11.06.2025 – Gans Auguste liebt das Taxifahren

Elli steht immer zeitiger auf und verbringt die Nacht außer Haus. In Ungarn herrscht Familienidylle und aus Loburg gibt es die Geschichte der Gans Auguste, die das Taxifahren liebt.

 

Elli verlässt das Nest immer zeitiger. Heute Morgen war es erst halb vier, als sich die Störchin zu ihrem ersten Ausflug in die Luft schwang. Die Umrisse der Häuser waren noch nicht ganz zu erkennen, trotzdem war Elli putzmunter und machte sich auf die Futtersuche.

 

 

Es war ein langer Morgenausflug, denn Elli kehrte erst vier Stunden später zum Nest zurück.

 

 

Bis 8:30 Uhr wurde aufgeräumt und ein Nickerchen gemacht, was nach vier Stunden morgendlicher Tätigkeit auch notwendig war.

 

 

 

Elli flatterte erneut vom Nest, war aber bereits wenige Minuten später wieder zu sehen. Sie hatte nur schnell etwas Stroh gemaust und brachte das im Nest unter.

 

 

 

Das ist meins!

Beim nächsten Abflug verließ sie das Nest für längere Zeit und kehrte erst um 10:00 Uhr zurück. Dann sah man sie mit weit ausgebreiteten Schwingen liegen, als ob sie demonstrieren wollte, dass das ihr Nest sei.

Vielleicht hatte sie vorüberfliegende Störche entdeckt und da Otto ihr in solchen Momenten nicht mehr beistehen und “Feinde” mit ihr zusammen verklappern kann, half sie sich auf diese Weise. Mit Elli in doppelter Ausführung legt sich so schnell keiner an.

 

 

 

Um 10:15 Uhr verließ Elli das Nest erneut und tauchte den restlichen Tag nicht mehr auf. Auch in den Abendstunden kehrte die Störchin diesmal nicht zurück und das Nest stand die ganze Nacht leer. Daher wünschen wir Elli eine gute Nacht, wo immer sie heute auch schläft.

 

 

Guten Morgen ins ungarische Nest

Temperaturen um die 25 Grad wurden auch am heutigen Mittwoch erreicht, aber die ganze Zeit ging ein stärkerer Wind. Die Kamera beobachtet die Tiere immer noch aus der Ferne, sodass man genau hinsehen muss, um lustige oder besondere Momente zu erkennen.

 

 

Die Sonne schob sich langsam ins Nest, aber viele Wolken sollten den Tag heute erträglich machen. Noch sind die Küken kleiner als die Eltern, man muss aber immer öfter auf die roten Beine achten, um die Storchenfamilie auseinanderzuhalten.

 

 

Während Mama und Papa versuchen, gemeinsam einen Stock zu platzieren, werden sie von ihrem Nachwuchs genau begutachtet. Schließlich müssen sie sich später ihre Nester alleine bauen, denn der Service und der Schutz dieser Auffangstation bleibt Macus und Szofi vorbehalten. Alle Küken müssen später ihr eigenes Leben leben.

 

 

Gegen 11 Uhr waren immer noch beide Elternteile auf dem Nest zu sehen. Doch dann machte sich Szofi wieder auf, um Futter zu sammeln, das eine Viertelstunde später im Nest abgeliefert wurde.

 

 

 

Idylle im Storchennest

Es war warm, aber nicht heiß. Die Sonne hatte sich hinter den Wolken versteckt. Die Bäuche waren gefüllt und nun lagen die Küken gemütlich im Nest und beobachteten die Umgebung. Tante Gans marschierte zur Unterhaltung über die Wiese und kurz danach gesellte sich auch Macus dazu.

 

 

 

Mittlerweile war es 13 Uhr geworden und András tauchte mit der Futterschüssel am Nest auf. Diesmal fielen die Küken nicht mehr in die gewohnte Schockstarre. Anscheinend haben sie sich ein wenig an die menschliche Nähe gewöhnt.

 

 

 

Während die Alttiere in anderen Nestern die Jungen alleine lassen, um zu zweit Futter zu suchen, herrscht hier Familienleben. Auch am Nachmittag standen Macus und Szofi gemeinsam mit den Storchenkindern im Nest und machten lange Hälse.

 

 

 

Eine besondere Verbindung

Erinnern wir uns an die vergangenen Jahre – in Fohrde wurde zu diesem Entwicklungszeitpunkt gerne das zweite Nest als elterliche Wohnung genutzt. Auch hier hätte zumindest Szofi die Möglichkeit, die Nacht alleine auf einem der Dächer zu verbringen. Doch das wird nicht genutzt, hier existiert eine große Bindung zwischen Eltern und Küken. Immerhin wächst hier jedes Küken auf und wird nicht aus dem Nest geschubst. Unabhängig von der Witterung, der Anzahl der Küken  und dem Nahrungsangebot.

 

 

 

Gegen 16 Uhr waren die Jungstörche alleine auf dem Horst zu sehen, aber bereits eine Viertelstunde später stand wieder ein Elternteil auf dem Nest und sah zu, wie eines der Jungen seine mittlerweile riesigen Schwingen öffnete und wild zu flattern begann.

 

 

 

Es sieht sehr drollig aus, wenn die Tiere plötzlich spüren, dass heftiges Flügelschlagen irgendwie damit zusammenhängen muss, dass zwischen dem Nestboden und den Füßen ein kleiner Zwischenraum entsteht.

 

 

Geht es auf 18 Uhr zu, ist der Tag überstanden. Zumindest in Bezug auf die Sonneneinstrahlung. Dann wandert der Schatten in das Nest und die Küken schnaufen zufrieden durch.

 

 

 

Beide Eltern machen “Feierabend” und genießen die Ruhe.

 

 

Allerdings wird die Jugend erst jetzt richtig munter, sodass die Eltern noch nicht an Schlaf denken können. Aber so ist das mit den Kindern. Ob Mensch oder Tier – es ist überall dasselbe.

 

 

Da es auch heute keine spektakulären Ereignisse gab, hier der Link zu einer wirklich herzerwärmenden Geschichte vom Storchenhof Loburg über die Gans Auguste, die immer wieder dafür sorgte, dass sie im Taxi zur Auffangstation zurückgebracht wurde, während der Mensch versuchte, das Tier auszuwildern.

Die Geschichte zeigt, dass Tiere sehr genau und oftmals besser wissen, wo sie hingehören und was für sie richtig ist, auch wenn der Mensch oft anderer Meinung ist.

https://storchenhof-loburg.de/patentiere-news-details/zwei-gan-s-besondere-geschichten.html

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

 

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1 Kommentar
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Es ist wirklich wunderschön mit anzusehen diese Familienidylle, Fürsorge der Eltern und Zusammenhalt 💞.

Die arme Elli muss leider weiter alleine ausharren 😔 und weiß natürlich nicht, was mit Otto ist 😢.

Oder spüren sie es🤔.

Wie ist das eigentlich mit der Berringung der erwachsenen Störche?

Elli hat ja keinen Ring.

Wird nur bei Jungtieren gemacht die eben in dem Jahr geboren sind.

Wird aber irgendwie vermerkt, wann eben welche Altstörche sich in welchem Nest aufgehalten und evtl. Junge hatten, vermerkt?

LG aus dem Markgräflerland

Sieglinde