruhe mit ihrer Gymnastik und reckte und streckte sich ausgiebig.
Anschließend wurde das Nest begutachtet. Zu diesem Zeitpunkt war natürlich noch nicht klar, dass sich Elli gerade von ihrem Nest verabschiedete. Doch seit dem 12.08.25 wurde die Störchin nicht wieder gesehen und Mitte August ist ein guter Zeitpunkt für eine ostziehende Störchin, ins Winterquartier aufzubrechen. Außerdem waren die warmen Tage perfekt für den Segelflug.
Hier bekamen wir Elli noch einmal in der Nahaufnahme zu sehen. Und im Sonnenlicht glänzen ihre Feder viel, viel weißer als zum Anfang der Saison.
Es bleiben nur schöne Erinnerungen
Zum Abschied wollte Elli noch einmal den Blick von der Kamera genießen. Hier hatte sie fast jeden Tag gestanden, während Otto sein Nickerchen im Nest machte. Es tut schon weh, Elli ziehen zu lassen, sie war eine so tolle Störchin, die für einen wunderbaren Sommerurlaub zu uns nach Fohrde kam. Auch wenn sie die Saison alleine beenden musste – wir werden sie immer in unserem Herzen haben.
Um 13:14 Uhr hob Elli von ihrem Hochsitz ab und brach zu ihrer Reise in den Süden auf. Mach’s gut Elli. Wir denken an dich!
Während Elli sich auf den Weg nach Afrika machte, genießen die Jungstörche in Ungarn die letzten Tage in ihrem Zuhause.
Dieses Dach ist bei ihnen sehr beliebt und wird daher jeden Tag besucht.
Hier werden Anflug und Abflug geübt und auch das Gleichgewicht wird geschult.
Die beiden jüngsten Störche waren auch heute im Garten zu sehen.
Macus leistete ihnen Gesellschaft, während Szofi auf Futtersuche war.
Eins, zwei, drei, vier – noch sind die Storchenkinder da und bevölkern den Garten. Aber in der Nacht sind Tante Gans und Macus wieder alleine in der Auffangstation.
Aufbruch und Abschied
Zwischen dem 16. und 20. August wurden die Vorbereitungen für den Abflug in den Süden getroffen. Die Jungstörche hielten nach Artgenossen Ausschau, um sich einer größeren Gruppe anzuschließen. Auf solch einem Ausguck war es einfach, in die Ferne zu spähen.
Auch Szofi und Macus mussten nun Abschied voneinander nehmen. Als die Jungtiere die Gegend verlassen hatten, waren nur noch die beiden Alttiere im Nest zu sehen. Szofie stärkte sich ausgiebig für den bevorstehenden Flug…
… und eines Tages stand Macus nur noch alleine im Nest. Szofie hatte sich auf die Reise begeben.
Möge Macus einen ruhigen Winter haben und im Frühling der Ankunft seiner Szofie entgegenfiebern. Alles Liebe für dieses schöne Paar.




























